Die Jagdpachtverlängerung für die Fläche Pittersberg-Ortsflur ist für die nächsten 10 Jahre (1.4.2025 bis 31.3.2035) in trockenen Tüchern. Jagdgenossen und Jäger genießen sichtlich gegenseitige Wertschätzung unter dem Dach der Jagdgenossenschaft. Und die drei Jagdpächter Johann Vornlocher (ganz links), Hans Rester von Arling (dritter von links) sowie Hubert Huger (äußerst rechts) freuten sich! (Bild: Michael Götz)

Jagdgenossen Pittersberg: Harmonische Versammlung und Pachtverlängerung

Die Jagdversammlung 2025 der Jagdgenossen Pittersberg Ortsflur mit einer Gesamtfläche von 410 Hektar lief wieder mal, ganz nach Wunsch, alles einvernehmlich sowie harmonisch ab. Die Jagdpachtverlängerung für weitere 10 Jahre vom 1.4.2025 bis 31.3.3035 stand dabei mit Schwerpunkt auf der Tagesordnung. Leider nur 17 anwesende Jagdgenossen, mit insgesamt 176,47 Hektar an Jagdfläche, stimmten auf Anhieb einstimmig bei geheimer Abstimmung wieder für die derzeitigen drei Jagdpächter mit „Ja,”so dass sich die normalerweise notwendige bzw. flächenmäßige Mehrheit der Jagdgenossen erübrigte. Die Freude über das Vertrauen bei den drei Jagdpächtern mit Jägersprecher Johann Vornlocher sowie seinen beiden Mitjägern Hans Rester und Hubert Huger war verständlich groß. Der Antrag für die Jagdpachtverlängerung war zuvor zeitlich ordnungsgemäß von den drei Waidmännern gestellt worden. Alle Pittersberger Jagdgenossen gratulierten herzlich. Jagdvorstand Martin Schmid mit seinem Vorstandsteam begrüßte eingangs. Er dankte dabei auch seiner Schriftführerin Gaby Beer als „Mädchen für alles,”wie er lächelnd meinte, im Vorfeld der Versammlung für die gute Vorbereitung des Jägerabends. Schmid verwies einerseits auf das Gutachten eines Manöverschadens, wo derzeit die Gemeinde noch am Zuge sei sowie andererseits auch auf den jährlichen Pachtszins in der Kasse, der hier am Pittersberg nach dem Willen der Jagdgenossen und einstimmigen Beschluss schon seit Jahren fast vollständig für den jährlichen Wegebau um den Pittersberg verwendet werde. Auch die Feier des 90. Geburtstags mit Altjäger Josef Huger mitte des Jahres 2024 im Ensdorfer Jakobusheim habe für den Senior viel Spaß und Freude gebracht. Kassier Andreas Scheibl verwies für die Jagdgenossenschaft auf den aktuellen Kassenstand, die Kassenprüfer Gerhard Wirth sowie Georg Raß auf dessen korrekte Kassenführung. Die einstimmige Entlastung von Kassier und Vorstandschaft für 2024 folgte. Das Grußwort für die Kommune sprach 2.Bürgermeister Johann Vornlocher, zugleich einer der Jagdpächter. Er nannte beispielsweise die Verwendung der jährlichen Jagdpacht durch die Jagdgenossen für den Wegebau hervorragend, weil dabei alle Bürgerinnen und Bürger vor Ort etwas davon haben. Er sagte den Bauern etc. auch ein Dankeschön für das große Vertrauen. Vornlocher als Jägersprecher ging anschließend auf die Abschusserfüllung 2024 und 2025 detailliert ein. Als Rehwildabgang seien 26 Böcke, 30 Stück weibliches Rehwild sowie 24 Kitze gemeldet worden. Darin inbegriffen seien insgesamt 17 Stücke Fallwild gewesen. Vom Nicht-Abschussplanpflichtigen Wild wurden neun Stücke an Schwarzwild, vier Feldhasen, 11 Füchse, vier Stockenten sowie auch ein Dachs der Wildbahn entnommen bzw. gezählt. Und für die Rehwildabschussplanung in 2025 bis 2028 wurde zwischen der Jagdgenossenschaft und den drei Jagdpächtern einvernehmlich eine Erhöhung des Abschusses von acht Stück Rehen vereinbart. Am Ende lobte er das schon seit vielen Jahren hier am Pittersberg vorhandene, gegenseitige Vertrauen und vernünftige Miteinander von Jägern sowie Waldbauern, wie er sagte. Ein Wildverbiss ganz ohne Zaun werde nicht hundertprozentig möglich sein, da müsse man ebenso eine gewisse Toleranz auch gegenüber dem Wild beweisen. Letztlich sei dies wiederum eine Sache der Meldung an sowie Abstimmung mit den Jägern. Und Schwarzwild sei bekannterweise intelligent, von daher auch der Abschuss schwierig. Der Jagdpächter müsse wie ein Landwirt sein, d.h. flexibel. so Vornlocher. Seinen Mitjägern dankte er in diesem Sinne für die gute Zusammenarbeit. Jagdvorstand Schmid dankte schließlich für Vornlochers ausführlichen Bericht. Und am Ende wurde es auch noch ein schöner, hunorvoller Jagdabend bei kostenloser Jägerbrotzeit etc. und viel Meinungsaustausch mit so manchem Jägerlatein, wo sich die drei Waidmänner Huger, Rester und Vornlocher spendabel zeigten.
Die Kinder tragen im sogenannten Pfennigweg das Kreuz voraus, zahlreiche Familien folgen dem Kreuz bei schönstem Märzwetter. (Bild: Michael Götz)

