Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Missionsbrücke Moosbach-Ndendule stand die Neuwahl der Vorstandschaft sowie Neues aus dem Kongo zu erfahren. Zuvor fand der Gedenkgottesdienst für Ehrenmitglied Pfarrer Josef Most und die verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche statt. Vorsitzender Bernhard Rom konnte bei der Versammlung im Pfarrheim Pfarrer Udo Klösel und 3. Bürgermeister Helmut Meindl begrüßen. Das Protokoll der letzten Versammlung trug Schriftführerin Anja Rom vor und es wurde mit Beifall aufgenommen.
Vorsitzender Bernhard Rom gab einen kurzen Rückblick zum vergangenen Vereinsjahr. Diesmal fanden keine großen Aktionen statt.
Trotzdem war der Verein nicht untätig. Die bekannten und kleinen Aktionen wurden in bewährter Weise weitergeführt. Dazu zählen die Jahreskalender, die vom Kalender-Team mit Gaby Hagn, Jonas Rom und Martin Götz schon seit einigen Jahren erstellt werden. Der Verkauf war wieder ein voller Erfolg. Auch die beliebten Ofen- und Grillanzünder wurden wieder in vielen Stunden vom Bastelteam mit Familie Rom, Gaby Hagn und Uli Schwingl produziert und in der Filialkirche Tröbes und im Hoftner Ladl verkauft. Richard Reger berichtete in zahlreichen Vorträgen vom Leben in Ndendule. Michael Beugler griff das Thema in der Jugendarbeit auf. Gerade auch diese kleinen Bausteine sind besonders bedeutend. Vorsitzender Rom dankte allen, die sich mit ihren Ideen einbringen. Herzlicher Dank gilt auch allen Vereinen, Gruppierungen und Privatpersonen, die das ganze Jahr über Pater Ferdinand unterstützen. Wie der Frauenbund durch Monatsmessen und andere Aktionen, die KLJB Tröbes mit Pfingstschwanzfahren, Privatpersonen die Spenden sammeln. „Vergelt`s Gott“ sagte Rom auch dem verstorbenen Pfarrer Josef Most. Durch seinen Besuch in Ndendule brannte er für die Arbeit von Pater Ferdinand und war immer ein großer Unterstützer.
Im vergangenen Jahr hat sich in Ndendule einiges verändert und es wurde angepackt.
Davon berichtete ein Brief von Schwester Kousum und Gaby Hagn. Der lange ersehnte Handymast wurde aufgestellt. Dies ermöglicht nun einen deutlich
erleichterten Kontakt zu Pater Ferdinand und einigen Bewohnern. Über den
Nachrichtendienst können nun Fotos, Videos, Sprachnachrichten und Texte viel
einfacher übermittelt werden. Noch am Morgen der Jahreshauptversammlung schickte Pater Ferdinand in einem Videoanruf viele Grüße an die Missionsbrücke und berichtete von der aktuellen Situation. Die drei
indischen Ordensschwestern vom Mutterhaus der Augustinerinnen aus Köln nahmen 2024 ihre Arbeit in Amadi und Ndendule auf. Mit ihrer Hilfe wurde die Krankenstation in Ndendule hergerichtet (Räume gesäubert, Wände gestrichen, Matratzen für die Betten gekauft) und ein Vorrat an Medikamenten angelegt. Die Dächer wurden mit Strompanelen ausgestattet, um z.B. einen Medikamentenkühlschrank betreiben zu können. Zudem soll ein Ultraschallgerät angeschafft werden. Eine der Ordensschwester ist Krankenpflegerin und kommt mindestens zweimal wöchentlich nach Ndendule um die Kranken zu versorgen. Besonders erfreulich ist, das Mbaraza, ein junger Mann aus Ndendule seine Ausbildung zum Arzt erfolgreich abgeschlossen hat. Aktuell sammelt er praktische Erfahrung in einem Krankenhaus in Isiro und wird dann voraussichtlich ab März in Ndendule arbeiten. Endlich konnte ein Auto für Pater Ferdinand angeschafft werden, er kann so bequemer und vor allem gefahrloser die entlegenen Dörfer aufsuchen. Nach wie vor leistet der „Moosbacher“ Unimog wertvolle Dienste, allerdings verbraucht er sehr viel Treibstoff, was sehr teuer ist. Ein etwa zweijähriger Junge, der von der Mutter ausgesetzt wurde und sich in einem
gesundheitlich sehr schlechten Zustand befand, wurde von Pater Ferdinand und
Köchin Brigitte aufgenommen. Inzwischen geht es dem Jungen sehr gut und er weicht Pater Ferdinand nicht mehr von der Seite.
Leider sind aber auch weniger schöne Dinge
zu berichten: Derzeit sind viele ausländische Goldgräber mit großen Maschinen vor allem auf der anderen Seite des Flusses Uele unterwegs. Auch wenn dadurch einige Hauptverkehrswege repariert werden, gibt es negative Folgen. So hoffen auch viele aus der einheimischen Bevölkerung das große Glück zu machen und verlassen ihre Dörfer. Auch die Preise vor allem für Lebensmittel steigen. Durch die anhaltende Trockenzeit, in der es derzeit sehr schwül und heiß ist, versiegen langsam die Wasserquellen. Daher warten alle sehnsüchtig auf Regen.
Pater Ferdinand schickte ein herzliches „Merci Mingi“ (Dankeschön) an alle Unterstützer in der Heimat. In Ndendule findet ein Dankgottesdienst für alle Wohltäter der Pfarrei Moosbach bzw. der Missionsbrücke statt. Einen Kassenbericht legte Gaby Hagn vor. Kassenprüferin Ulrike Guttenberger bescheinigte, auch im Namen von Mitprüfer Michael Beugler, einwandfreie Kassenführung. Der Kassier wurde einstimmig entlastet.
Dritter Bürgermeister Helmut Meindl und Pfarrer Udo Klösel fungierten als Wahlausschuss. Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis. Zum ersten Vorsitzenden wurde Bernhard Rom; zur zweiten Vorsitzenden Ulrike Schwingl; Kassier Gaby Hagn und als Schriftführer Anja Rom gewählt. Beisitzer sind: Maria Hierold, Jakob Rom, Jenny Hofmeister, Richard Reger und Annemarie Bock. Kassenprüfer wurden Ulrike Guttenberger und Michael Beugler.
In seinem Grußwort überbrachte 3. Bürgermeister Helmut Meindl die Grüße von
Bürgermeister Armin Bulenda und dankte dem Verein für das große Engagement. Er
selbst erinnert sich noch gut an die Unimog-Aktion. Pfarrer Udo Klösel dankte für den beeindruckenden Bericht aus Ndendule und freut sich zu hören, dass die Spenden etwas bewegen.