Waldershofer Schüler im Seniorenheim (Bild: Alica Kraupner)

Waldershofer Grundschüler lesen für Senioren

Vergangene Woche besuchten die Grundschüler des offenen Ganztages der Jobst-vom-Brandt Schule die Bewohner des Seniorenservicehauses in Waldershof. Zum Einstieg lasen die fünfzehn Kinder in zwei Kleingruppen den Senioren bekannte Märchen vor. Diese durften die Geschichte auf großen Bildkarten in einem Erzähltheater mitverfolgen. Viele Bewohner strahlten beim Anblick ihres Lieblingsmärchens. Anschließend wurden im Zweierteam - Senior und Schüler - verschieden schwierige Bildrätsel gelöst. Auch einige Fragen, welche die Kinder brennend interessierten, wurden freundlich beantwortet: „Wie alt ist der älteste Bewohner? Was ist Ihr Lieblingsmärchen?“ Oder auch: „Warum wohnen Sie hier im Seniorenheim?“ Bei vielen Antworten staunten die Kinder nicht schlecht. Der älteste Bewohner ist zum Beispiel 97 Jahre alt. Bereits beim ersten Treffen zeigte sich, dass sowohl die älteren Menschen als auch die Kinder von diesem Austausch profitieren und Hemmungen auf beiden Seiten abgebaut wurden. Als die Kinder zum Gehen aufbrachen, herrschte bereits ein klein wenig Wehmut. Kinder und Senioren wünschten sich ein baldiges Wiedersehen. Dies möchte die Grundschule Waldershof gerne aufgreifen und eine Patenschaft mit dem Seniorenservice Haus Waldershof eingehen. In Zukunft werden die Kinder des Offenen Ganztags vierteljährlich die Senioren besuchen und verschiedenen Aktivitäten anbieten, wie z.B. gemeinsame Spiele oder Bastelnachmittage.
Schüler simuliert Rettung aus einem Eisloch. (Bild: Alica Kraupner)

Eisrettungskurs an der Jobst-vom Brandt-Grundschule Waldershof

Kurz vor den Faschingsferien veranstaltete das Bayerische Rote Kreuz an der Jobst-vom-Brandt Grundschule Waldershof einen Eisrettungskurs für dreißig Kinder des Offenen Ganztages. Gerade in ländlichen Gegenden mit vielen Teichen und Gewässern kann für Kinder und Jugendliche ein solcher Kurs lebensrettendes Wissen vermitteln und sie in ihrer Handlungskompetenz unterstützen. Kursleiter Heinz Kraupner versuchte, den Kindern ein Gefahrenbewusstsein für Situationen rund um und im gefrorenen Gewässer beizubringen. Hierbei sensibilisierte er die Kinder mit Hilfe kindgerechter Bildkarten für Themen wie: Wann gehe ich überhaupt auf einen scheinbar gefrorenen See? Was tu ich, wenn das Eis knackt? Wie reagiere ich richtig, wenn jemand anderes bereits ins Eis eingebrochen ist? Die Teilnehmer lernten an 8 verschiedenen Stationen mit spannenden Selbstversuchen, die Gefahren und Tücken eines Eiseinbruches am eigenen Leib zu spüren. So unterschätzte so manches Kind die Kälte beim Handbad im Eiswasser. Auch das eigenständige Befreien ohne Einsatz der Beine aus einem mit Kästen simulierten Eisloch war für viele Kinder anstrengender als gedacht. Neben der Ersten Hilfe übten die Schüler auch das Absetzen eines Notrufs mit einem vorab informierten Mitarbeiter der Rettungsleitstelle. Hierbei konnten Sie wiederholen, was sie beim Melden eines Notfalls im Gewaltpräventionskurs im vergangenen Monat gelernt hatten.
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