Von links nach rechts: Vorstände Martina Schnurrer, Robert Zinnecker, Engelbert Franz, Ehrenmitglied Otto Schnierer, Vorstand Roland Heinrich, Ehrenmitglied Dr. med. Peter Fuchs. (Bild: Iris Heinrich )

BVS Reha-Sportverein Waldsassen feiert aktives Jahr auf Jahreshauptversammlung

Fast 80 Mitglieder kamen am 29. März zur Jahreshauptversammlung des BVS Reha-Sportvereins Waldsassen in die Gaststätte Sommer, darunter auch Bürgermeister Bernd Sommer und Hermann Müller, Bezirksvorsitzender des BVS Oberpfalz. Vorstand Robert Zinnecker führte durch das Programm und blickte auf ein aktives Vereinsjahr 2024 zurück. Sportvorständin Martina Schnurrer dankte dem fünfköpfigen Übungsleiterinnenteam, darunter vor allem Iris Heinrich, die die meisten Übungsstunden leistet, für ihr großes Engagement. Neue Gesichter stellten sich vor, darunter die frisch ausgebildete Übungsleiterin Tanja Scharnagl. Auch Kinderangebote aus dem Schützenbereich wurden vorgestellt. Ziel bleibt: mehr Mitglieder – gerne doppelt so viele bis zur nächsten Versammlung. Die sportliche Vielfalt kann sich sehen lassen: Von Herzsport über Orthopädie bis Wassergymnastik und Flugball – 466 Übungsstunden wurden 2024 angeboten. Finanzvorstand Engelbert Franz präsentierte einen stabilen Kassenstand. Die Kassenprüferinnen bestätigten eine einwandfreie Buchführung, und der Vorstand wurde entlastet. Bei den anschließenden Wahlen, moderiert von Bürgermeister Sommer, wurde das Vorstandsteam einstimmig im Amt bestätigt. Sommer kündigte schmunzelnd an, künftig vielleicht selbst einen Kurs zu besuchen: „Man werde ja nicht jünger.” Mitgliederzuwachs und Ernennung von Ehrenmitgliedern waren ebenfalls ein Highlight: Das 300. Mitglied, Irene List, wurde mit Blumen geehrt. Mittlerweile zählt der Verein bereits 310 Mitglieder. Otto Schnierer, Dr. med. Peter Fuchs und Dr. med. Jürgen Mahner wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vorgestellt wurden außerdem: eine neue Vereins-Trinkflasche und ein geplanter Ausflug nach Lauscha und zum Thüringer Meer. Zinnecker sprach abschließend über sportliche Zukunftsideen wie Hallenboccia. Das Fazit: Der Verein lebt – dank engagierter Menschen, sportlicher Vielfalt und der Freude an gemeinsamer Bewegung. Ein gemütliches Beisammensein rundete den gelungenen Nachmittag ab.
Die Neugeborenen mit ihren Eltern beim Empfang im Feuerwehrgerätehaus Waldsassen gemeinsam mit 1. Bürgermeister Bernd Sommer (links) und den Vertretern der verschiedenen Organisationen. (Bild: Florian Müller)

