In Weichelau auf dem Bauernhof.  (Bild: Anette Zwack)

„Wenn die Räuber um die Häuser streifen“-dann wird alles genau erkundet

In den vergangenen Wochen tönte es häufig durch das Kindergartengebäude: „Wir sind heute nicht da”, denn dann waren die Kinder der Räuberhöhle, begleitet von ihren Erzieherinnen Anette Zwack und Evelin Fischer, des Kindergartens St. Ulrich in Dieterskirchen, mal wieder in der Umgebung unterwegs, um zum Thema „Bauernhof” und „Natur” wichtigen Sachverhalten auf den Grund zu gehen. Eine Exkursion führte die jungen Forscher nach Hohenthal. Dort wurden sie von Markus und Annemarie Hubatsch in die Kunst der Imkerei eingewiesen. Jedes Kind durfte selbst eine Honigwabe „entdeckeln”. Zusätzlich mussten alle Hasen, Enten und Hühner gestreichelt und gefüttert werden. Der Vormittag endete bewegt in einer extra organisierten Hüpfburg. Der nächste Erkundungsausflug ging nach Weichelau auf den Bauernhof der Familie Schwendner. Großes Interesse weckte der Milchroboter, wo „live” einer Kuh beim Melken zugeschaut werden konnte. Natürlich durften alle Nachwuchslandwirte im großen Traktor einmal kurz probesitzen. Mit gespendeten Joghurts wurde die Rückfahrt mit dem Bürgerbus angetreten. Zu guter Letzt war die Metzgerei Schöberl im Visier der Kinder, um zu erfahren wie „Wienerle” hergestellt werden. Florian Schöberl zeigte anschaulich, wie das Fleisch durch den „Wolf” gedreht, dann überraschenderweise mit Eis, zu einem Brei verarbeitet wird, bevor es in eine „dünne” Haut gefüllt wird. Natürlich durften die Kinder ihre Würstchen im Anschluss verspeisen. Im „Genusswerk” war für alle ein großer Tisch mit Würstchen, Ketchup, Semmeln und allerlei Getränken gedeckt. Nun stehen erst einmal die verdienten Sommerferien vor der Tür, bevor es im Herbst wieder mit neuen Forschungsausflügen in der nahen Umgebung weitergeht.
Der Workshop „Extremismusprävention”, der bei den Jugendlichen und Lehrkräften großen Anklang fand, ist seit einigen Jahren fester Bestandteil der Werteerziehung am Schmeller-Gymnasium.  (Bild: Nadine Kilgert-Bartonek )

