Ihr seid eine der stärksten Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet und habt wieder gezeigt wie wichtig die Ammersrichter Feuerwehr ist”, erklärte Oberbürgermeister Michael Cerny in seinem Grußwort bei der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Amberg-Ammersricht im Ammersrichter Pfarrsaal.
Den Auftakt zur Mitgliederversammlung machte wie immer ein feierlicher Gottesdienst in der Bruder-Konrad-Kirche bei dem die Wehr besonders den verstorbenen Vereinsmitgliedern gedachte. Zelebrant Pfarrer Michael Jakob freute sich, dass alle liturgischen Dienste während des Gottesdienstes wieder von Mitgliedern der Feuerwehr in Uniform übernommen wurden.
In seinem Rechenschaftsbericht blickte erster Vorsitzender Wolfgang Nagler dann auf das Jahr 2024 zurück. Wie Nagler ausführte konnten wieder zahlreiche Vereinsveranstaltungen wie der Preisschafkopf im Februar, das Johannisfeuer im Juni, das Spanferkelessen im Juli oder der Kameradschaftsabend im November durchgeführt werden. Auch die Gedenkstunde zum Volkstrauertag an der Dorfkapelle wurde wieder organisiert und durchgeführt. Als besonderes Highlight war im September die gesamte Bevölkerung wieder ein Wochenende lang zum Feuerwehrfest am Gerätehaus eingeladen. Zum Jahresabschluss im Dezember wurde ein Informationsnachmittag für die passiven und fördernden Mitglieder veranstaltet. Ein besonderer Dank gelte auch wieder allen Sponsoren und Gönnern der Feuerwehr, so Nagler. Besonders erfreulich sei zudem, dass auch die Mitgliederzahl im vergangen Jahr erneut gestiegen sei und der Feuerwehrverein derzeit 270 Mitglieder zähle, erklärte der erste Vorsitzende.
„Ich möchte mich abschließend sehr herzlich bei meinen Kollegen des Führungsteams der Ammersrichter Feuerwehr für die 12 Jahre sehr gute Zusammenarbeit bedanken”, erklärte Wolfgang Nagler, der bereits angekündigte hatte bei den folgenden Neuwahlen nicht mehr zu kandidieren.
Erster Kommandant Christian Schafbauer blickte ebenfalls auf das Jahr 2024 zurück und konnte wieder beeindruckende Zahlen verkünden. Insgesamt 77 Einsätze mussten die Ammersrichter Wehrmänner und -frauen im vergangen Jahr abarbeiten. Dabei schaffte es die Ammersrichter Feuerwehr, dass das erste Fahrzeug im Schnitt bereits nach 3:25 Minuten aus dem Feuerwehrhaus ausrückte und nach 6:25 Minuten an der Einsatzstelle war. Für eine freiwillige Feuerwehr sei das ein beeindruckender Wert. Besonders hervorzuheben aus dem Einsatzgeschehen im vergangen Jahr seien der Bombenfund im März in der Nähe des Bahnhofs Luitpoldhöhe, welcher einen 24 stündigen Einsatz inklusive Liveschalte des BRs aus dem Ammersrichter Gerätehaus nach sich zog und das Großfeuer in Steiningloh im Dezember gewesen. Zudem leisteten die Ammersrichter 110 Übungsdienste im vergangenen Jahr und besuchten 39 überörtliche Fort- und Weiterbildungen. Durch Eigenmittel, aber auch durch Spenden, konnten zudem wieder verschiedene technische Ausrüstungsgegenstände beschafft werden, wie der Kommandant ausführte. Im Juli habe man, erklärte Schafbauer augenzwinkernd, den 30. Geburtstags des Löschgruppenfahrzeugs LF 8/6 feiern können, so dass hier zeitnah eine Ersatzbeschaffung erfolgen müsse.
Abschließend blickte erster Kommandant Christian Schafbauer, auch er hatte bereits im Vorfeld angekündigt sich nicht mehr zur Wahl zu stellen, auf die vergangen 12 Jahre seiner Amtszeit zurück. In Reimform dankte der scheidende Kommandant allen Aktiven, der Vorstandschaft, sowie der Amberger Feuerwehr und den politischen Verantwortungsträgern für das sehr gute Miteinander und die gute Zusammenarbeit in den 12 Jahren.
