Die Gruppe mit Kursleiter StD Josef Witt ganz links und Schülerinnen und Schülern aus dem Herzog-Christian-August-Gymnasium in Sulzbach-Rosenberg sowie dem Erasmus-Gymnasium und dem Max-Reger-Gymnasium (beide in Amberg) (Bild: Susanne Witt )

Schülerakademie Amberg-Sulzbach: Reise durch die Herrschaftsarchitektur

Auch in diesem Schuljahr bietet die Schülerakademie Amberg-Sulzbach wieder ein vielfältiges Programm zur Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler an den vier Amberger Gymnasien und dem HCA-Gymnasium in Sulzbach-Rosenberg. Es reicht von einem Aufbaukurs Italienisch über die Beschäftigung mit Brettspielen bis hin zu einem Debattierkurs. Der Beitrag des HCA-Gymnasiums besteht diesmal in einer Serie von Exkursionen zum Thema „Herrschaftsarchitektur“. Dabei geht es darum, wie die Mächtigen in der Mitte Europas ihre Stellung und ihren Reichtum über Jahrhunderte hinweg in Form von Bauten dargestellt haben, die stets auch mit Botschaften an die Untertanen wie auch an andere Herrscherhäuser verbunden waren. Der aus Amberger und Sulzbacher Gymnasiasten zusammengesetzte Kurs hat bereits die Burg Trausnitz oberhalb von Landshut besichtigt, wo es um die Zurschaustellung von Herrschaft im späten Mittelalter ging, und ebenso die aus der Renaissance stammenden Teile der Münchner Residenz. Um die schon regelrecht theatralische Inszenierung von Herrschaft im Barockzeitalter ging es beim Besuch der Residenz der Würzburger Fürstbischöfe mit ihrem weltberühmten, von Tiepolo ausgemalten Treppenhaus. Für Mitte Mai ist bereits ein Besuch des Parks von Schloss Wilhelmshöhe bei Kassel mit seinen Wasserspielen terminiert, wo eine ganze Landschaft nach den Wünschen mehrerer barocker Herrscher modelliert wurde. Noch in der Planungsphase befindet sich eine Führung durch die Interieurs von zwei großbürgerlichen Wohnungen, die vom Wiener Star-Architekten Adolf Loos in den 1920er Jahren im böhmischen Pilsen errichtet wurden und die erstaunlicherweise sowohl den Zweiten Weltkrieg als auch 40 Jahre Kommunismus weitgehend unbeschadet überstanden haben. Hier wird deutlich werden, dass Einfluss und Reichtum auch auf diskretere Weise, doch nicht weniger wirkungsvoll, in Szene gesetzt werden kann als im Barockzeitalter.
So sehen Oberpfalzmeister aus! Sowohl die Jungen als auch die Mädchen vom EG konnten im Bezirksfinale der Schulen im Skilanglauf beide Goldmedallien mit nach Hause nehmen. (Bild: Iris Sehnke-Renner)

EG holt Doppelgold im Skilanglauf

Am Mittwoch fand das Bezirksfinale der Schulen in der Oberpfalz im Skilanglaufzentrum Silberhütte bei strahlendem Sonnenschein und idealen Schneebedingungen statt. Mehr als 100 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Oberpfalz waren am Start, um einen 2-km-Rundkurs mit 4 Parcours-Stationen (Slalom, Schlupftore, Übersteigen, Kreisel) möglichst schnell zu bewältigen. In der Mannschaft Mädchen III (Jahrgänge 2010 bis 2013) waren Merle Uschold, Lara Wisneth, Emma Pugner, Lena Schlierf, Emma Pugner, Veronika Götz, Sophie Neiß und Hannah Schardt am Start. Die fünf schnellsten Zeiten wurden als Mannschaftsergebnis zusammengezählt und damit stand fest, die Mädchen des Erasmus-Gymnasiums wiederholten ihren Sieg aus dem Vorjahr und konnten ihren Titel als Oberpfalzmeister verteidigen. In der Wettkampfklasse Jungen III kämpften für das Erasmus-Gymnasium Lukas Loos, Lukas Schlierf, Toni Auernhammer, Korbinian Fraas, Martin Fous und Leo Schärtl um den Titel. Und die Jungs aus Amberg holten sich mit einem riesigen Vorsprung ebenfalls den Oberpfalztitel! Eine grandiose Leistung, was beweist, dass die Schülerinnen und Schüler am Erasmus-Gymnasium nicht nur Sprachen lernen, sondern unter anderem auch sportlich sehr gut unterwegs sind. Seit einigen Jahren bietet das EG nämlich neben vielen anderen Wahlfächern auch Skilanglauf unter der Leitung von Frau Loos an. Die Gruppe trainiert, sobald die Kunstschneeloipe des SCMK Hirschau auf dem Rotbühlsender präpariert ist. Mit den Gold-Medaillen und der Siegerurkunde erhielten die Schülerinnen und Schüler die Einladung für die Bayerischen Schulmeisterschaften, die in Finsterau Anfang Februar stattfinden. Frau Astrid Paul-Locke mit ihrem Organisationsteam, die Helfer der Silberhütte und des Skiclubs Hirschau sowie das Zeitmessungsteam aus Hirschau sorgten für einen reibungslosen Ablauf und ein gelungenes Event.
Die Absolvia 1974 mit OStD Christian Weiß-Mayer (vorne 3. v. r.) (Bild: Thomas Pauli )

50-jähriges Abi-Jubiläum am Erasmus-Gymnasium

Nach 50 Jahren trafen sich sehr zahlreich die Absolventen des Abiturjahrgangs 1974 im Erasmus-Gymnasium Amberg. Oberstudiendirektor Christian Weiß-Mayer begrüßte die Ehemaligen in ihrer damaligen Schule. Im Rahmen einer Führung zeigte er alles Altehrwürdige und Neue. Schließlich bezogen die Jubilare damals in der Oberstufe mit als erste den damaligen Neubau. Viele alte Schulgeschichten lebten in der grundsätzlich wenig veränderten Atmosphäre wieder auf. Schon am Vorabend wurden bei den Zusammenkünften im Bootshaus und insbesondere am Festabend im Kummert Bräu die alten Erinnerungen mittels Präsentation alter Fotos noch intensiviert diskutiert. Ex-Forstbetriebsleiter Thomas Verron blickte in einer launigen Festrede in die Schulzeit während der 68-er Jugendrevoltezeit zurück. Zuvor nachmittags zeigte sich die Stadt Amberg bei einer oberpfälzisch-humorigen Führung durch den zeitweiligen Mitschüler Hans-Georg Schrüfer in ihrem heutigen besuchenswerten Glanz. Die meisten sind seit damals durch ihr Studium und Berufsleben über alle Teile Deutschlands verstreut und nach verstorbener Elterngeneration nur mehr selten im Raum. Nur einzelne, wie etwa die stadtbekannten Ex-Gastwirt und Braumeister Michael Schießl und Apotheker Johann Strobl halten die Heimatfahne hoch. Klaus Donderer, ehemaliger Leiter der Steuerabteilung International bei Südzucker aus Schwetzingen, hatte als Verwalter der Adresslisten das Treffen akribisch mit den ortsansässigen vorbereitet. Das Jubiläumswochenende fand in einem feierlichen Gottesdienst in Sankt Georg mit Lesung der Fürbitten durch die dort aktive Klassenkameradin Cornelia Seel einen würdigen Abschluss. Heute kaum mehr vorstellbar war vor über 50 Jahren für einige Fahrschüler noch Dampflokomotivenzeit.
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