Viele Informationen für frischgebackene Eltern

Ihren traditionellen Neugeborenenempfang veranstaltete die Stadt Waldsassen wieder am vergangenen Sonntagnachmittag. Dabei gab es im letzten halben Jahr nicht so viele Kinder wie gewöhnlich. Dennoch standen 15 Neugeborene auf der Liste der Stadt. „Wir freuen uns über jedes Neugeborene und wollen das auch zeigen”, erklärte 1. Bürgermeister Bernd Sommer bei der Veranstaltung im Feuerwehrhaus. Er verwies darauf, dass die Stadt immer bemüht sei, familienfreundlich zu sein. „Derzeit werden die Spielplätze hergerichtet”, so Sommer über das aktuelle Augenmerk. Aber auch die Ganztagsklasse an der Schule oder das Thema Kinderarzt stehen auf der Agenda. Bei letzterem erhofft sich Bernd Sommer auch einen Vorteil durch das geplante kommunale MVZ. „Dadurch wäre es beispielsweise auch leichter möglich, einen Kinderarzt in Teilzeit einzustellen.” Diana Männer stellte als Familienbeauftragte weitere Angebote wie das Familiencafé vor. „Hier steht vor allem der Austausch zwischen den Eltern im Vordergrund.” Ein weiteres Angebot ist das Netzwerk „Koki” im Landkreis. Die Eltern-Kind-Gruppe stellte Theresa Richtmann vor. Diese richte sich an eine Altersgruppe von 0-3 Jahren und treffe sich einmal in der Woche. Bei den Terminen wird gebastelt, gesungen, getanzt und gespielt. „Das zehnte Treffen ist ohne Kinder, nur für die Eltern, zum entspannten Austausch untereinander.” Helmut Zeitler von der BRK Bereitschaft Waldsassen informierte über den Kurs „Erste Hilfe am Kind”. Von den drei Terminen sei einer davon auch in Zusammenarbeit mit einer Kinderärztin. Feuerwehr-Kommandant Tobias Tippmann informierte anschließend über Brandgefahren im Haushalt. „Dabei sind vor allem Akkus in den letzten Jahren zu einer Gefahrenquelle geworden.” Abschließend erhielt jedes Kind eine Tasche mit verschiedenen Präsenten: Viel Infomaterial, ein Löschspray zur Bekämpfung von Entstehungsbränden, ein Halstuch der Stadt Waldsassen und eine Rolle Müllsäcke. „Diese wurden uns von der Eltern-Kind-Gruppe empfohlen mit dazuzugeben, da in den ersten Monaten nach der Geburt oft mehr Müll anfällt”, so die Verantwortlichen.
Auf dem Foto von links: Benjamin Heller, Markus Schwägerl und Reinhard Heller sowie Sophia Forster vom Tierheim. (Bild: Benjamin Heller )

Tierheim Tirschenreuth erhält 500 Euro Spende von Löwenfreunden Waldsassen

Besuch von den Löwenfreunden Waldsassen erhielt das Tirschenreuther Tierheim in diesen Tagen. Grund war die Übergabe eines Spendenschecks in Höhe von 500 Euro. Der Geldbetrag wurde bei der Versteigerung von Fanartikeln bei der Weihnachtsfeier erzielt und nun übergeben. Die Leiterin des Tierheimes Frau Daniela Riedl und die ehrenamtliche Mitarbeiterin Sophia Forster nahmen, begleitet von 3 Hunden, welche die „Löwen“ gleich beschnupperten, den Scheck entgegen. Frau Riedl führte anschließend durch das Tierheim, das zurzeit von ca. 100 Katzen, 23 Hunden und mehreren Kleintieren bewohnt wird. Wie dringend das Geld gebraucht wird, zeigte die Leiterin an einigen Fällen der jüngsten Vergangenheit auf. Man freue sich zwar sehr über Futterspenden, jedoch können mit diesen nicht alle Notwendigkeiten abgedeckt werden wie Kosten für Putzmittel, Hygieneartikel, Decken, Kosten für Tierärzte, usw. Wie jeder weiß, der einkaufen muss, ist eben alles sehr viel teurer geworden. Wie sich die 60er-Fans überzeugen konnten, ist auch die Bausubstanz sehr in die Jahre gekommen und viele notwendige Reparaturarbeiten können nur provisorisch ausgeführt werden. Deshalb seien Geldspenden für das Heim sehr wichtig. Besonders wichtig seien auch regelmäßige Zuwendungen, damit man eine gewisse Planungssicherheit habe. Die Abordnung des Fanclubs betonte auch, dass die Wahl, wer dieses Jahr die Spende erhalten sollte, auf das Tierheim fiel, weil es unverständlich sei, dass sich mehrere Räte von Städten und Gemeinden über eine Erhöhung der „Prokopfabgabe“ um 30 Cent für das Heim beschweren. Dies sei wahrlich keine Summe über die es sich aufzuregen lohne und für die auch noch durch Bürokratieaufwendungen Rechenschaft abgelegt werden soll, wenn sowieso schon Personalnotstand herrsche. Andererseits werden Erhöhungen von Baukostenmaßnahmen in 6-stelliger Höhe durchgewunken. Vielleicht ist ja jemand von den Rätinnen und Räten bereit, den bürokratischen Aufwand ehrenamtlich zu erledigen. Zu bedenken sei auch, dass, sollte das Tierheim seine Aufgaben nicht mehr bewältigen können, diese Aufgaben bei den Städten und Gemeinden bleiben würden. So bleibt als Resümee die Hoffnung, dass sowohl die berühmte Leidensfähigkeit der Löwenfans als auch die der Bewohner im Tierheim irgendwann ein gutes Ende finden möge.
Kinderhausleiterin Katja Bloßfeldt überreichte Thomas Donner nach seinem Vortrag im Johanniter-Kinderhaus Waldwichtel in Waldsassen ein kleines Geschenk. (Bild: Franziska Trubiano)

