Mit der Verleihung des „Goldenen Tarzisius” vom Bistum Regensburg durften sich die Eslarner Ministrantinnen und Ministranten über eine noch nie dagewesene und einzigartige Auszeichnung freuen. Das Ehrenamt eines Messdieners übernehmen in Eslarn 34 Mädels und Jungs. Die jugendliche Solidargemeinschaft übt nicht nur den liturgischen Dienst mit Leidenschaft aus, sondern sie treffen sich auch zu gemeinsamen Unternehmen. In den letzten Jahren wurden unzählige Aktionen und Unternehmungen bei den Eslarner Ministranten in und außerhalb der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt umgesetzt. Und genau mit diesen bewarb sich Nicola Hummer bei dem Bischöflichen Jugendamt. Gespannt wartete die Kirchenpflegerin auf eine Rückantwort von Regensburg. „Als endlich eine E-Mail kam, konnte ich es nicht glauben. Wir hatten wirklich gewonnen.” Vor allem die Sternenhimmel Aktion mit 620 selbst gebastelten Sternen und Engeln in der Eslarner Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt” berührte nicht nur viele Gläubige, sondern auch die Jury beim Bischöflichen Jugendamt. Mit Eslarn wurden noch zwei weitere Pfarreien ausgezeichnet. Die frohe Botschaft verbreitete sich in Windeseile. Bei der feierlichen Preisverleihung im Jugendpastoralzentrum drückten die Fachstellenreferenten Martina Kohl und Winfried Brandmaier von der Ministrantenpastoral ihren großen Respekt für die Arbeit der „Minis“ aus. In einer Videobotschaft dankte der Generalsekretär des Internationalen Ministrantenbundes, Tobias Knell, den jungen Preisträgern für ihr Engagement: „Vor allem gratuliere ich aber uns, der Kirche, dass wir solch tolle Menschen haben, die sich so sehr einsetzten!” Beim Stehempfang und der Verleihung der äußerst seltenen Trophäe durften die festlich gekleideten Auserwählten aus Eslarn über einen roten Teppich gehen und sich über die außergewöhnliche Verleihung freuen. „Ihr alle seid Vorbilder des Glaubens”, so die überwiegende Aussage. Beim anschließenden Gottesdienst ging Franz Pfeffer, Direktor der Berufungspastoral, darauf ein, warum der Heilige Tarzisius der Patron der Ministranten ist. Tarzisius war der Legende nach ein Junge, der zur Zeit der Christenverfolgungen im Römischen Reich in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in Rom lebte und der Schutzheilige der Ministranten ist. „Er ist genau das, was Ministranten heute leisten: Sie engagieren sich für die Gemeinschaft mit Gott und sind lebende Zeugen des Glaubens.” Direktor Pfeffer segnete die Statuen des Heiligen Tarzisius, von denen es weltweit derzeit nur vier Exemplare gibt. Drei gingen in die Gewinner-Pfarreien des Bistums und die Vierte wurde bei der letztjährigen Ministrantenwallfahrt dem Hl. Vater übergeben. Nach einem ereignisreichen Tag mit Festakt, Mittagessen, Kirchenführung in St. Emmeram und Gottesdienst in der Wolfgangskrypta kehrten die Ministranten schließlich mit dem Goldenen Tarzisius in ihre Pfarreien zurück. Diese Auszeichnung ist laut Pfarrer Erwin Bauer nicht nur eine Anerkennung für ihr bisheriges Wirken, sondern dient auch als Ansporn, weiterhin Vorbild im Glauben zu sein. Den Gratulationen schloss sich Pfarrvikar Basil an. Die außergewöhnliche Auszeichnung feierte Nicola Hummer im Pfarrheim mit den Ministrantinnen und Ministranten und ihrem Helferteam, bei denen sie sich recht herzlich bedankte. Ohne die Unterstützung ihrer fleißigen Helfer wäre das alles nicht möglich.