Der Valentinstag kann weit mehr sein als nur ein Tag mit netten Geschenken für Verliebte, Verlobte und verheiratete Paare. Bei einem Wortgottesdienst zu Ehren des heiligen Valentin in der Pfarrkirche St. Martin Niedermurach konnten die Besucher in die Tiefe gehende Gedanken und Anregungen für ein gelingendes gemeinsames Leben erfahren. In seiner Begrüßung betonte Pfarrvikar Kenneth Onuoha: „Es gibt so viele Möglichkeiten, die Liebe zu leben. Besonders die Dankbarkeit für eine gelungene Beziehung soll hier ihren Platz haben.” Mit dem Gedicht „Ich wünsch dir Liebe” von Gisela Bates stimmte Michaela Müller auf diesen besonderen Abend ein. In seiner Einführung warf Thomas Müller einen Blick auf das immer wiederkehrende menschliche Auf und Ab in der Partnerschaft: „In eurem Beziehungsleben wisst ihr sicherlich um die Gezeiten der Liebe und es ist gut, diesen Rhythmus akzeptieren zu lernen.” Ein Zweizeiler aus dem Lied „Liebe das Leben” von Kurt Mikula umschreibt dies treffend: „Lachen und Weinen, Freude und Leid, alles im Leben hat seine Zeit.” Das Evangelium von der Hochzeit in Kana, wo Jesus Wasser zu Wein verwandelte, bildete den Mittelpunkt der Betrachtungen von Michaela und Thomas Müller. Im Alltag könne durch Anforderungen im Beruf, mit Kindern, Eltern, Enkeln, Ehrenämtern die Partnerschaft leiden und Liebeskrüge leer werden. Kleine Gesten und zugewandte Augenblicke, die dem Partner spüren lassen, du bist für mich da, sind geradezu unfehlbare Mittel, die Liebeskrüge wieder mit Alltagswasser zu füllen. Mit Achtsamkeit und Aufmerksamkeit, Liebe und Zuneigung zum Ausdruck zu bringen, könne das gesammelte Alltagswasser des täglichen Lebens in Festtagswein der persönlichen Beziehung verwandeln. Mit einfühlsamen Liedern bereicherten die Chorgemeinschaft „Venite” und Solosängerin Magdalena Prey diese eindrucksvolle und tiefgreifende Valentinsfeier der besonderen Art. Diese fand ihre weltliche Fortsetzung im Pfarrheim, wo die Besucher in geselliger Runde auf die Liebe und das Leben anstoßen durften.