Nachhaltigkeit im Johanniter-Kinderhaus Waldwichtel in Waldsassen

Wie können wir im Johanniter-Kinderhaus Waldwichtel in Waldsassen noch nachhaltiger arbeiten und handeln? Mit dieser Frage beschäftigten sich neulich Eltern und Personal am Elternabend in der Einrichtung am Stationsweg in Waldsassen. Um neue Impulse zu bekommen, berichtete Wildnispädagoge Thomas Donner aus Schönwald von seiner Arbeit. Die Wildnispädagogik entstand aus einem anerkannten Mangel – der Verlust der Verbindung zur Natur und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen. Daraus entwickelte sich ein pädagogisches Konzept, um die Natur als Raum für Entwicklung und Förderung jeden Alters zu nutzen. Von Spurensuche, über Pflanzenbestimmung bis hin zum Survivaltraining, bietet die Wildnispädagogik viele Facetten. Nachhaltigkeit in der Kita basiert auf drei Dimensionen: Ökonomische Nachhaltigkeit, beispielsweise durch verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, durch langlebige Spielmaterialien. Soziale Nachhaltigkeit, etwa die Förderung des Gemeinschaftssinns, Empathie und Gerechtigkeit durch gewaltfreie Kommunikation. Die dritte Säule ist die ökologische Nachhaltigkeit, wie z.B. umweltbewusste Handeln im Alltag. Das Kinderhaus kann bereits eine Vielzahl dieser Punkte im Alltag einbinden und umsetzen, wie etwa der nachhaltige Einkauf von Büromaterialien, den bewussten Umgang mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln, sowohl bei der Beschaffung als auch bei der Verarbeitung. Durch das hauseigene Küchenteam, dass die Brotzeit, sowie das Mittagessen selbst zubereitet, wurde das Wegwerfen von Lebensmitteln enorm verringert. Ebenso funktioniert die Kommunikation fast ausschließlich papierlos. In Kleingruppen durften die Eltern im Anschluss aktiv werden und ihre eigenen Ideen einbringen und auf Blättern notieren. Diese durften dann am „Baum der Nachhaltigkeit“ angebracht werden. Die Einfälle und Vorschläge aus der Elternschaft sollen dann bei einem Teamtag des Kinderhauspersonals im Mai besprochen und über eine Umsetzung diskutiert werden.
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Niederlage für Schachclub Waldsassen