Workshop zur Extremismusprävention am Schmeller-Gymnasium

Der Polizeibeamte Herr Thomas Estrada von der „Bayerischen Informationsstelle gegen Rassismus“ (BIGE) und die Studiendirektorinnen Frau Maren Köhn sowie Frau Alexandra Schichtl, beide Regionalbeauftragte für Demokratie und Toleranz, hielten für die achten Klassen am letzten Mittwoch je einen dreistündigen Workshop. Organisiert wurde die Veranstaltung von OStRin Dr. Nadine Kilgert-Bartonek, der Beauftragten für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In den drei Schulstunden beschäftigten sich die Schüler mit folgenden Fragen: Was bedeutet Extremismus eigentlich? Warum schließen sich Jugendliche extremistischen Gruppierungen an? Welche Dresscodes hat der Rechtsextremismus? Was kann man gegen Extremismus tun? Anhand von Grundrechten, wie der Menschenwürde, der Meinungsfreiheit und dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, eruierten die Jugendlichen mit dem Polizeibeamten von der BIGE, dass die Menschenrechte da ihre Grenze hätten, wo die Würde, das Leben und die Freiheit eines anderen bedroht wären. Extremisten wollen die Kernelemente unserer Verfassung abschaffen und unsere Demokratie beseitigen. Mittels des 17-minütugen Kurzfilms „RADIKAL“ gingen die Schüler der Frage auf den Grund, warum manche Jugendliche extremistisch werden. Dies könne an Aggressionsproblemen, schlechten schulischen Leistungen, einem zerrütteten Elternhaus und fehlenden oder falschen Freundschaften liegen. Die jungen Erwachsenen sind unzufrieden mit sich selbst, frustriert, orientierungslos und fühlen sich allein gelassen. Sie sind häufig einfach gegen alles, ohne zu wissen, wofür sie eigentlich sind. Das macht sie leicht beeinflussbar und extremistische Gruppierungen, wie Linksextreme, Rechtsextreme oder Salafisten nutzen dies für ihre Zwecke aus. Sie bieten den Verzweifelten vermeintliches Verständnis, eine Gemeinschaft Gleichgesinnter und damit ein Gefühl der Zugehörigkeit. Dieses basiert jedoch auf falschen Antworten und um zusammenzugehören, werden Feindbilder geschaffen – also im Sinne von: Jetzt weißt Du, warum es Dir so schlecht geht! In einer weiteren Einheit wurden den Jugendlichen verbotene Symbole und Zeichen der rechtsextremen Szene, wie beispielsweise das Hakenkreuz oder die „Siegrunen“ der SS erläutert. Glatzen, Springerstiefel und Bomberjacken seien passé, so Estrada. Häufig verfallen die Neonazis auf selbsterfundene Logos oder verstecken ihre Botschaften hinter Ziffern und Buchstaben. Zusätzlich spielt häufig die Farbsymbolik - schwarz, rot und weiß - eine Rolle. Wenn auf einem schwarzen T-Shirt vorne horizontal zwei rote Balken zu sehen sind, zwischen denen in zwei Zeilen die Konsonanten HKNKRZ stehen, so steht das für Hakenkreuz, wobei nur die Vokale weggelassen wurden. Die Eigenmarke „CONSDAPLE“ der Neonazis verschleiert die NSDAP. Das Modellabel „ellesse“ wurde von der Szene in „enness“ umgetauft, was sich als NS liest. Estrada schloss seine Einheit mit der Aufforderung an die Schüler, aktiv etwas gegen den Extremismus zu tun: Seid aufmerksam, informiert Euch, seid kritisch und hinterfragt Ansichten! Holt Euch Rat und Hilfe! Traut Euch, etwas zu sagen, seid aber zugleich tolerant. Engagiert Euch, aber friedlich und demokratisch! Im Anschluss besprachen die Jugendlichen mit den Referentinnen von der staatlichen Schulberatungsstelle authentische Fälle aus dem Schulalltag zum Thema Extremismus. Die Ereignisse wurden diskutiert und die Schüler sollten sich äußern, wie sie an dieser Stelle reagiert hätten. Hier ein Beispiel: In eurem Klassenchat tauchen seit einigen Wochen immer wieder rassistische Memes und Sticker auf. Einer zeigt eine verschmutzte Toilette. Der Text dazu lautet: „Is it brown, flush it down!” (“Ist es braun, dann spüle es runter!”). Es ist auch schon ein Sticker mit einem Hakenkreuz und Hitlergruß weitergeleitet worden.
Die Oberpfälzer Parforcehornbläser um Hornmeister Hubert Bäuml (vierter von rechts).  (Bild: Markus Bäuml)

Oberpfälzer Parforcehornbläser zum zwölften Mal Bayerischer Meister

Kürzlich fand in Kaufbeuren der Landesbläserwettbewerb des BJV statt. Dort konnten die Oberpfälzer Parforcehornbläser ihren Titel erneut verteidigen. Aus Waldsassen, Trausnitz, Stulln, Wackersdorf, Teublitz, Burglengenfeld, Berg, Beratzhausen, Nittendorf und Regensburg stammen die stolzen Bläser. Zum zwölften Mal in der Vereinsgeschichte und zum fünften Mal in Folge schaffte die außergewöhnliche Formation mit Sitz in Burglengenfeld den Sprung auf das oberste Treppchen. 848 von 855 möglichen Punkten erreichten die zwölf Jagdmusiker – „es ist durchaus noch Luft nach oben“, schmunzelt Hubert Bäuml, musikalischer Leiter der Gruppe. „Zum zwölften Mal als beste Gruppe ausgezeichnet zu werden, ist auch für uns nichts Gewöhnliches“, betont der erste Vorsitzende, Markus Bäuml aus Burglengenfeld. Hornmeister Hubert Bäuml, der seit 24 Jahren die Bläsergruppe musikalisch leitet, nimmt es sehr genau. „Wichtig ist die Harmonie im Zusammenspiel, als Amateurmusiker ist es eine große Herausforderung, das Spielen in der Gruppe auf die anderen Bläser anzupassen“, erklärt der Regensburger. Als Gründungsmitglied kennt er die Vereinsgeschichte seit dem Beginn. Aus einer Gruppe jagdlich interessierter Musikanten gründete sich 1989 der Verein und steht bis heute für Jagdmusik der Spitzenklasse. Neben dem Bayerischen Meistertitel ist das Ensemble auch Vizeeuropameister. „Ein echter Ohrenschmaus“, so lautet das Lob aus den sozialen Medien. Doch es bleibt keine Zeit für eine Pause, neue Projekte warten bereits. „Neben Kirchenkonzerten und Hubertusmessen wartet im kommenden Jahr die nächste Europameisterschaft in Polen auf uns“, erzählt der Hornmeister. Dort möchten die Parforcehornbläser wieder mit bester Jagdmusik aus der Oberpfalz überzeugen. Die nächsten Konzerte in der Region stehen auch schon an: Samstag, 3. August 2024, 12.05 Uhr Mittagsmusik Niedermünster Regensburg Donnerstag, 3. Oktober 2024, Konzert St. Quirin Ilsenbach bei Neustadt /Waldnaab.
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