Bei den Königlich privilegierten Feuerschützen 1434 Amberg ist eine Ära zu Ende gegangen. Bei der Jahreshauptversammlung trat Hanns Peter Oechsner nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze der Gesellschaft nicht mehr zur Wiederwahl an, sondern überließ seinem bisherigen Stellvertreter Peter Hüttner das Amt des Präsidenten. Zum Dank für seine Leistungen - Oechsner gehörte dem Vorstand insgesamt sogar 49 Jahre an, war zuvor 24 Jahre lang auch Schriftführer gewesen - ernannte ihn die FSG zu ihrem Ehrenpräsidenten.
Weil der Oberpfälzer Schützenbund keine höheren Auszeichnungen für dieses schon früher gewürdigte langjährige Wirken mehr hat, übergab OSB-Präsident Franz Brunner das Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbunds in Gold an Oechsner, für den auch Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny voll des Lobes war. „Das kann so leicht keiner nachmachen, was du in diesen Jahrzehnten geleistet hast”, sagte der OB und meinte damit neben praktischen Aufgaben wie manchen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt, den Oechsner stets gefördert habe.
„Das funktioniert nur, wenn es Menschen gibt, die den Laden zusammenhalten”, attestierte Cerny dem scheidenden Präsidenten, den er als „Architekten” im doppelten Wortsinn und als prägend für Ambergs ältesten Verein bezeichnete. Bezeichnend tatsächlich, dass Oechsner von derzeit 520 Mitgliedern nur neun nicht selbst aufgenommen habe und somit praktisch jeden kenne. Froh war der Oberbürgermeister auch, dass Oechsner mit seinem Stellvertreter als Nachfolger ein gut bestelltes Haus hinterlasse, was auch für weitere neu besetzte Vorstandsämter galt.
So wird Peter Hüttner nun auf dem Posten des Schützenmeisters und Sportleiters - er hatte zuletzt beide Funktionen inne - von Werner Pettinger bzw. Michael Dötsch ersetzt. Auch Schriftführer Thomas Amann gab nach fünf Jahren sein Amt an Vera Dötsch ab. In den Gesellschaftsausschuss wurden Bernd Bielfeldt, Ingo Haak, Günter Eichinger, Andreas Feuerer und Karl Platzer wiedergewählt sowie Andreas Papp, Markus und Diana Jenke neu hinzuberufen. Außerdem hat die FSG mit Josef Gruber und Margit Meyer für ihre Verdienste zwei neue Ehrenmitglieder ernannt und verlieh ferner Werner Pettinger und Michael Dötsch die Ehrennadel in Gold. In Silber bekamen diese Auszeichnung Andreas Hiltl und Stefan Herkommer.
Schatzmeister Oliver Grosch berichtete von geordneten finanziellen Verhältnissen und einem gewissen Polster, das angesichts rapide gestiegener Energiepreise und einer in naher Zukunft zu erneuernden Heizanlage aber auch nötig sei. Sportlich zeigte sich Peter Hüttner mit insgesamt vier Mannschaften der FSG bei den Rundenwettkämpfen sowie Beteiligungen an Gau-, Landes- und deutscher Meiserschaft ebenso zufrieden. Einziger Wermutstropfen allenfalls das seit gut einem Jahr leerstehende Gasthaus, für das laut Oechsner aber weiter nach einem neuen Wirt gesucht wird.