Im Mittelpunkt der Kreisversammlung des Kreisverbands Amberg-Sulzbach im Bayerischen Soldatenbund 1874 standen die Neuwahlen der Vorstandschaft und des Verbandsbeirates. Nach zehnjähriger Tätigkeit als Kreisvorsitzender beim Kreisverband Amberg und nach der Fusionierung 2022 beim jetzigen Kreisverband Amberg-Sulzbach übergab Norbert Bücherl die Führung des Kreisverbandes aus gesundheitlichen Gründen in jüngere Hände.
Kreisvorsitzender Bücherl bat bei den Anwesenden um Verständnis, dass er aufgrund seiner seit mehreren Jahren angeschlagenen Gesundheit sich nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stellen kann. Bücherl habe 2015 den Kreisverband Amberg in einer finanziell schwierigen, ungeordneten Lage übernommen und die angestrebte Fusionierung der beiden vormals selbstständigen Kreisverbände Amberg und Sulzbach-Rosenberg mit Unterstützung des Fusionspaten Landrat Richard Reisinger im Jahr 2022 einvernehmlich vollzogen. Der neue Kreisverband steht auf gesunden Beinen, ist seitens der Finanzbehörden gemeinnützig anerkannt und genießt innerhalb des Landes- als auch Bezirksverbandes einen guten Ruf, resümierte Bücherl die Entwicklung des Kreisverbandes.
Lediglich die Nachwuchsgewinnung und der altersbedingt einhergehende Mitgliederschwund in allen Ortsvereine mache ihm seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 zunehmend größere Sorgen. Nunmehr hoffen alle auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht zur Verbesserung der angespannten Personallage der Bundeswehr, zumindest müsste aber ein verpflichtendes soziales Jahr seitens der Politik eingeführt werden. Dies wäre der erste Schritt zur Verbesserung der Wehrhaftigkeit unserer Streitkräfte als auch der Zivilbevölkerung.
Der neue Kreisvorsitzende Oberfeldwebel Rafael Kämmer (SRK Freihung) stellte sich nach seiner Wahl kurz persönlich den Delegierten vor. Er sei 37 Jahre, in Thüringen aufgewachsen, verheiratet und habe drei Kinder, dient als Zeitsoldat beim Artilleriebataillon 131 in Weiden und bekleidet seit einem Jahr das Amt des 2. Vorsitzenden bei der SRK Freihung.
Der Vilsecker Bürgermeister Hans-Martin Schertl zeigte bei seinem Grußwort die aktuelle Lage der US-Truppen im Südlager Vilseck auf. Bisher gebe es keine belastbaren Hinweise, dass seitens des neuen US-Präsidenten Trump in absehbarer Zeit Truppen abgezogen würden. Des Weiteren dankte er dem Kreisverband für deren umfangreichen Aktivitäten sowie der Pflege und Erhalt von soldatischen Tugenden, vornehmlich der Kameradschaftspflege.