Rückschlag für den Schachclub Waldsassen: Im schwierigen Auswärtsspiel der Bezirksliga Oberfranken Ost am vergangenen Sonntag gegen den Meisterschaftsanwärter ATSV Oberkotzau konnten die Stiftländer zwar über weite Strecken der Begegnung durchaus Paroli bieten, mussten sich aber trotz der beherzten Gegenwehr nach über vierstündiger Spielzeit mit 2:6 geschlagen geben. Damit steht der Schachclub mit 4:10 Punkten bei 25,5:30,5 Brettpunkten weiterhin auf dem achten Tabellenplatz der Bezirksliga. Angesichts der engen Tabellenkonstellation im Auf- und Abstiegskampf der Bezirksliga war von vornherein für Spannung gesorgt, dementsprechend entwickelten sich von Beginn an interessante und intensive Positionskämpfe an den einzelnen Spielbrettern, die nach mehrstündiger Spielzeit im Endergebnis schließlich doch zugunsten der favorisierten Oberfranken ausfielen. Während Markus Fröhlich, Uwe Braunschläger, Georg Wurzer und Matthias Vogl jeweils einen Teilerfolg zum Mannschaftsergebnis beitragen konnten, mussten Michael Schmid, Vera Lorencova, Alexander Stich und Florens Hertel ihre Partie jeweils aufgeben. In der nächsten Begegnung in zwei Wochen treffen die Klosterstädter auf den Tabellendritten SV Thiersheim. Auch die zweite Mannschaft des Schachclubs war bereits am vorvergangenen Wochenende wieder im Einsatz. Dabei mussten die Klosterstädter in der B-Klasse Marktredwitz/Stiftland mit dem 1:3 gegen die zweite Mannschaft der SG Mehlmeisel/Tröstau im vierten Saisonspiel die dritte Niederlage hinnehmen. Für den Waldsassener Gewinnpunkt sorgte Florens Hertel, wohingegen Matthias Vogl und Johannes Schwientek ihre Partien jeweils aufgeben mussten.
Die geehrten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Waldsassen gemeinsam mit dem Vorsitzenden Michael Fortelny (hinten, 5. von rechts) und 2. Bürgermeister Markus Scharnagl (hinten, 3. von links). (Bild: Florian Müller)

Weniger Einsätze und viele Ehrungen bei der Feuerwehr Waldsassen

Von 83 Einsätzen berichtete Kommandant Tobias Tippmann bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldsassen am vergangenen Samstagabend im Gasthof „Prinzregent Luitpold”. 22 Brandeinsätze waren zu verzeichnen. „Als Besonderheiten sind vor allem ein Küchenbrand in Kondrau sowie ein Heizungsbrand in Bad Neualbenreuth zu nennen“, blickte Tobias Tippmann zurück. Auch die Wachbesetzung in Marktredwitz während des Großbrandes in Wunsiedel sei nicht alltäglich gewesen. Im Gegensatz dazu standen vor allem zwei Einsatzstichwörter im vergangenen Jahr häufig auf den Funkmeldern: Drehleiterrettungen und Türöffnungen. „Hierbei hat sich auch die medizinische Ausbildung einiger Kameraden bewährt.“ Denn Rettungswägen würden oft länger brauchen, die Feuerwehr sei dann schon oft vor Ort und müsse die Zeit überbrücken. „Die Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen wie Polizei und Rettungsdienst klappt hervorragend“, so Tippmann weiter. „12 Personen konnten im vergangenen Jahr durch unseren Einsatz gerettet werden“. Um die Einsätze gut zu meistern seien auch viele Übungen nötig. Dabei hob er die gemeinsamen Termine mit der Berufsfeuerwehr Eger hervor oder auch Objektbesichtigungen wie der neue EDEKA-Markt oder das Johanniter Kinderhaus Waldwichtel. „Wir sind auch am Thema Blackout dran“, verkündete er und verwies auf die Haustechnik im Feuerwehrhaus. Dieses könne im Falle eines längeren Stromausfalls weiter versorgt werden. Auch theoretische Themen wie Biogasanlagen und deren Gefahren sowie die Elektromobilität standen auf dem Übungsplan. „Hierbei zeigte sich auch, dass die Gefahr meist nicht größer ist als bei normalen Autos.“ Ein Problem sei bei der Ausbildung, dass wenige Plätze an den Feuerwehrschulen zur Verfügung stünden. „Da haben wir schon einige auf der Warteliste“, bedauerte der Kommandant. Die meisten Übungen besuchte Michael Lochner, der zum Dank dafür ein Löschspray erhielt. Tobias Tippmann betonte auch, wie viele zu einer erfolgreichen Feuerwehrarbeit beitragen würden. „Wir haben hier ein Klasse Team, vielen Dank an euch alle für die großartige Unterstützung und das Engagement.” 1. Bürgermeister Bernd Sommer merkte bei seinem Grußwort an: „Jeder, der in Waldsassen ein Haus hat, sollte förderndes Mitglied bei der Feuerwehr sein. 12 Euro Jahresbeitrag sind wirklich nicht zu viel.“ Nachdem eine kleine Satzungsänderung vollzogen wurde standen noch einige Ehrungen langjähriger Mitglieder auf dem Programm. Für 10 Jahre wurden Lena Gralla, Josef Siller und Christian Urbanek geehrt. 20 Jahre dabei sind René Friedrich, Benjamin Müller, Stefanie Ott, Lars Siller und Bernd Simon. Für 30 Jahre ausgezeichnet wurden Johannes Fortelny, Michael Fortelny, Alois Kirschbaum, Peter Lange, Lothar Siller, Ferdinand Sperber, Willibald Zeitler, Günter Siller und Jürgen Zottmeier. Eine Urkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielten Peter Christ, Werner Eckstein, die Glashütte Lamberts, Fritz Gralla, Hans Grillmeier, Reinhard Heller, Georg Koch, Adolf Mohr, Bernhard Panrucker, Axel Spachtholz und Otto Summer. Vorsitzender Michael Fortelny bedankte sich für deren Treue und merkte an, dass es noch ein Jubiläum im vergangenen Jahr zu feiern gab: „Wir sind seit 25 Jahren im neuen Feuerwehrgerätehaus an der Bahnhofstraße.“ Zudem bedankte er sich auch bei der Stadt Waldsassen und allen Aktiven für deren Unterstützung. Einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr gäben auch die Jahresberichte, die in den kommenden Tagen an alle Haushalte verteilt werden.


