Der Wanderverein Kemnath hatte zu einer Fahrt ins Vogtland eingeladen. Organisator Karl Lehner, Vorsitzender Karl-Heinz Lehner sowie Schriftführer und Kassier Anton Heindl hatten die Tour nach Markneukirchen zusammengestellt, informiert der Verein.
Seit Mitte des 17. Jahrhunderts werden dort sämtliche Orchester- und Zupfinstrumente sowie Zubehör hergestellt. Nicht zuletzt wegen dieser weltweit einmaligen Konzentration und Vielfalt wurde der traditionelle vogtländische Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung 2014 in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen.
Aufgeteilt in drei Gruppen, nahmen die Kemnather an interessanten Führungen im Musikinstrumenten-Museum mit einer Sammlung der kleinsten und größten Musikinstrumente im Umfang von 3500 Exponaten teil. Fachsimpeln in der Blechbläserabteilung durch die teilnehmenden Blech- und Jagdbläser mit den Museumsführern war angesagt.
Auch eine Abteilung mit mechanischen Musikinstrumenten und Geräten wie Vorsetzer am Klavier, Polyphon und einer Drehorgel zogen die Besucher in ihren Bann, erkannten einige doch gleichgeartete „mechanische Musikmaschinen”, wie diese im Kemnather Musikeum seh-, spiel- und hörbar sind.
Das Mittagessen wurde im Berggasthof „Heiterer Blick” . Die Gaststätte ist aus dem Fernsehen von Musiksendungen bekannt. Das weitere Programm führte über den Grenzübergang Asch in Tschechien zum Sächsischen Staatsbad Bad Elster. Der dortige Nachmittag stand zur freien Verfügung. Vielfach wurden die verschiedenen Heilquellen konsumiert.
Die nächste Fahrt des Wandervereins führt voraussichtlich im Oktober zur Kleinen Kappl bei Neualbenreuth mit Wandermöglichkeit am Trachtler-Prozessionsweg, Besuch der Totentanzkapelle in Wondreb und Einkehr in die Straußenfarm Mitterhof bei Waldsassen.