Viele interessierte Eltern und Schüler fanden sich zum Informationsabend für Viertklässler an der Fichtelnaabtal-Mittelschule in Ebnath ein, um sich ein genaues Bild von den dortigen Angeboten und Rahmenbedingungen machen zu können.
Nach der Begrüßung in der Turnhalle stellte Schulleiter Alexander Köstler die Eckdaten der Schule vor, ehe er Eltern und Kinder durch das sich aktuell in der Sanierung befindende Schulhaus führte.
Über die drei zentralen Säulen der Fichtelnaabtal-Mittelschule, „Stark für den BERUF”, „Stark im WISSEN” und „Stark als PERSON” informierten anschließend die Klassenleitungen der Schule.
Philipp Lippert präsentierte unter dem Punkt „Stark für den Beruf“ das Berufsorientierungsangebot der Mittelschule. Dieses beginnt bereits in der 5. Jahrgangsstufe mit Schnuppertagen und Betriebsbesichtigungen und führt ab der 7. Jahrgangsstufe zu mehrtägigen Berufspraktika und vielen weiteren Aktionen. Besonders betonte er die enge Zusammenarbeit mit der Firma Schiettinger in Brand, die einen intensiven Dialog über die Anforderungen der Wirtschaft ermöglicht.
Die Säule „Stark im WISSEN” legt den Fokus auf eine qualitativ hochwertige Bildung und soll eine breite Wissensbasis vermitteln. Dabei spielt auch die digitale Ausstattung der Schule eine wichtige Rolle. Martin Nickl hob hervor, dass die Fichtelnaabtal-Mittelschule bereits im 3. Jahr „Digitale Schule der Zukunft” (DSDZ) sei. Im kommenden Schuljahr arbeitet jeder Schüler in den Jahrgangsstufen 5-9 im Unterricht mit einem eigenen Tablet, bei dessen Anschaffung die Eltern durch eine staatliche Förderung unterstützt werden. Dabei wird auch die Medienerziehung ein wichtiger Bestandteil sein.
Im Anschluss gab Karin Sieber einen ersten Einblick in die verschiedenen Fächer an der Mittelschule vor und unter der Säule „Stark als PERSON” setze die Schule auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Dabei werden sowohl soziale als auch persönliche Kompetenzen gefördert, um ein gesundes Selbstbewusstsein und eine positive Einstellung zu vermitteln. Die intensive Arbeit der Schülermitverantwortung und der Ausbildung zu Streitschlichtern ab der 5. Klasse sind zwei praktische Beispiele für die Förderung sozialer Kompetenzen. In Projekten mit JaS (Jugendsozialarbeit) lernen die Schülerinnen und Schüler, Konflikte konstruktiv zu lösen und sich für andere einzusetzen. Die Wintersportwoche am Spitzingsee für die Klasse 5, weitere Schullandheimaufenthalte, regelmäßige Schulversammlungen, Sozialkompetenztrainings und die Ausbildung zu Medientutoren tragen ebenfalls dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und dem demokratischen Handeln unterstützt werden.
Die Veranstaltung endete mit einem praktischen Teil, bei dem die Kinder gemeinsam mit Fachoberlehrerin Ute Müller im Fachbereich Ernährung und Soziales gesunde Pausenspieße in der Schulküche herstellten. Parallel dazu gestaltete Fachoberlehrer Thomas Eber im Computerraum der Schule passende Banderolen im Fachbereich Wirtschaft und Kommunikation. Währenddessen ließ es sich auch der Schulverbandvorsitzende der Mittelschule, Bürgermeister Wolfgang Söllner, nicht nehmen, die Eltern und Schüler persönlich zu begrüßen und wichtige Eckpfeiler der bereits abgeschlossenen und auch noch laufenden Sanierungen im Schulhaus zu schildern. Zudem hatten die Eltern die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die Schulleitung zu richten.
Ein gelungener Abend, der den Viertklässlern und ihren Eltern wichtige Einblicke in das Angebot und Konzept der Fichtelnaabtal-Mittelschule vermitteln konnte.