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Kommandant Tobias Tippmann (sitzend, rechts) und 2. Bürgermeister Markus Scharnagl (stehend, links) mit den beförderten Feuerwehrmännern und dem scheidenden Kreisbrandmeister Wolfgang Fischer (stehend, rechts). Sein Nachfolger wird Felix Kubitschek (sitzend, zweiter von rechts). (Bild: Florian Müller)

„Wandel und Wechsel“ bei der Feuerwehr Waldsassen

Eigentlich hieß es im Vorfeld, die Jahresmitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Waldsassen werde diesmal recht unspektakulär. Es stünden keine Neuwahlen an und das Jahr war auch einsatztechnisch nichts besonderes. Und doch stellten die Verantwortlichen um Kommandant Tobias Tippmann ganz entscheidende Weichen für die Zukunft. Von einem „Wandel und Wechsel“ sprach Vorsitzender Michael Fortelny deshalb. „Den gibt es derzeit nicht nur in der Politik, sondern auch bei uns in der Feuerwehr. Im Gegensatz zur (Welt)politik verlaufe dieser aber ohne Unruhen.“ Galt es doch am vergangenen Samstagabend vor allem, den bisherigen Kreisbrandmeister (KBM) Wolfgang Fischer, der für den Bereich Waldsassen und Bad Neualbenreuth zuständig ist, aufgrund des Erreichens der Altersgrenze zu verabschieden. „Du hast deine Heimatfeuerwehr nie vergessen und immer auf uns geschaut. Du warst auch immer zur Stelle, wenn es deine Tätigkeit als KBM zugelassen hat“, so Tobias Tippmann. Wolfgang Fischer war seit 24 Jahren in dieser Funktion tätig. Bekannt war er zudem in seinen Funktionen als Atemschutzausbilder und als Schiedsrichter bei Leistungsprüfungen. „Da das Gesetz zur Verlängerung der Feuerwehrdienstzeit bis 67 Jahre noch nicht beschlossen ist, aber in absehbarer Zeit kommt, wirst du zunächst einmal bis zu dessen Inkrafttreten vom aktiven Feuerwehrdienst beurlaubt. In der Hoffnung, du kannst uns dann noch als aktiver Feuerwehrler etwas unterstützen“, erklärte Kommandant Tobias Tippmann. Als Dank für seine Tätigkeit als Kreisbrandmeister erhielt Fischer einen Essensgutschein sowie einen Blumenstrauß für seine Frau, die ihn stets den Rücken frei hielt. Nachfolger als Kreisbrandmeister wird der bisherige Jugendwart Felix Kubitschek. Er war seit 2014 in der Jugendarbeit der Wehr tätig, zuerst als Schüler- und dann als Jugendwart. „Viele der heute aktiven Kameradinnen und Kameraden durften deine Ausbildung bisher genießen“, so Tippmann über den scheidenden Jugendwart. Jetzt trete er in große Fußstapfen. „Aber wir sind uns sicher, dass du das schaffst.“ In einem Abschiedsvideo, gedreht von der Jugendfeuerwehr, bedankten sich viele Weggefährten für sein Engagement als Jugendwart. Sein Nachfolger wird der bisherige Stellvertreter, Julius Wilholm. Neben diesen Personalwechseln gab es auch einige Beförderungen. So wurden René Friedrich und Felix Kubitschek zum neuen Löschmeister ernannt – letzterer eben auch aufgrund seiner Ernennung zum neuen Kreisbrandmeister. Damit fungieren nun beide künftig bei Einsätzen als Gruppenführer und unterstützen bei der Ausbildung der Kameraden. Aufgrund ihrer abgeschlossenen Grundausbildung wurde Daniela Stark zur Feuerwehrfrau sowie Timo Saller, Christoph Schmid, Christian Urbanek und Hans-Joachim Winkler zum Feuerwehrmann ernannt. Benjamin Müller wurde zum Oberlöschmeister befördert, Roman Kirschbaum und Florian Meyer zum Hauptlöschmeister.