Jugendwart Maximilian Dobmeier freute sich, dass die Zahl der Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit 28 stabil geblieben sei. Besonders zu erwähnen sei, so Dobmeier, dass der Anteil der weiblichen Mitglieder bei nahezu 50 Prozent liege. Damit ist die Ammersrichter Jugendfeuerwehr noch immer die mitgliederstärkste Jugendfeuerwehr im gesamten Stadtgebiet. Insgesamt 36 Abzeichen wurden von den Jugendlichen im vergangen Jahr abgelegt. Neben den Ausbildungsdiensten seien auch wieder eine Reihe von Freizeitaktivitäten wie eine Hüttenfahrt, eine Fahrradtour nach Hirschau, oder eine Nachtwanderung durchgeführt worden. Das Highlight sei aber der Besuch der Partnerfeuerwehr in Preetz bei Kiel im August gewesen, bei dem man zusammen mit der Partnerfeuerwehr eine Woche lang verschiedene Ausflüge unternehmen konnte. Abschließend bekamen die langjährigen Ausbilder Philipp Heuberger und Tobias Stubenvoll, welche ihre Tätigkeit aufgaben, sowie der ebenfalls scheidende Jugendwart Maximilian Köppel, zum Abschied Bildercollagen und kleine Geschenke überreicht.
Als letzte Amtshandlung konnte Kommandant Christian Schafbauer noch Beförderungen vornehmen. Isabell Dukart, Maria Colelli, Diana Schapschalow, Franz Ibler, Xenia Stoschenovsky, Felix Blödt und Lukas Kraus wurde der neu geschaffene Dienstgrad Feuerwehrmannanwärter verliehen. Zu Feuerwehrfrauen wurden Selina Schötz und Angelina Dühring und zum Feuerwehrmann Fabian Kummer befördert.
Bei den anschließenden Kommandantenwahlen wurde der bisherige stellvertretende Kommandant Christian Karl einstimmig zum neuen Kommandanten der Ammersrichter Feuerwehr gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden mit sehr großer Mehrheit Thomas Weber und Maximilian Nagler gewählt. Sie werden nun die Geschicke der Ammersrichter Feuerwehr in den nächsten sechs Jahren leiten.
Bei den Vereinswahlen wurden Tobias Neudecker und Tobias Stubenvoll mit jeweils rund 95 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Feuerwehrvereins gewählt. Mit 100 Prozent der Stimmen wurden Sebastian Danzer als Schriftführer und Günter Weigl als Kassier in ihren bisherigen Ämtern bestätigt. Zu Vertrauensmännern der Aktiven wurden Stefan Blödt, Florian Feldmann und Daniel Scharl gewählt. Zum Vertrauensmann der passiven und fördernden Mitglieder wurde Ehrenkommandant Wolfgang Weigl gewählt. Als Kassenprüfer fungieren zukünftig Daniel Scharl und Peter Ballach.
Oberbürgermeister Michael Cerny bedankte sich anschließend bei den ehemaligen Kommandanten und Vorständen für ihr herausragende Engagement für die Ammersrichter Feuerwehr und überreichte ein kleines Präsent. Zudem bedankt sich der Stadtoberste auch bei den neugewählten Amtsträgern für ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. „Die Ammersrichter Feuerwehr war schon immer etwas rebellisch und wird das bei der neu gewählten Führung auch sicher bleiben”, erklärte Cerny mit einem Augenzwinkern. Besonders freue ihn, dass wenn er sich im Saal so umschaue, sich so viele junge Menschen bei der Feuerwehr in Ammersricht engagieren.
Stadtbrandrat Heinrich Scharf bedankte sich ebenfalls bei den ausgeschiedenen Führungskräften und gratulierten den Neugewählten. „Ihr habt im vergangen Jahr wieder sehr viel geleistet”, zeigte sich Scharf beindruckt von den Berichten. Abschließend beförderte der Stadtbrandrat den ehemaligen Kommandanten Christian Schafbauer und den neuen Kommandanten Christian Karl zum Hauptlöschmeister.
Pfarrer Michael Jakob bedankte sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und das sehr gute Miteinander zwischen Pfarrei und Feuerwehr. Er hoffe, dass dies auch unter der neuen Führung so bleibe, habe da bei den neu gewählten Personen allerdings keine Bedenken.