Beim Katholischen Seniorenkreis in der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer ist der Frühling eingekehrt. Unter dem Motto: „Langsam wird es wieder Frühling“, verbrachten die Senioren einen unterhaltsamen und fröhlichen Nachmittag der seinen absoluten Höhepunkt mit dem Auftritt von Brauchtumsforscher und „Bräuche-Phänomen“ Bertram Erhardt aus der Neustädter Kreisstadt hatte. Er verstand es, durch seine rhetorisch geschliffene, brillante Art die Zuhörer zu begeistern. Der immer wieder dankbare und kräftige Applaus nach jedem seiner Vorträge war der Lohn dafür.
Leiterin Marlene Noetzel hat es mit ihrem Team einmal mehr verstanden, den Senioren einen fröhlichen und gemütlichen Nachmittag zu bieten. Das hat sie auch bei ihrem Grußwort und dem Gedicht: „Frühling wie in alten Tagen“ zum Ausdruck gebracht. Pfarrer Max Früchtl, ständiger Gast bei den Senioren, hatte ebenso seine Freude wie Bürgermeister a. D. Fred Lehner, der zu den Stammgästen im Seniorenkreis zählt.
Vom Aschermittwoch bis zu den Osterfeiertagen reichte die Palette des Erzählers, der die 40-tägige Fastenzeit – ohne den Feiertagen – mit einer Reihe von Bräuchen wie sie heute noch bekannt sind und auch zum Teil gepflegt werden, ansprach. Dazu gehörten die verschiedenen Märkte, sowie der Namenstag des Heiligen Josef. Dazu das Gedicht „Nama ham dai“ von Hermann Forster. Die Bauernregeln durften dabei nicht ausbleiben. Das alles hatte seine geschichtlich feste Grundlage. Das Starkbier und die Starkbierzeit hatte es Erhardt Bertram besonders angetan, wobei der Vers „Is so a Starkbier guat“ von Josef Steidle den Nagel auf den Kopf traf.
Im Zweiten Teil des Nachmittags vertrat Brigitte Beer Leiterin Marlene Noetzel. Sie stimmte mit ihrer lupenreifnen Sopranstimme in bekannte Frühlingslieder an, die kräftig mitgesungen wurden. Und auch Bertram Erhardt erfreute mit seinem Liedvortrag „I moan, i moan, es is soweit, es kommt die schöne Zeit“. „Frühlingsgefühle“ von Walter Kraus und „Frühlingsgedanken“ von Bertram Erhardt
erfreuten die Senioren ebenso wies „S’ Palmkatzl“ von Lisbeth Ebner und „D’ Oustabeicht“ von Domdekan Fritz Morgenschweis, der auch „Beim Hergottschmatzen“ erfreute. Alles in allem fasste der Erzähler den Nachmittag zusammen mit dem Gedicht „So ändern sich die Zeiten“.