Gemeinde Bechtsrieth gedenkt der Opfer aus Krieg, Vertreibung und Verfolgung
Aus organisatorischen Gründen begeht die Gemeinde Bechtsrieth die Trauerfeier zum Volkstrauertag eine Woche nach dem ursprünglichen Datum. So auch heuer. Angeführt von der Flossenbürger Blaskapelle marschierten die Vertreter der Gemeinde mit Bürgermeister Markus Ziegler sowie die Vereinsabordnungen vom Rathaus zur Pfarrkirche. Hier zelebrierte Pfarrer Andreas Hanauer den Gedenkgottesdienst. Hernach unter den Blasmusikklängen der Weg zum Ehrenmal, an dem die Feuerwehr, Siedlergemeinschaft und der Turnverein mit ihren Fahnen Aufstellung nahmen. Pfarrer Hanauer erinnerte namentlich an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege aus Bechtsrieth und Trebsau. Bürgermeister Ziegler nannte eingangs seiner Trauerrede drei Zahlen. 415 Tage Krieg im Gaza-Streifen, 1004 Tage Krieg in der Ukraine und seit 2011 Bürgerkrieg in Syrien. Das verdeutlicht, dass Hass, Gewalt, Extremismus, Terrorismus, Antisemitismus und Rassismus noch immer allgegenwärtig sind. Unwiderruflich gelte sich dem Hinnehmen und Vergessen entgegen zu stellen und alles dafür zu tun, dass Hass und Gewalt in dieser Welt nicht die Oberhand gewinnen. Demnach hat der Volkstrauertag nichts an seiner Aktualität verloren. Nie wieder war das Motto der vier Mütter und 61 Väter des Grundgesetzes 1949 und da vom Datum her die Erinnerung an Verfolgung, Hass, Gewalt sowie der Tod von Millionen Menschen durch nationalsozialistische Politik noch präsent. Mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied der Blaskapelle endete die Gedenkfeier. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen, die mit ihrer Teilnahme die Verbundenheit gezeigt haben.