Julia Gleißner und Luisa Bäuml (Hackbrett) mit Unterstützung von Karolina Zeh (Klarinette) spielten ein Adventlied und Mozart. (Bild: Christiane Zeigler)

Singen und Musizieren sorgt für Auszeit im vorweihnachtlichen Stress

Ein stimmungsvoller Auftakt in die Weihnachtszeit fand am 3. Advent in Waldsassen und Kemnath statt. In der Kirche des Seniorenheims St. Martin in Waldsassen haben Schüler und Lehrkräfte der Kreismusikschule Tirschenreuth gemeinsam mit der Partnermusikschule aus Sokolov (Tschechien) das Publikum mit ihrem traditionellem vorweihnachtlichen Singen und Musizieren verzaubert. Am selben Tag fand auch ein Konzert in Kemnath statt. Diese langjährige Tradition, die auf eine über 30-jährige Zusammenarbeit zwischen den beiden Musikschulen zurückblickt, brachte auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Programm auf die Bühne. Mit Hackbrett, Klavier, Violine, Gesang, Gitarre, Trompete, Tenorhorn und Klarinette wurde eine breite Palette bekannter und weniger bekannter besinnlicher und ruhiger Melodien geboten, die nicht nur die Herzen der Senioren in Waldsassen erfreuten, sondern auch das Publikum in Kemnath in vorweihnachtliche Stimmung versetzten. Das Konzert im Seniorenheim St. Martin war geprägt von festlicher Besinnlichkeit, die den kulturellen Austausch und die enge Freundschaft zwischen den beiden Musikschulen unterstrich. Die Musikerinnen und Musiker, darunter viele junge Talente, bewiesen ihr Können und brachten mit ihrer Spielfreude den Zauber der Musik auf bemerkenswerte Weise zum Ausdruck. Die Kreismusikschule Tirschenreuth und ihre Partner aus Sokolov zeigten eindrucksvoll, wie Musik Grenzen überwindet und Menschen verbindet – gerade in der Weihnachtszeit ein schönes Zeichen der Gemeinschaft und des Miteinanders.
Singklasse unter der Leitung von Klaudia Kormann. (Bild: Tobias Böhm)

„Kinder spielen für Kinder in Not“

Zum traditionellen vorweihnachtlichen Vorspiel „Kinder spielen für Kinder in Not” trafen sich am Samstag zahlreiche junge Musikerinnen und Musiker im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule begeisterten das Publikum mit weihnachtlichen Klängen auf dem Klavier, Violoncello, Violine, Gitarre, Trompete. Posaune, Wald-, Tenorhorn und Akkordeon. Auch Gesang und die Singklassen unter der Leitung von Klaudia Kormann waren dabei. Musikschulleiter Tobias Böhm dankte den Kindern und ihren Eltern sowie den Lehrkräften für ihr Engagement. Die eingenommenen Spenden in Höhe von 800 Euro gehen an den Kinderschutzbund Tirschenreuth. Vorsitzende Nina Neumann freute sich über die Unterstützung und erläuterte, dass das Geld den „Sternenkinder e.V.” im Landkreis Tirschenreuth zu Gute kommen wird. Bürgermeister Franz Stahl überreichte Frau Neumann einen Umschlag mit einer Spende der Stadt. Er dankte der Kreismusikschule und den jungen Musikern für ihre Einsatzfreude, sowie dem Kinderschutzbund für seine Arbeit. Bekannte Lieder wie Morgen kommt der Weihnachtsmann; Jingle Bells; Ihr Kinderlein kommet; Stille, stille, kein Geräusch gemacht und viele mehr wurden vorgetragen. Die Beiträge kamen beim Publikum sehr gut an und wurden mit reichlich Applaus belohnt. Zum Abschluss kam noch der Nikolaus mit einem Gedicht und kleinen Geschenken für die jungen Künstler.
Auf dem Bild, von links, Klaus Rosner, Ludwig Zandt (ehemaliger Lehrer) und Andreas Bauer. (Bild: Tobias Böhm)

Standing Ovations für Ehemalige der Kreismusikschule Tirschenreuth

Im Tagungs- und Veranstaltungszentrum der Burg Falkenberg hatten die Kreismusikschule und ihr Förderverein MUT zum Benefizkonzert „Ehemalige Musizieren” eingeladen. Klaus Rosner, der auch als Schlagzeuglehrer an der Kreismusikschule unterrichtet, hatte sein Marimbaphon und eine Snare Drum mitgebracht. Mit Stücken von Eugene Novotny und Eckhard Kopetzki zeigte er, welche klanglichen und musikalischen Möglichkeiten in der Snare Drum stecken. Unter den Stücken wechselte er die Anschlagsarten, z.B. mit den Händen, mit Sticks, oder Besen. Hochkonzentriert und gebannt verfolgte das Publikum die anspruchsvollen, mitreißenden, rhythmischen Klänge und spendete großen Applaus. Auf der Marimba gelang es Klaus Rosner das Publikum mit Stücken wie „Les Violons Mort” oder „Ghanaia” zu fesseln. Mit je zwei Schlägeln pro Hand zauberte er wunderschöne Melodien, begleitet von schnellen Läufen. Mit dem faszinierenden Klang und seinem dynamischen Spiel begeisterte Klaus Rosner die Zuhörer. Andreas Bauer, ebenfalls Schlagzeuglehrer, hatte sich Unterstützung in Form einer Combo mitgebracht: Michael Rüth (EGitarre) und Menno Stuifmeel (Klavier und Gesang). Die drei Musiker interpretierten bekannte Musikstücke wie z.B. von Stevie Wonder, Paul Simon oder Ed Sheeran. Andreas Bauer bewegte sich mühelos durch die verschiedenen Musikstile, integrierte in die Stücke Schlagzeugsoli und präsentierte so sein vielseitiges Können am Drum Set. Das Publikum genoss die Stücke, viele wippten mit den Füßen oder es wurde begeistert mitgeklatscht. Menno Stuifmeel konnte mit einer sehr schönen Gesangsstimme und seinem Spiel am EPiano punkten, Michael Rüth mit einer sicher gespielten Rhythmusgitarre und Soli auf der Gitarre. Mit Herzblut und viel Spaß musizierte das Trio sehr harmonisch miteinander. Für die Standing Ovations wurde das Publikum mit einer Zugabe belohnt. Diesen Abend nutzen Andreas Bauer und Klaus Rosner, um sich bei Ihrem ehemaligen Lehrer Ludwig Zandt für dessen Unterricht zu bedanken und nahmen den sichtlich gerührten früheren Schlagzeuglehrer in Ihre Mitte. Dorly Kupke, Vorsitzende vom Förderverein MUT dankte am Ende zusammen mit der stellvertretenden Schulleiterin Klaudia Kormann den Musikern und überreichte jedem ein kleines Dankeschön. Die Spenden der Zuschauer kommen über den Förderverein wieder den Musikschülern und der Musikschule zugute.
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