Am 4. Februar kamen zahlreiche Interessierte ins Oberpfälzer Volkskundemuseum, um mehr über Ahnenforschung zu erfahren. Rita Scharl von der Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz erklärte in ihrem Vortrag, welche Methoden sich für genealogische Recherchen eignen und wo sich wichtige Quellen finden lassen.
„Die ersten Schritte führen meist nicht ins Archiv, sondern ins eigene Umfeld”, betonte die Referentin. Familienmitglieder können oft wertvolle Informationen über Namen, Geburtsdaten und frühere Wohnorte weitergeben. Viele Menschen überblicken selbst vier bis fünf Generationen – von den Großeltern bis zu den Enkeln.
Wer weiter in die Vergangenheit blicken möchte, sollte gezielt in Archiven recherchieren. Rita Scharl gab praktische Tipps zu relevanten Beständen und erklärte, welche Sperrfristen gelten. Sie betonte, dass Nachkommen das Recht haben, Einsicht in die Daten ihrer unmittelbaren Vorfahren – also Eltern und Großeltern – zu nehmen, falls keine Auskünfte aus der Familie mehr möglich sind.
Eine gründliche Dokumentation erleichtert die Forschung erheblich. Scharl riet dazu, Signaturen und Seitenzahlen von Personenstandsregistern sorgfältig zu notieren und, falls erlaubt, Kopien oder Fotos der Einträge anzufertigen. Auch das Internet bietet zahlreiche Recherchemöglichkeiten. Scharl empfahl jedoch, gefundene Daten stets zu überprüfen, da nicht alle veröffentlichten Informationen korrekt sind.
Die Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz lädt alle Interessierten regelmäßig zu einem genealogischen Stammtisch ein. Das nächste Treffen findet am 8. März um 19 Uhr in Schwarzenfeld (Sportpark) statt.