Im Bild sitzend v.l.n.r.: Schatzmeisterin Inge Kausler, stv. Vorsitzende Franziska Härtl, Schriftführerin Sabine Schiml, Vorsitzender Markus Scharnagl, Beisitzerin Gudrun Sirtl, FU-Vorsitzende Katja Bloßfeldt, Beisitzerin Diana Männer. Stehend v.l.n.r: Bürgermeister und stv. Vorsitzender Bernd Sommer, Fraktionsvorsitzender und Beisitzer Andreas Riedl, MdL Tobias Reiß, Beisitzer Benedikt Sommer, Beisitzer Felix Haberkorn, Digitalbeauftragter und Ortsgeschäftsführer Sebastian Koch, stv. Vorsitzender Jörg Wifling, Beisitzer Hans Grillmeier, Kassenprüfer Oskar Sommer, stv. JU-Vorsitzender und Beisitzer Nico Sommerer (Bild: Ferdinand Sperber)

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des CSU-Ortsverbands Waldsassen

Nach der Wahl ist vor der Wahl – so könnte die Überschrift zur Ortshauptversammlung der CSU Waldsassen auch lauten. Mit Durchweg einstimmigen Ergebnissen, wurde die Ortsvorstandschaft unter der Leitung von Hans Grillmeier neu gewählt. Ein klares Signal der CSU-Familie Waldsassen - am Tag genau, ein Jahr vor der Kommunalwahl am Sonntag, den 08. März 2026. Scharnagl konnte in seinem Bericht über eine Vielzahl von Veranstaltungen, sowohl politisch als auch gesellschaftlich, berichten. Highlights im Jahreszyklus sind der Fasching 60+, der Heimatabend im Kunsthaus, der Sommerausflug und das Familienfest. Dank galt hier der Vorsitzenden den Frauen Union Katja Bloßfeldt und Franziska Härtl, die in den letzten Jahren die Geschicke der Jungen Union leitete. „Der Gedanke als eine CSU-Familie zu agieren, steht immer im Vordergrund“, betonte Scharnagl, ebenso wie Bloßfeldt in ihrem Bericht für die Frauen Union. Den Bericht für die Junge Union trug Nico Sommerer, stellvertretend für Max Siller, vor. Nach dem Bericht der Schatzmeisterin Inge Kausler wurde die Vorstandschaft durch die Kassenprüfer Oskar Sommer und Christian Kraus einstimmig entlastet. Bürgermeister Bernd Sommer griff in seinem Grußwort das Ergebnis der Bundestagswahl auf. „MdB Albert Rupprecht ist immer zur Stelle und er ist der verlässliche Partner für Waldsassen in Berlin“, gratulierte Sommer Rupprecht zum Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag. Es sei wichtig, so Sommer, dass nun schnell ein tragfähiger Koalitionsvertrag entstehe. „Es geht darum, dass Landkreise und Kommunen wieder bundes- und landespolitisch verlässliche Rahmenbedingungen bei ihren nicht einfachen Aufgaben haben“, erklärte Sommer. Er erläuterte, dass Waldsassen sich gerade auf den Weg mache, ein MVZ ins Leben zu rufen. Am Ende der Versammlung, bei der neben der Ortsvorstandschaft auch die Delegierten in die Kreisvertreterversammlung gewählt wurden, verwies Scharnagl noch auf eine Reihe von Terminen in der Jahresplanung. Die Vorbereitungen zur Kommunalwahl mit Nominierungsversammlungen und Veranstaltungen sind bereits in Planungen.
Vorsitzender Michael Fortelny (links) und Erster Bürgermeister Bernd Sommer (rechts mit dem Franziskuskreuz aus der Glashütte Lamberts) mit dem zum Ehrenvorsitzenden des Gerwig-Kreises ernannten Manfred Brunner. (Bild: Hermann Müller)

