Kaplan Marvin Schwedler befasste sich mit dem Heiligen Jahr und der Fastenzeit. (Bild: Hildegard Zimmer-Sperl)

„Pilger der Hoffnung“ – das Heilige Jahr als Neufang zur geistlichen Erneuerung

Bei den Vorträgen der KAB Hl. Dreifaltigkeit werden auch immer wieder religiöse Themen behandelt. Diesmal befasste sich Kaplan Marvin Schwedler mit der Fastenzeit und dem Heiligen Jahr 2025. Papst Franziskus hat „Pilger der Hoffnung“ als Motto des Heiligen Jahres gewählt und setzt damit ein Zeichen der Zuversicht – gerade in Zeiten wie diesen, in denen Kriege an vielen Orten der Welt und globale Kreisen die Menschen verunsichern. Im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres steht die christliche Tugend der Hoffnung. Alle Menschen guten Willens sind dazu eingeladen, Hoffnung zu schöpfen und den Glauben zu erneuern. Das Heilige Jahr ermutigt, das Leben als Pilgerweg zu sehen – getragen von der Gewissheit, dass Gottes Gnade allzeit gegenwärtig ist. Der Kaplan erinnerte an die lange Tradition des Heiligen Jahres, dass jetzt alle 25 Jahre gefeiert wird und es so allen Generationen ermöglicht teilzunehmen. Menschen sind aufgerufen, inne zu halten und nicht den Mut zu verlieren und verweist auf das Logo. Dies zeigt vier stilisierte Personen, die auf die Menschheit hinweisen, die aus vier Regionen der Erde stammt. Sie umarmen sich gegenseitig, um die Solidarität und Geschwisterlichkeit zu betonen, die die Völker verbindet. Eine Person klammert sich an das Kreuz. Es soll nicht nur ein Zeichen für den Glauben sein, das die Person umarmt, sondern es steht auch für die Hoffnung, die niemals aufgegeben werden darf. Denn wir brauchen sie immer und besonders in schwierigen Zeiten. Die Fastenzeit ist eine Gelegenheit zur Selbstreflektion und zur Überprüfung eigenen Verhaltens gegenüber sich selbst und anderen. Es ist eine Zeit, in der wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und alte Verhaltensmuster hinterfragen können. Kaplan Marvin Schwedler unterbreitete fünf Ratschläge für die Fastenzeit: jeden einem Menschen dankbar sein, einem bewusst ermutigen, einmal die Woche ein Verzicht auf Medien und Stille halten, auf die Beichte einlassen und eine gute tat tun, ohne das jemand es merkt.
Die Verantwortlichen der KAB mit (von links): Otto Held, Stadtpfarrer Josef Irlbacher, Hildegard Zimmer-Sperl, Manfred Baldauf, Jubilarin Margareta Bauer, Georg Müllner, Anna Schneider und Josef Schlaffer  (Bild: Josef Sperl )

