Sängergruppen-Vize Thomas Wegmann lobte den Trabitzer Männergesangverein (MGV) bei dessen Hauptversammlung als besonders „aktive Truppe“ in der „Sängergruppe Max Reger“ des Fränkischen Sängerbundes und nannte die Singgemeinschaft mit dem „Kulmianer“-Chor aus Neustadt am Kulm ein musikkulturelles Aushängeschild der Kulmregion. Zweiter Bürgermeister Josef Marzi erinnerte an den Gemeindeabend im vergangenen Herbst, bei dem die Sänger mit anspruchsvollen Liedvorträgen als „stärkste Gruppe“ überzeugt hätten. Von 38 Auftritten und Proben berichteten MGV-Vorsitzender Konrad Bauer und Chorleiter Heinz Schmidt.
Doch trotz aller ungebrochenen Aktivität und Anerkennung plagen den gut 100-jährigen Trabitzer Chor Sorgen. Zwar hat die bewährte Chorgemeinschaft mit den „Kulmianern“ den Fortbestand beider Chorvereine gesichert, doch die Hoffnung auf neue Mitglieder hat sich trotz vielbeachteter Darbietungen beim Gemeindeabend, beim Liederabend des Wirbenzer Männergesangvereins, bei der Landvolk-Maiandacht in Burkhardsreuth und Weihnachtskonzerten in Burkhardsreuth und Neustadt am Kulm nicht erfüllt. Ans Aufhören denken die sieben aktiven und 21 passiven MGV-Mitglieder aber nicht: „Wir arbeiten weiter an der Quantität unseres Repertoires und der Qualität unserer Vorträge“, betonte Heinz Schmidt.
Der souveräne Vortrag „a cappella, ohne Instrumentalbegleitung“ bleibe Maß aller Dinge, ein vielseitiges Repertoire „für fröhliche und traurige, weltliche und kirchliche Anlässe“ und insbesondere für Trauerfälle müsse „abrufbereit“ sein. Auch für Schlager und „gesellschaftliche Lieder mit Niveau“ sei man offen, das religiöse Liedgut solle katholische wie evangelische Traditionen gleichermaßen respektieren: „Es wird auch heuer außer weihnachtlichen Darbietungen wieder ein Mariensingen in Burkhardsreuth und musikalische Beiträge zu Maiandachten in Burkhardsreuth und Mockersdorf geben, aber wir sind uns bewusst, dass Marienverehrung nicht allen gleich wichtig ist“, bemerkte Schmidt.