Staad, staad eitz is Advent
Seit nunmehr 21 Jahren lädt der Josefshofer Hausg’sang in die Pfarrkirche „Maria Hilf“ in Premenreuth zu einem Oberpfälzer Adventsingen ein. Die Benefizveranstaltung sammelte dieses Mal Spenden für die Tafel im Landkreis Tirschenreuth, wofür man die Vorsitzende der Tafel, Frau Nicole Fürst, willkommen hieß. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Michael und der Vorstellung der Gruppen begannen die Bläser der Stadtkapelle Windischeschenbach mit einem furiosen „Herbei, o ihr Gläubigen“, dem später noch der „Andachtsjodler“, „Der Heiland ist geboren“ und „Als du kamst zur Erde nieder“ folgten. Josef Kämpf aus Stadt Eschenbach nahm mit dem Lied „Staad, staad, heint is Advent“ das Motto auf. „So ist jetzt die Zeit“, „Stille in den Bergen“ und den „Glockenjodler“ brachte er ebenso zu Gehör. Der Zitherclub Erbendorf sorgte mit seinen Saiteninstrumenten für etwas leisere Töne. Ihre Beiträge waren „A kalt’s Wasserl“, „In der Kirchenbank“, „Dem Christkindlboarischen“ sowie der „Inzeller Weihnachtsmusik“. Pfarrer Michael und der Josefshofer Hausg’sang trugen zusammen „Als Maria übers Gebirge ging“ und „Jetzt fangen wir zum Singen an“ vor. Später wurde von Edeltraud Frank und Christa Böhm noch „Still, ganz still“ und „Leicht a Stern“ gesungen. Heiteres und Besinnliches zur Adventszeit las und erzählte Bertram Erhardt aus Neustadt. Seine Texte reichten vom besinnlichen „Staad is“ bis zum heiteren „Der Christkindlmarktexperte“ und „Denkt’s doch a wengerl dra“. Wie in jedem Jahr ist der Abschluss des Adventsingens das Kommen der kleinen Weihnachtsengel. Mit ihren Wünschen um Frieden und Hilfe in der Not trafen sie genau die Themen der Zeit. Mit einem Wiegenlied und „Wos dout denn da Ochs im Kripperl drin“ sangen sie sich in die Herzen der Zuhörer, und es gab extra Applaus. Nach dem Segen des Pfarrers und seinen guten Weihnachtswünschen bedankte sich Edeltraud Frank bei allen Mitwirkenden für das kostenlose Mitmachen. Großer Beifall der Zuhörer war der Dank dafür sowie ein Spendenbetrag von 710 Euro. Dieser wurde sofort an Frau Fürst übergeben, die sich herzlich bedankte und sagte, dass das Geld sehr nötig gebraucht würde.