KAB Hl. Dreifaltigkeit bis 2029 mit bewährter Vorstandschaft

Die KAB Hl. Dreifaltigkeit stellte bei der Neuwahl der Vorstandschaft die Weichen bis 2029 und will sich weiterhin aktiv in der Pfarrgemeinde einbringen. Die KAB ist ein starker Sozialverband, der sich gesellschaftspolitischen Zielen verpflichtet fühlt. In einem Rückblick auf das letzte Jahr berichtete Hildegard Zimmer-Sperl von vielen Aktivitäten der Ortsgruppe. Jeden ersten Donnerstag im Monat wird zur KAB-Messe eingeladen, die in den Sommermonaten immer in der Kirche stattfindet. Kreuzweg, Nachtwache am Gründonnerstag, Rosenkranz und Maiandacht gehören ebenfalls dazu, wie die Teilnahme an kirchlichen Festen und Mitarbeit beim Pfarrfest. Präsenz zeigt die KAB auch immer mit ihrem Banner. Nicht nur in der Pfarrgemeinde, auch bei der Senioren-Wallfahrt des Diözesanverbandes und auch bei der Vorabendmesse zum Tag der Arbeit des Kreisverbandes, war die Ortsgruppe stark vertreten. Hildegard Zimmer-Sperl erinnerte an Vorträge zu unterschiedlichen Themen, den Besuch beim ehemaligen Präses Ludwig Gradl in Grafenwöhr, die adventliche Feier im Pfarrgarten, das Faschingsschießen und Teilnahme an Veranstaltungen des Kreisverbandes. Die Neuwahlen der Vorstandschaft für die Amtszeit 2025–2029 konnten zügig durchgeführt werden und bestätigten die bisher Verantwortlichen: 1. Vorsitzender Manfred Baldauf, 2. Vorsitzender Otto Held, 1. Vorsitzende Hildegard Zimmer-Sperl. 2. Vorsitzende Anna Schneider, Kassenverwalter Manfred Baldauf, Vertreterin Anna Schneider, Schriftführerin Hildegard Zimmer-Sperl, Kassenrevisoren Josef Schlaffer und Georg Müllner, Öffentlichkeitsarbeit Georg Müllner. Traditionell endet die Jahreshauptversammlung in gemütlicher Runde mit einer Brotzeit. Es gab Pfälzer mit Kraut und es wurde Bockbier ausgeschenkt. Manfred Baldauf wies noch auf die nächsten Termine hin: 1. April Vortrag von Kaplan Marvin Schwedler, 17. April Nachtwache in der Pfarrkirche, 30. April Vorabendmesse des KAB-Kreisverbandes in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit zum Tag der Arbeit mit anschließender Einkehr.
Organisator des geselligen Abends war Zweiter Vorstand Otto Held (2.v.l.) und auch Stadtpfarrer Josef Irlbachaer (3.v.l.) war mit dabei. Sieger Josef Sperl (4.v.r.). (Bild: Hildegard Zimmer-Sperl )

Josef Sperl gewinnt das Faschingsschießen der KAB bei den Jordan-Schützen

Neben der Gestaltung von Gottesdiensten und der Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen, religiösen oder gesellschaftlichen Vorträgen, gehört auch die Geselligkeit zum Jahresprogramm der KAB Hl. Dreifaltigkeit. In der Faschingszeit zählt dazu das Faschingsschießen, zudem man sich im Vereinsheim der Jordan-Schützen trifft. In diesem Jahr war es der Valentinstag und dabei überraschte Stadtpfarrer Josef Irlbacher in entsprechender Kleidung die Frauen mit einer Rose. Im Schützenheim wurden die KABler von Evelyn Pittroff bewirtet und Anna Schneider sorgte mit einer deftigen Kartoffelsuppe, Wiener und frischem Bauernbrot für die Verpflegung. Die Grundlagen für einen fröhlichen Abend und gute Laune mit Schießsport, Gaudi und bayerischer Gemütlichkeit war gegeben. Das Faschingsschießen ist nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch eine Gelegenheit, die Gemeinschaft im KAB-Ortsverband zu stärken. Beim gemeinsamen Feiern in entspannter Atmosphäre, herrschte beste Stimmung und ein spannender Wettkampf. 2.Vorstand Otto Held, aktiver Jordan-Schütze, hatte die Aufsicht und wies die Teilnehmer in die Handhabung des Gewehrs ein. Zunächst gab es eine Proberunde und auf dem Monitor wurden dann auch gleich die Treffer angezeigt. Man konnte sofort sehen, wie weit er vom Mittelpunkt der Zielscheibe entfernt war. Der Proberunde folgte der Wettkampf mit jeweils zehn Schüssen auf die Scheibe und am Ende wurden die besten mit Preisen ausgezeichnet. Sieger wurde Josef Sperl mit 85 Ringen vor Gerda Feuchtwurzer (84) und Georg Müllner (77). Im Vordergrund stand nicht die Platzierung, sondern der Spaß in geselliger Runde. Auf die nächsten Termine wurde zum Abschluss hingewiesen: am 6. März um 18 Uhr KAB-Messe und am 7. März um 17.30 Uhr KAB-Kreuzweg, beides in der Pfarrkirche. Am 11. März um 19 Uhr findet im Pfarrsaal die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen, Brotzeit und Bockbier.
Engel sind geistige körperlose Wesen, die innere Kraft verleihen. (Bild: Hildegard Zimmer-Sperl )