Pfarrgemeinderat gestaltet besonderen Kreuzweg durch die Flur

Einen etwas anderen Kreuzweg gestaltete der Pfarrgemeinderat in diesem Jahr am Nachmittag des zweiten Fastensonntags, diesmal durch die Flur. Eine überaus große Anzahl an Familien mit Kindern und weiteren Gläubigen ging den Weg um den Ort zu den Flurkreuzen mit. Ziele waren unter anderem das Schweinzer- sowie das Mulzer- und Wegmacherkreuz und zurück zum Pfarrheim mit feierlichem Gebetsabschluss und Gottes Segen durch den Ortspfarrer Sagai. Das Wetter war dabei geradezu frühlingshaft mit wärmenden, klaren Sonnenstrahlen, dem März entsprechend aber auch mit auffrischendem Ostwind. Gemeindereferentin Kathrin Blödt, zusammen mit Pfarrgemeinderatssprecherin Laura Damm und Pfarrgemeinderatsmitglied Christina Kiefhaber, hatten den Kreuzweg inklusive neuer Ideen gut vorbereitet und auch gestaltet sowie die biblischen Texte dazu gelesen. An jeder Kreuzwegstation wurde mit Steinen durch die Kinder, aber auch Erwachsenen, am Boden ein Kreuz zusammengebaut, gleichsam dem Fall von Jesus unter dem schweren Kruzifix aufgrund all unserer Sünden. Bei Gitarrenbegleitung durch Kathrin Blödt wurden auch Lieder gesungen, wie beispielsweise „Danke Jesus für dein Kreuz, danke für dein Leben...!“ Und an den Flurkreuzen wurde zum Beispiel an all unsere Ängste im Leben erinnert, genauso an die vielfachen Nöte in der Welt und Gott mit den Steinen unsere Sorgen sowie Fehler und Schwächen unter das Kreuz gelegt. Schließlich wurde im Gebet der vielen helfenden, guten Hände in den Krisengebieten der Welt gedacht und dem liebenden Gott die Mitmenschen empfohlen, die seine Hilfe besonders brauchen. Das Kreuz ist die Hoffnung des Lebens, so hieß es am Ende froh.
Eine der Sternsingergruppen in der Pittersberger Nikolauspfarrei, die tapfer zu den Familien trotz Schnee und Eis umherzogen und sich für die armen Kinder in Kenia sowie Kolumbien engagierten. Die drei (von links) Johanna, David und Mira erledigten ihre Aufgabe dennoch sichtlich gerne! (Bild: Michael Götz)

Sternsinger der Nikolauspfarrei sammeln Spenden für Kinder in Kenia und Kolumbien

Die Nikolauspfarrei schickte heuer am Sonntag vor Heilig Drei König die Ministranten als Sternsinger hinaus zu den Familien, damit sie traditionell die geweihte Kreide sowie beispielsweise den auf der Ofenplatte duftenden Weihrauch und den Türenaufschrieb 20 C + M + B 25 für das gerade angelaufene Jahr, zusammen mit Gottes Segen, vorbeibringen. Schwieriges Winterwetter mit Glatteis begleitete dabei die Meßdiener, aber sie schlugen sich tapfer. Dafür aber waren die Familien ihrerseits mit den Geldspenden für die armen Kinder in Kenia (Turkana) sowie in Kolumbien, für die heuer entsprechend der Weisung des Bistums gesammelt wurde, großzügig. Denn in diesen Ländern haben die Kinder als die Schwächsten der Gesellschaft zum Beispiel kaum Zugang zu Schulen oder auch zu medizinischer Versorgung. Pfarrer Sagai wies eingangs der Eucharistie darauf hin: Gott liebt die Kinder und unsere Kinder, wie auch die der ganzen Welt, seien wertvoll. Und auch Ruhestandsgeistlicher Pfarrer Josef Beer meinte in seiner Predigt am Dreikönigstag unter anderem: Jeder Mensch in dieser Welt habe Anspruch auf ein glückliches Leben. Gerade Weihnachten habe gezeigt, dass Gott alle Menschen liebe sowie schätze. Wir alle seien seine geliebten Kinder. Gemeindereferentin Kathrin Blödt verwies auf die Kinderrechte von heute, angefangen vom Besuch der Schule, über den kindgerechten Schutz mit Liebe und Geborgenheit, bis hin zur täglichen Nahrung in Armenvierteln der Welt, sollten gewährleistet sein. Und dafür setzen sich die Sternsinger mit ihrer Bitte um Spenden ein. Sie und die beiden Geistlichen sagten schon vorab den Meßdienern Vergelts Gott für die gute Sache zugunsten der Ärmsten auf der Welt. Der Kirchenchor krönte schließlich den Festgottesdienst zu Dreikönig unter der Leitung von Karin Hottner mit dem mächtigen und lautstarken „Transeamus...” sowie am Ende durch Tenor Andreas Hottner mit dem sogenannten Königslied.


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