Manfred Brunner übergibt nach 36 Jahren als Vorsitzender an Michael Fortelny

Eine 36jährige Ära als Vorsitzender des Gerwig-Kreises Waldsassen geht zu Ende. Manfred Brunner stellte sich in der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl. Sowohl der geschäftsführende Hauptvereinsvorsitzende des Oberpfälzer Waldvereins Michael Koller als auch erster Bürgermeister Bernd Sommer würdigten in ihren Grußworten dessen jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit. Wie Koller darlegte war Brunner seit 1997 auch im Beirat des Hauptvereins aktiv und sei bei seinem Wirken immer vorangegangen. Alles habe er ehrenamtlich geleistet und sich die Auszeichnungen wie das Ehrenzeichen in Gold redlich verdient. Sommer hatte als besonderes Geschenk das wertvolle Franziskus-Kreuz aus der Glashütte Lamberts mitgebracht und betonte die Verbundenheit der Stadt mit dem Gerwig-Kreis und insbesondere mit dem langjährigen Vorsitzenden. Er habe schon als Leiter des heimatkundlichen Arbeitskreises Maßgebliches zur Entwicklung der Stadt Waldsassen beigetragen. Zahlreiche Veröffentlichungen und Projekte habe er initiiert und verantwortlich mitgestaltet. Der neue Vorsitzende Michael Fortelny rannte mit seinem Antrag zur Ernennung seines Amtsvorgängers zum Ehrenvorsitzenden in der Versammlung quasi offene Türen ein. Mit einer großen Urkunde konnte er die Auszeichnung sofort vollziehen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass er die großen hinterlassenen Fussstapfen mit Hilfe der Vorstandschaft ausfüllen könne. Zur Unterstützung wird Brunner weiterhin als Beirat im Gerwig-Kreis mitarbeiten.
 „Lachen ist gesund” Vortrag von Georg Pilhofer, Diplom-Sozialpädagoge (FH) und Gerontotherapeut  (Bild: Sabine Graser)

