Nach dem grandiosen Erfolg des letzten Theaterstückes „Lass die Sau raus” mit rund 2000 Besuchern bei den zehn Aufführungen, beschloss die Vorstandschaft mit Theaterchef Ludwig Prögler die Einnahmen wieder wohltätigen Zwecken zur Verfügung zu stellen. So wie bei den letzten Spendenaktionen wählten die Theaterfreunde die Vereine und Organisationen mit Bedacht aus. Es sollten nur sozial tätige Gruppen in den Genuss einer Spende kommen und so begrüßte Prögler mit rund zehn Mitgliedern der Theatergruppe die Empfänger der diesjährigen Spendenaktion. Die stolze Gesamtsumme von über 5000 Euro wurde an folgende Hilfsorganisationen verteilt: - Weißer Ring Kreis Cham – Josef Fersch - Helfer vor Ort Gruppe Tiefenbach – Nikolaus Scherr, Heidi Saßl, Anna-Lena Scherr - Kinderkrebshilfe Kreis Cham – Maria Demmel Roding - Caritasverein Rötz – Petra Engl-Erhart, Albert Prögler - Gestriges Brot Waldmünchen – Edith und Arnold Lindner - Trifami Down-Syndrom Support-Gruppe e.V. – Christian Danzer - „DachbodnMuse” – Brigit Vogl Ludwig Prögler bat jeden Vertreter der jeweiligen Organisation um ein kurzes Statement und so machte Josef Fersch den Anfang und informierte über die Arbeit des Weißen Ring im Landkreis Cham. Bekanntlich betreut dieser Gewaltopfer auf vielfältige Weise. Begleitet bei Behördengängen oder zu Gerichtsterminen. Hilft bei der Wohnungssuche bei häuslicher Gewalt und berät und betreut Opfer jeden Alters. Für die HvO Gruppe in Tiefenbach sprach Heidi Saßl und dieser Teil der Rettungskette wird in Tiefenbach in Kooperation des Malteser Hilfsdienstes Rötz und dem BRK Waldmünchen von der integrierten Leitstelle Regensburg zu allen Notfällen in Tiefenbach und Umgebung mit allarmiert. Die Helfer überbrücken die Hilfsfrist bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes sehr wesentlich. Die Kinderkrebshilfe im Landkreis Cham erklärt sich fast von selbst, aber Maria Demmel bittet alle Familien die Hilfe benötigen sich zu melden, damit sie helfen können. Grundsätzlich muss ein Elternteil bei einem stationären Aufenthalt des Kindes im Krankenhaus bleiben und falls weitere Kinder zur Familie gehören, gibt es zusätzliche Betreuungsaufgaben für die Eltern; oft mit Unterbrechung der Arbeit. Die Selbsthilfegruppe bietet auch die Erfüllung von Herzenswünschen der erkrankten Kinder an. Petra Engl-Erhart arbeitet seit Jahren bei der Caritas Rötz in der ambulanten Pflege, aber dies stellt nur einen kleinen Teil der Aufgaben der Caritas dar. In diesem Verein ist der gesamte Mensch mit allen Problemen des täglichen Lebens gut aufgehoben. Unter dem Dach des Malteser Hilfsdienstes verteilt „Gestriges Brot” nicht nur dieses Grundnahrungsmittel, sondern alles was ein Supermarkt anbietet. Bevor noch gute Lebensmittel unnötig in der Mülltonne landen, verteilt Edith und Arnold Lindner und ihre Helfer diese jeden Mittwoch in Waldmünchen an bedürftige Menschen. Unter dem Namen Trifamie bietet die Down-Syndrom Support-Gruppe Unterstützung, Hilfe und Austausch mit anderen Familien an. Christian Danzer berichtete von einer Vielzahl an Aktivitäten mit Familien die mit Trisomie-21 durchs Leben gehen. Nicht viel erklären musste Birgit Vogl als Leiterin der Musikgruppe „DachbodnMuse” aus Tiefenbach. Die vier bis sechs Musikanten spielten bei jeder Theateraufführung im Vorspann und sorgten so für ein entspanntes und gut unterhaltenes Publikum. Vielen herzlichen Dank sagten alle reich Beschenkten und Arnold Lindner nannte die Theatergruppe ein Vorbild an sozialem Engagement. Ein solches wünscht er sich nicht nur hier, sondern in ganz Bayern und Deutschland. Die Theatergruppe mit Ludwig Prögler sieht die Spenden gut angelengt zum Wohl der Bürger in der Region.