„Engel sind Vermittler zwischen Gott und den Menschen“

„Engel überall vor Augen und in aller Munde“, war das Thema bei der KAB Hl. Dreifaltigkeit im Pfarrsaal mit Stadtpfarrer Josef Irlbacher. Der KAB-Präses freute sich eingangs über Gäste aus seiner früheren Pfarrei Schnaittenbach und erläuterte, wie in vielen Bereichen von Engeln gesprochen wird. In der Bibel wird das Wort „Engel“ aus dem hebräischen Wort „malach” und aus dem griechischen Wort „angelos” übersetzt, die beide „Bote“ bedeuten. Engel sind Zwischenwesen die tauchen aus einer anderen Dimension auf und entschwinden wieder dorthin. Ganz eindrücklich ist das in der Weihnachtsgeschichte aus dem Matthäusevangelium. Gott sendet Engel, um die Menschen zu warnen, zu trösten und zu leiten, indem er ihnen seine Botschaften mitteilt. Engel sind keine selbstständigen Wesenheiten und eigenständige Persönlichkeiten. Sie sind Symbole und Gleichnisse für die Nähe Gottes selber. Die Menschen haben eine Reihe von Vorstellungen von Engeln, die nicht genau das widerspiegelt, was in der Heiligen Schrift offenbart wird. Wenn Engel in der Schrift sichtbar sind, erscheinen sie normalerweise in menschlicher Form und sind in der Schöpfungsgeschichte untergeordnet. Eben weil die allermeisten von uns noch keinen „echten” Engel gesehen haben, haben unsere Künstler sich etwas ausgedacht. Sie haben ihnen Flügel an den Rücken gemalt oder geschnitzt. Barockkirchen wären ohne Figuren oder Bildern von Engeln nicht denkbar. Der Stadtpfarrer erläuterte die Begriffe: Botenengel, Deuteengel und Schutzengel. Schutzengel stehen vor allem bei Kindern hoch im Kurs. Wir wissen, wie verletzlich so ein Menschenwesen ist und wie begrenzt unsere Mittel und Möglichkeiten, Schaden von ihm abzuwenden sind. Halbwegs heil durchs Leben zu kommen ist keine Selbstverständlichkeit. Manchmal sagen wir zu einem anderen Menschen: „Du bist ein Engel!” Dieser Mensch hat uns etwas Gutes getan, und dafür sind wir ihm dankbar. In diesem Ausspruch kommt etwas über das Wesen der Engel zum Ausdruck.
Die Geschwister Schneider (von links) begleiteten die Texte von Stadtpfarrer Josef Irlbacher und den Vorstandsmitgliedern Otto Held, Manfred Baldauf und Anna Schneider  (Bild: Christina Schneider )

