Hanna Haberzett, Dipl. Pädagogin und Leiterin der Telefonseelsorge Nordoberpfalz erläuterte auf Einladung der KEB-Schwandorf und der Pfarrei Wackersdorf das Wirken und die Entstehung der Telefonseelsorge.
Der Ursprung der Telefonseelsorge war 1892 in London für eine Lebensmüdenberatung, die 1960 in Deutschland in die Telefonseelsorge mündete.
Die Telefonseelsorge Nordoberpfalz ist eine ökumenische Einrichtung des evangelischen Dekanants Weiden und der Diözese Regensburg, mit 4 Hauptamtlichen Stellen und 75 ehrenamtlichen Personen. Zu diesem Bereich gehören auch die Organisationseinheiten Passau und Regensburg.
In Bayern sind 17 Stellen und bundesweit 105 Stellen unter der Telefonnummer: 0800 111 0111, 0800 111 0 222 rund um die Uhr 24 Stunden zu erreichen. Es gibt auch die Möglichkeit online per Mail oder Chat die Sorgen los zu werden.
Die ehrenamtlichen Helfer, die eine 120 Stündige Ausbildung mit einer Hospitation absolviert haben, nehmen im Monat 3 bis 4 Dienste und einen Supervisionstermin wahr. 13000 Anrufe verzeichneten die Seelsorger im letzten Jahr, 2.200 Mails und 60 Chats.
Die Telefonseelsorge arbeitet, niederschwellig, anonym, vertraulich, kostenfrei und regional. Die Seelsorger erhalten kein Entgelt, sondern eine Fahrtkostenerstattung.
Bei angedrohten Terror-und Bombenandrohungen verständigen Sie die Polizei.
Gespräche dauern im Schnitt 30 bis 45 Minuten, 72 Prozent rufen wiederholt an, der Frauenanateil beträgt 75 Prozent, die Anrufer sind meistens über 50 Jahre. Thema sind: Einsamkeit, Familie, Krankheiten , Ängste.
Wer Telefonseelsorger werden möchte und sich für die Tätigkeit interessiert kann sich gerne an die Telefonnummer 0961/418217 wenden.