Im Rahmen eines innovativen Umweltprojekts haben die Schüler der 6. Klassen der Realschule im Stiftland aktiv zur Begrünung ihres Schulwaldes beigetragen. Unter dem Motto „Obstbäume im Schulwald pflanzen“ wurden verschiedene Obstbaumsorten gepflanzt, die zukünftig nicht nur den Wald verschönern, sondern auch zahlreiche Tier- und Insektenarten unterstützen sollen.
Gemeinschaftlicher Einsatz für die Natur
Die Initiative wurde von der Heinz Sielmann Stiftung gefördert und fand in enger Zusammenarbeit mit der Umweltstation Waldsassen und den Bayerischen Staatsforsten statt. Vertreter beider Institutionen – Claudia Dietz von der Umweltstation und Gerhard Schneider von den Bayerischen Staatsforsten – standen den engagierten Schülern beratend zur Seite. Gemeinsam erklärten sie, wie tief und breit die Pflanzlöcher ausgehoben werden müssen, um optimale Wachstumsbedingungen für die neuen Bäume zu schaffen.
Hochwertige Bäume für eine reiche Artenvielfalt
Dank der großzügigen Unterstützung des Obst- und Gartenbauvereins Mitterteich konnten alle Bäume als Hochstämme gesponsert werden. Es wurden unterschiedliche Sorten von Birnen-, Äpfel- und Kirschbäumen gepflanzt. Diese Bäume bieten nicht nur ein farbenfrohes Blütenbild im Frühjahr, sondern versorgen sind auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten, deren Lebensraum durch ein im Oktober von den 7. Klassen errichtetes Insektenhotel ergänzt wurde, sowie Rehe und weitere Waldbewohner.
Praktische Anleitung und gemeinschaftliche Arbeit
Nachdem die Fachleute den Schülern anschaulich demonstrierten, wie der Wurzel- und Pflanzschnitt fachgerecht durchgeführt wird – ein wichtiger Schritt, damit sich an den Wurzeln sogenannte Saugwurzeln bilden, die Wasser optimal aufnehmen können –, machten sich die jungen Helfer an die Arbeit. Mit kräftigen Händen gruben sie die Löcher aus, legten nach einer kurzen Stärkung Verbissschutz an und setzten zwei Holzpfosten ein, um den frisch gepflanzten Bäumen Stabilität zu verleihen. Zum Abschluss wurde jeder Baum mit einem Kokosseil fixiert und gründlich gewässert.
Ein stolzer Moment für alle Beteiligten
Die Aktion endete in einer Atmosphäre des Stolzes und der Zufriedenheit. Die Schüler können ihre gepflanzten Bäume jederzeit besuchen – auch gemeinsam mit ihren Familien – und sich darauf freuen, in einigen Jahren die ersten Früchte ihrer Arbeit ernten zu können. Mit dem Wissen, etwas Nachhaltiges für die Umwelt geleistet zu haben, verließen die jungen Helfer den Schulwald, während das Projekt einen bleibenden, lehrreichen Eindruck hinterließ. Dieses gelungene Zusammenspiel von Umweltbildung und praktischer Naturschutzarbeit wird den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.
Insgesamt zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie durch gemeinschaftliches Engagement und fachkundige Anleitung wertvolle Beiträge zum Erhalt und zur Verbesserung unserer natürlichen Lebensräume geleistet werden können.