Die Wasserwacht im Bezirk Niederbayern/Oberpfalz hat ihren Jahresausklang bei einer Donau-Schifffahrt gefeiert. Auf der „Kristallprinzessin” erhielten mit dem amtierenden Bezirksvorsitzenden Hans Nothaft (BRK-Kreisverband Rottal-Inn), seinem ersten Stellvertreter Reinhard Hösl (BRK-Kreisverband Schwandorf) und dem langjährigen Funktionär auf Bezirks- und Landesebene, Andreas Dietz (Kreisverband Passau), drei langjährige Funktionäre das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes. Es ist die höchste Würdigung, die in der Hilfsorganisation verliehen wird.
BRK-Vizepräsident Andreas Krahl, selbst seit langem bei der Wasserwacht aktiv, würdigte das ehrenamtliche Wirken vor Ort. Für andere da zu sein, der Rot-Kreuz-Gedanke, „all das macht diese Menschen aus, die heute auf diesem Schiff sind. Das sind die Menschen, die weit über das normale Maß hinaus das tun, was leider Gottes in unserer Gesellschaft viel zu wenig vorhanden und für viele selbstverständlich ist”, sagte der Ehrengast aus Oberbayern und sprach den Wasserrettern seinen Dank aus. „Für all das, was ihr für uns als BRK macht, für das, was ihr als Wasserwacht macht und nicht zuletzt für das, was ihr für diese Gesellschaft tut, die in den schlimmsten Lebenslagen auf Menschen wie euch angewiesen ist.”
Andreas Krahl stellte in seiner Laudatio die Verdienste von Reinhard Hösl heraus, der seit 1975 Wasserwachts-Mitglied ist. Erste Führungserfahrungen sammelte der Oberpfälzer von 1985 bis 1989 als Jugendleiter der Ortsgruppe Nabburg. Von 1989 bis 1993 stand er an deren Spitze. Von 1993 bis 2001 brachte er sich als Jugendleiter der Kreis-Wasserwacht Schwandorf ein, deren Vorsitz er von 2001 bis 2013 inne hatte. Von 2013 bis 2017 wirkte er als zweiter stellvertretender Vorsitzender des Wasserwachtbezirksverbands, seit 2017 als erster stellvertretender Vorsitzender.
Krahl bezeichnete den Nabburger, der bereits eine Vielzahl an Ehrungen erhalten hatte, als „wahnsinnig engagiert”. Hösl habe einen breiten Erfahrungsschatz. Mit ihm habe die Wasserwacht seit 1975 jemanden, der die Ideale und Grundsätze des Roten Kreuzes in sich trage und versuche, sie an junge Menschen weiterzureichen. Sein Herzensanliegen sei stets die Schwimmausbildung und Jugendarbeit gewesen. „Dank solcher Leute wie dir, schaffen wir es als Wasserwacht überhaupt erst, dass wir unsere Arbeit machen können. Ich glaube, es gibt kaum Menschen, die auf eine solche Historie innerhalb des Verbandes zurückblicken können”, sagte der BRK-Vizepräsident.