Pfarrei Thurndorf stellt ihre Orte der Besinnung vor
Das Heilige Jahr 2025 hat Papst Franziskus unter das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ gestellt. Die Tradition der Heiligen Jahre hat ihren Ursprung im Judentum. In biblischer Zeit schrieb es den Menschen vor, nach sieben mal sieben Jahren ein besonderes Festjahr zu begehen. Zunächst wurden die Heiligen Jahre alle 50 Jahre, später alle 25 Jahre vom Papst ausgerufen. Ein Heiliges Jahr soll für die Gläubigen eine Zeit zum Besinnen und zum Gebet sein. Auf dem aktuellen Symbol sind vier stilisierte Personen in menschlicher Verbundenheit abgebildet. Der Wellengang zeigt eine gewisse Dynamik und macht klar, dass die Reise des Lebens nicht immer in ruhigem Fahrwasser verläuft. Blau, grün, gelb und rot vermitteln Sehnsucht, Hoffnung, Licht und menschliche Wärme, welche für ein Miteinander eigentlich unabdingbar sind. Passend zum Leitwort hat man in Bamberg die Pfarreien dazu animiert, sich in ihrem Umfeld Orte der Hoffnung zu suchen und diese zu präsentieren. Am Anfang des Jahres wurden den Vertretern der Pfarrei in Bamberg für jeden genannten Ort ein Schild mit der genannten Abbildung übergeben. In Thurndorf sind diese Orte die Pfarrkirche, die Kalvarienbergkapelle, die Waldkapelle und das Pfarrheim, sowie die Maria-Hilf-Kapelle. Die Pfarrkirche St. Jakobus ist der Mittelpunkt des Dorfes und vom Friedhof umgeben, denn Leben und Tod gehören zusammen und der Ort ist den ganzen Tag für alle zugänglich. Auf dem höchsten Punkt des Kitschenrains befindet sich die Kalvarienbergkapelle, deren immer geöffnete Tür einlädt zur Ruhe und zum Innehalten. Persönliche Anliegen kann man dort in einem eigens aufliegenden Buch niederschreiben. Am Nordhang des Kitschenrains nahe der Ortschaft Heinersreuth steht im Wald, beschützt von alten Lindenbäumen die Wallfahrtskirche Mariä-Heimsuchung. An den Linden befestigen die Bewohner nach einem alten Brauch Gedenktafeln für die Verstorbenen, auch Totenbretter genannt. Die im Volksmund als „Heinersreuther Waldkapelle“ bezeichnete Kirche ist auch Bestandteil des Marienpilgerweges. Besonderen Zuspruch genießt die mehrtägige Feier des Patroziniums Anfang Juli. Ein weiterer Ort der Hoffnung in der Pfarrei ist das Pfarr- und Jugendheim neben der Pfarrkirche in Thurndorf. Die darin befindliche große Versammlungsfläche erlaubt ein lebendiges Pfarrleben und auch Veranstaltungen von Vereinen und Gruppen. Der Ort ist unverzichtbar für die Kindergruppen, Kinder- und Jugendchor, Ministranten, Kirchenchor, einfach für alles, wo lebendige Gemeinschaft gelebt werden kann. Der letztgenannte Ort der Hoffnung an der Thurndorfer Hauptstraße ist eine mehr als 300 Jahre alte Kapelle, welche der Gottesmutter geweiht ist. Auch hier lädt das Innere zu Gebet und zum Verweilen ein, welche im Volksmund „Maria-Hilf-Kapelle“ genannt wird.