Sie trotzen dem Trend: Vor einem Jahr zählte die Krieger- und Soldatenkameradschaft Burkhardsreuth 87 „Kameraden“ – inzwischen sind es 96, darunter fünf Frauen. „Wir mussten den Tod von Sebastian Schwemmer, Rosa Lober und unserem Schießwart Thomas Schlicht beklagen, es gab einen Austritt, aber wir können auch 13 neue Mitglieder begrüßen“, bilanzierte Vorsitzender Markus Reiß bei der Hauptversammlung im Pichlberger Gemeinschaftshaus.
Keine Frage: Das Schicksal anderer Soldatenvereine in der Region, die sich in den letzten Jahren aufgelöst haben, droht den Burkhardsreuthern nicht. Darüber freute sich auch der Eschenbacher Vize-Kreisvorsitzende des Bayerischen Soldatenbunds (BSB) Max Wagner, der den Verein zu seiner Verjüngung beglückwünschte und ebenso wie Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und Pfarrer Edmund Prechtl dessen Beitrag zum Gemeinschaftsleben in Trabitz und im BSB lobte. In seinem ausführlichen Jahresbericht hatte Markus Reiß unter anderem an die Mitausrichtung des Soldatenbund-Kreisvergleichsschießens, den Zoiglabend und das auch von zahlreichen Gästen aus dem weiteren Umkreis besuchte Fest zum 145-jährigen Jahrestag der Vereinsgründung erinnert. Bürgermeisterin Pepiuk dankte außerdem für die Pflege des Gefallenenehrenmals und die Mitgestaltung des Volkstrauertags-Gedenkaktes.
Von einem neuerlichen Rekordergebnis der Kriegsgräber-Spendensammlung an Allerheiligen mit 1.240,28 Euro berichtete Kassierin Jutta Schindler. Die Erfolge des letztjährigen Kreisvergleichsschießens resümierte der von Dominik Schinner verlesene Schießwartbericht: So besetzten in der Herren-Schützenklasse mit Florian Fenzl (erster Platz), Andreas Maier und Marco Ackermann drei Burkhardsreuther alle „Treppchenplätze“, Jutta Schindler holte in der Damen-Altersklasse Gold, Silberplätze „erschossen“ sich Stefan Käß in der Herren-Altersklasse und Konrad Groß in der Herren-Veteranenklasse. Zum neuen Schießwart und Nachfolger von Thomas Schlicht wurde Johannes Nickl gewählt.