Jagdgenossen Pittersberg: Harmonische Versammlung und Pachtverlängerung
Die Jagdversammlung 2025 der Jagdgenossen Pittersberg Ortsflur mit einer Gesamtfläche von 410 Hektar lief wieder mal, ganz nach Wunsch, alles einvernehmlich sowie harmonisch ab. Die Jagdpachtverlängerung für weitere 10 Jahre vom 1.4.2025 bis 31.3.3035 stand dabei mit Schwerpunkt auf der Tagesordnung. Leider nur 17 anwesende Jagdgenossen, mit insgesamt 176,47 Hektar an Jagdfläche, stimmten auf Anhieb einstimmig bei geheimer Abstimmung wieder für die derzeitigen drei Jagdpächter mit „Ja,”so dass sich die normalerweise notwendige bzw. flächenmäßige Mehrheit der Jagdgenossen erübrigte. Die Freude über das Vertrauen bei den drei Jagdpächtern mit Jägersprecher Johann Vornlocher sowie seinen beiden Mitjägern Hans Rester und Hubert Huger war verständlich groß. Der Antrag für die Jagdpachtverlängerung war zuvor zeitlich ordnungsgemäß von den drei Waidmännern gestellt worden. Alle Pittersberger Jagdgenossen gratulierten herzlich. Jagdvorstand Martin Schmid mit seinem Vorstandsteam begrüßte eingangs. Er dankte dabei auch seiner Schriftführerin Gaby Beer als „Mädchen für alles,”wie er lächelnd meinte, im Vorfeld der Versammlung für die gute Vorbereitung des Jägerabends. Schmid verwies einerseits auf das Gutachten eines Manöverschadens, wo derzeit die Gemeinde noch am Zuge sei sowie andererseits auch auf den jährlichen Pachtszins in der Kasse, der hier am Pittersberg nach dem Willen der Jagdgenossen und einstimmigen Beschluss schon seit Jahren fast vollständig für den jährlichen Wegebau um den Pittersberg verwendet werde. Auch die Feier des 90. Geburtstags mit Altjäger Josef Huger mitte des Jahres 2024 im Ensdorfer Jakobusheim habe für den Senior viel Spaß und Freude gebracht. Kassier Andreas Scheibl verwies für die Jagdgenossenschaft auf den aktuellen Kassenstand, die Kassenprüfer Gerhard Wirth sowie Georg Raß auf dessen korrekte Kassenführung. Die einstimmige Entlastung von Kassier und Vorstandschaft für 2024 folgte. Das Grußwort für die Kommune sprach 2.Bürgermeister Johann Vornlocher, zugleich einer der Jagdpächter. Er nannte beispielsweise die Verwendung der jährlichen Jagdpacht durch die Jagdgenossen für den Wegebau hervorragend, weil dabei alle Bürgerinnen und Bürger vor Ort etwas davon haben. Er sagte den Bauern etc. auch ein Dankeschön für das große Vertrauen. Vornlocher als Jägersprecher ging anschließend auf die Abschusserfüllung 2024 und 2025 detailliert ein. Als Rehwildabgang seien 26 Böcke, 30 Stück weibliches Rehwild sowie 24 Kitze gemeldet worden. Darin inbegriffen seien insgesamt 17 Stücke Fallwild gewesen. Vom Nicht-Abschussplanpflichtigen Wild wurden neun Stücke an Schwarzwild, vier Feldhasen, 11 Füchse, vier Stockenten sowie auch ein Dachs der Wildbahn entnommen bzw. gezählt. Und für die Rehwildabschussplanung in 2025 bis 2028 wurde zwischen der Jagdgenossenschaft und den drei Jagdpächtern einvernehmlich eine Erhöhung des Abschusses von acht Stück Rehen vereinbart. Am Ende lobte er das schon seit vielen Jahren hier am Pittersberg vorhandene, gegenseitige Vertrauen und vernünftige Miteinander von Jägern sowie Waldbauern, wie er sagte. Ein Wildverbiss ganz ohne Zaun werde nicht hundertprozentig möglich sein, da müsse man ebenso eine gewisse Toleranz auch gegenüber dem Wild beweisen. Letztlich sei dies wiederum eine Sache der Meldung an sowie Abstimmung mit den Jägern. Und Schwarzwild sei bekannterweise intelligent, von daher auch der Abschuss schwierig. Der Jagdpächter müsse wie ein Landwirt sein, d.h. flexibel. so Vornlocher. Seinen Mitjägern dankte er in diesem Sinne für die gute Zusammenarbeit. Jagdvorstand Schmid dankte schließlich für Vornlochers ausführlichen Bericht. Und am Ende wurde es auch noch ein schöner, hunorvoller Jagdabend bei kostenloser Jägerbrotzeit etc. und viel Meinungsaustausch mit so manchem Jägerlatein, wo sich die drei Waidmänner Huger, Rester und Vornlocher spendabel zeigten.