KAB stimmte sich im Pfarrgarten mit Gedanken zum Weihnachtensfest ein

Die Mitglieder und Freunde der KAB-Ortsgruppe der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit begannen ihre Adventfeier bei besinnlicher Weihnachtsstimmung im Pfarrgarten. Bei Fackelschein und Feuerschale gab es besinnliche Gedanken zur Weihnachtszeit durch Stadtpfarrer Josef Irlbacher, Manfred Baldauf, Otto Held, Anna Schneider und Christina Schneider. Die Geschwister Magdalena, Fabian und Kilian Schneider umrahmten den Abend zwischen den Texten mit ihren Instrumenten musikalisch. „Hast Du Zeit“, war das Motto der vorweihnachtlichen Besinnung. In der Adventszeit stellen sich die Familien auf das Weihnachtsfest ein. Dies geschieht auch vielfältige Weise, durch Singen und Hören von Weihnachtsliedern, das Backen der Plätzchen oder das weihnachtliche Schmücken der Wohnung. Jeder hat da seine ganz eigenen Vorlieben, die für eine Vorweihnachtsstimmung sorgen. Mit den Gedanken zu Weihnachten wurde erinnert, das statt dem alljährlichen Weihnachtsstress, vielmehr die Stille und Ruhe in der Adventszeit einkehren sollte, Die Bedeutung von Weihnachten, dem Christkind, der Geburt Jesu Christie im Mittelpunkt stehen sollte. Es ist die Zeit innezuhalten, Stille und Ruhe zu genießen, Zeit haben für die wichtigsten Menschen, die uns was bedeuten, für Worte und Gesten der Dankbarkeit, zurück zu blicken, auf erreichtes Stolz zu sein und Kraft zu tanken, für die Aufgaben, die vor uns stehen. Wenn uns bewusst wird, das die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden. Im Anschluss trafen sich Alle im Pfarrheim zur vorweihnachtlichen Feier und neben Sauren Würstchen und Getränken, gab es Glühwein und Plätzchen. Diese hatte 1.Vorsitrzender Manfred Baldauf für alle gebacken.
In oberpfälzer Mundart trug Grete Pickel ihre Geschichten vor. (Bild: Hildegard Zimmer-Sperl)

Wie früher Kirchweih gefeiert wurde

Die KAB der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit hat für seine Mitglieder und Gäste wieder ein abwechslungsreiches Programm für die Wintermonate erstellt. Viele Gäste konnte 1. Vorsitzender Manfred Baldauf zu einem gemütlichen Abend mit Grete Pickel aus Kastl im Pfarrsaal begrüßen, der unter dem Motto „O Kirwa lao niet nao“ stand. Es war ein kurzweiliger Abend mit der Grete Pickel, die kürzlich mit dem Dialektpreis durch das Bayerische Heimatministerium ausgezeichnet wurde. Mit großer Leidenschaft engagiert sie sich für die Stärkung, Pflege und Erforschung der oberpfälzer Mundart und begeisterte mit Geschichten und Texten. Der Schwerpunkt war die „Allerweltskirchweih“ mit ihren Bräuchen und Ritualien, die viele der Gäste noch kannten, aber bei der jüngeren Generation größtenteils vergessen sind, weil sie nicht weitererzählt und auch nicht mehr praktiziert werden. Da passte es auch, dass die KAB für das leibliche Wohl sorge und Gulaschsuppe mit frischem Brot servierte. Am dritten Sonntag im Oktober wird in Altbayern Kirchweih gefeiert, die „Allerweltskirchweih“, wie sie im Volksmund genannt wird. Bereits seit dem Mittelalter feierten die Christen ein religiöses Fest anlässlich der Weihe einer Kirche und bis 1866 hatte jede Kirche ihr eigenes Kirchweihfest, das am Sonntag vor oder nach dem Namenstag des Kirchenpatrons stattfand. Drei bis vier Tage dauerte das Fest und da die Bayern schon immer gerne gefeiert haben, ist man eben auch die Kirchweih in die Nachbargemeinden gegangen. Für die Landbevölkerung waren Kirchweihfeste eine der wenigen Gelegenheiten, bei Tanz, Musik, gutem Essen und beim Bier den harten Alltag zu vergessen. Ausufernde Feiern waren 1866 für die Obrigkeit Anlass die Dorfkirchweihen abzuschaffen und einen einheitlichen Tag für die Kirchweih festzulegen. Grete Pickel erzählte, wie man sich früher auf die Kirchweih vorbereitet hatte, bei einigen Bauern wurde eigens ein Schwein geschlachtet und „Kücheln“ war ein fester Bestandteil des kulinarischen Angebots. Das Festgewand durfte nicht fehlen und Kirchweihfeste waren früher ein Treffen der Verwandten um einmal im Jahr sich wieder zusehen und das „Neueste“ der Familien zu erfahren.
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