Die AWA zeichnet sich auch im 35. Jahr ihres Bestehens durch wirksame und nachhaltige Lobbyarbeit für ihren Stadtteil aus. Bei der Mitgliederversammlung im Evangelischen Gemeindehaus hob 1. Vorsitzender Manfred Lehner im Vorstandsbericht vor allem den Hochwasserschutz am Langangerweg, das Schwammstadt-Konzept und den Flächennutzungsplan hervor. 2. Vorsitzender Horst Kraus betonte, dass der Planungsstand beim Hochwasserschutz immer noch Entscheidungen im Sinne des „AWA-Prinzips“ (Ausweichen – Widerstehen – Anpassen) möglich mache. Man dürfe nicht gegen die Natur, sondern müsse mit der Natur agieren und künftige Hochwasser da zurückhalten, wo sie entstehen. Man wolle die Frage klären, ob über rein technische Maßnahmen hinaus auch Alternativen eines naturnahen Hochwasserschutzes geprüft wurden.
Die AWA nahm die Aufforderung der Stadt an die Bürger, sich mit Vorschlägen im Rahmen des Projektes „Stadtteilmillion” zu beteiligen, wörtlich und stellte ein Konzept mit konkreten Maßnahmen zur Klimaanpassung vor. Ziel ist es, für den Stadtteil Wagrain-Ammersricht modellhaft ein Schwammstadt-Konzept auf die Beine zu stellen. Eine Rückmeldung des zuständigen Amtes lasse aber auf sich warten.
Die Aktionsgemeinschaft erstellte im Berichtszeitraum eine umfangreiche Stellungnahme im Hinblick auf die Erstellung des Flächennutzungsplans und des Landschaftsplans für die Stadt Amberg, die auch die Entwicklung des Stadtteils Wagrain-Ammersricht auf die nächsten Jahrzehnte bestimmen werden. Leider zeichne sich eine Verzögerung bei der Fertigstellung ab. Nachdem der zuständige Referent im Bauamt, Wolfgang Babl, im Sommer 2025 in den Ruhestand gehe, verliere man sehr viel an Fachkompetenz. Dieser habe aber zugesichert, zuvor noch einmal zu einem Gesprächstermin zur Verfügung zu stehen. Alfons Wanninger konnte berichten, dass eine zeitnahe Sanierung der Gräben entlang der Hammermeisterstraße beginne.
Schatzmeisterin Annette Schönberger trug ihren Kassenbericht vor. Die Kassenprüfung durch Thomas März-Kronfeld und Klaus Mirz ergab keinerlei Beanstandung und bescheinigte eine tadellose Kassenführung.
In den kommenden Monaten wird die AWA mit Heinz Meinl als Kontaktperson die Zusammenarbeit mit dem ADFC intensivieren. Schwerpunkt soll die Verbesserung der Radfahrer- und Fußgängersituation in der Bayreuther Straße sein. Zudem werde man auf Stadtförster Martin Seits zugehen und als konkreten Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Klimaanpassung vorschlagen, Jungbäume auf dem Plateau der „Kühruhe“ zu pflanzen. Im Rahmen einer Begehung des Wagrainer Wald möchte sich die AWA einen Überblick über dessen aktuellen „Biodiversitäts-Status“ verschaffen.
Manfred Lehner informierte abschließend darüber, dass man im Herbst einen Vortrag über die mittelalterliche Geschichte von Ammersricht und dem Wagrainer Wald plane und im Vorfeld der Kommunalwahlen wieder Wahlprüfsteine an die Parteien verschicken will.