Pensionistentreffen des BLLV Kreisverbands Tirschenreuth-Waldsassen

Der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband hält für seine Mitglieder auch in der Pension vielfältige Serviceangebote bereit. Pensionistenbetreuer Klaus Wendler hatte dabei zum jährlichen Pensionistentreffen nach Waldsassen eingeladen. Zahlreiche Mitglieder folgten der Einladung zu einem interessanten Vortrag. Georg Pilhofer, Diplom-Sozialpädagoge (FH) und Gerontotherapeut bei der Diakonie Sulzbach-Rosenberg, konnte als Referent des Nachmittags das ernste Thema der seelischen Gesundheit im Alter auf unterhaltsame Weise in vielfältiger Weise beleuchten. Vergesslichkeit, Demenz und Einsamkeit, die in Deutschland als die Hauptängste statistisch genannt werden, mit Humor und Heiterkeit vorzubeugen und zu begegnen war dabei sein Hauptthema. Humor steckt genauso an wie schlechte Laune. „Der Heiterkeit sollen wir, wann immer sie sich einstellt, Tür und Tor öffnen; denn sie kommt nie zur unrechten Zeit.“ als Zitat des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer, war dabei nur ein Beispiel, das er einbrachte. In fröhlicher Runde trugen die Teilnehmer des Treffens weitere eigene Beispiele von Redewendungen zum Lachen und Witze bei. Nicht das Alter sei das Problem, führte Pilhofer aus, eher unsere Einstellung dazu. Wichtig gegen drohende Einsamkeit seien soziale Verbindungen und Kontakte, die mit Humor leichter geschaffen werden können, denn dieser bringt bekanntlich die Menschen zusammen. Pilhofer, der auch in der Beratung im sozialpsychiatrischen Dienst des Bezirks Oberpfalz tätig ist, betonte dabei auch die Bedeutung der guten Vernetzung aller Leistungsanbieter und stellte Netzwerkpartner in der Region vor. Klaus Wendler und Sabine Graser, erste Vorsitzende des Kreisverbands bedankten sich mit einem kleinen Präsent für den gewinnbringenden Nachmittag, bei dem in geselliger Runde die Zeit wie im Flug vergangen war. Zum Abschluss waren alle Anwesenden zum weiteren Verbleib im Gästehaus St. Josef eingeladen zum nachfolgenden Essen, bei dem auch noch viel gelacht wurde. Mit nachhause nehmen konnten alle zusätzliches Informationsmaterial sowie die Gewissheit des guten Zusammenhalts im Berufsverband und seine Verbindungen in Fragen zu allen Lebenslagen.
Die neu gewählte Vorstandschaft der Jugendfeuerwehr Waldsassen mit Kommandant Tobias Tippmann (rechts), Schülerwart Georg Mayer (rechts oben), dem neuen Jugendwart Julius Wilholm (daneben) und dem bisherigen Jugendwart Felix Kubitschek (links). (Bild: Florian Müller)

Jonathan Blessenberger neuer Jugendsprecher

Auf über 80 Termine blickte die Jugendfeuerwehr Waldsassen bei ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Montag zurück. Dabei wurde auch neu gewählt. Zunächst berichtete Jugendwart Felix Kubitschek vom Mitgliederstand, der sich auf 20 Mitglieder in der Jugendgruppe und 14 in der Schülergruppe beläuft. Die Gruppenstunden im vergangenen Jahr waren mit abwechslungsreichen Themen belegt, beispielsweise Fahrzeugkunde, Absturzsicherung und der Umgang mit dem Sprungretter. „Highlights waren zwischendurch der Besuch der Eishalle in Mitterteich, die Betreuung des Osterfeuers, gemeinsame Unternehmungen mit der Jugendfeuerwehr Nabburg und die 24h-Schicht in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz”, so Kubitschek. Bei den Neuwahlen wurde Jonathan Blessenberger neuer Gruppensprecher, Mia Saller ist dessen Stellvertreterin. Magdalena Ernst ist für die Kasse zuständig, Max Tippmann und Milena Hauer sind Kassenprüfer. Kommandant Tobias Tippmann dankte den Jugendlichen für ihr Engagement und munterte diese auf, weiter dabei zu bleiben. „Feuerwehr macht schon in der Jugend Spaß. Aber später natürlich noch mehr, wenn man dann mit ausrücken darf, also bleibt dran!” Einen besonderen Moment gab es dann noch zum Schluss: Aufgrund neuer Aufgaben in der Feuerwehr wird Felix Kubitschek künftig nicht mehr als Jugendwart tätig sein. Sein Nachfolger wird der bisherige Stellvertreter Julius Wilholm. Kommandant Tobias Tippmann und die Jugendsprecher bedankten sich bei Kubitschek für sein Engagement: „Wir konnten viele schöne Momente mit dir in der Jugend erleben.”
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