Konfirmanden besuchen KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg

von Beitrag, Externer

Konfirmanden aus Nabburg und Pfreimd, Oberviechtach und Rieden, Schwandorf und Schwarzenfeld besuchen die KZ Gedenkstätte Flossenbürg.  (Bild: Jürgen Weich/exb)
Konfirmanden aus Nabburg und Pfreimd, Oberviechtach und Rieden, Schwandorf und Schwarzenfeld besuchen die KZ Gedenkstätte Flossenbürg. (Bild: Jürgen Weich/exb)
Konfirmanden aus Nabburg und Pfreimd, Oberviechtach und Rieden, Schwandorf und Schwarzenfeld besuchen die KZ Gedenkstätte Flossenbürg. (Bild: Jürgen Weich/exb)

Der Wind blies trotz Sonnenschein eisig ins Gesicht. Aber es war nicht nur die Witterung, die die 34 jungen Leute an diesem Februar-Samstag in Flossenbürg erschauern ließ: Von der Anhöhe aus blickten die Konfirmanden aus Nabburg und Pfreimd, Oberviechtach und Rieden, Schwandorf und Schwarzenfeld bei ihrem Besuch in der KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg über das „Tal des Todes“ nur aus der Ferne auf das Krematorium. „Aber vielleicht verursacht gerade das ein unheimliches Gefühl der Beklemmung und Betroffenheit – die Bilder, die im Kopf entstanden, hinterließen einen mehr als deutlichen Eindruck der an diesem Ort stattgefundenen Grausamkeiten”, heißt es in einer Mitteilung über den Besuch.

Diakon Jürgen Weich sowie die Pfarrer Stefan Drechsler und Alfredo Malikoski hatten mit ihrem Team in die zehn Gebote und die daraus folgende Verantwortung von Christen für Frieden und Gerechtigkeit eingeführt. „In Flossenbürg werden wir heute hautnah miterleben, was passiert, wenn Menschen die guten Regeln Gottes mit Füssen treten“, so der Diakon.

Ziel der folgenden Fahrt zur KZ-Gedenkstätte war laut Mitteilung, nicht nur eine kurzzeitige Betroffenheit zu erzeugen, sondern vielmehr, die Erinnerung an eine schlimme Vergangenheit wach zu halten und auch das aktuelle Verhältnis der Jugendlichen zu Gewalt und neonazistischem Gedankengut kritisch zu beleuchten.

Das bekannte Lied „Von guten Mächten“, basierend auf einem Gedicht des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffers, zog sich wie ein roter Faden durch den Tag. Im Arrestbau, beziehungsweise einer der Hinrichtungsstätten auf dem Areal gestaltete die Gruppe einen spirituellen Abschluss ihres Besuches. „In wenigen Jahren werden auch die letzten Überlebenden des KZ Flossenbürg verstorben sein. Dann braucht es Eure Stimmen, um deutlich und laut zu sagen: So etwas darf nie mehr geschehen”, betonten die Kursleiter abschließend.

Artikel melden

Hier können Sie diesen Artikel wegen Verstößen melden.

Möchten Sie von uns eine Antwort erhalten?

Dann geben Sie hier bitte Ihre Kontaktdaten an:

* erforderlich

north