Im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts behandelten die Kombiklassen 2/3 der Ludwig-Meier-Grundschule Etzenricht das Thema „Feuer und Feuerwehr”. Ganz zur Freude der Zweit- und Drittklässler durften sie zu diesem Anlass am Mittwoch, den 12.03.2025, die Freiwillige Feuerwehr Etzenricht besuchen. Voller Vorfreude und Spannung machten sie auf den Weg zum Feuerwehrhaus. Vor Ort wurden sie vom stellvertretenden Kommandanten Thomas Feige und den Brandschutzerzieherinnen Angelika Feige und Lisa Heinze empfangen, die sich an diesem Vormittag extra Zeit nahmen, um den Schülerinnen und Schülern die Aufgaben der Feuerwehr näher zubringen.

Herr Feige zeigte den Kindern das Gerätehaus, dessen Anblick für Erstaunen sorgte. Der erste Weg führte direkt zum Löschgruppenfahrzeug, welches die Kinder am meisten interessierte. Es wurden viele Fragen zum Inhalt und der Größe des Fahrzeugs gestellt, die Herr Feige geduldig beantwortete. Ein ums andere Mal holte er Ausrüstungsbestandteile aus dem Fahrzeug und präsentierte sie den Kindern. Als die Schülerinnen und Schüler dann selbst noch im Löschgruppenfahrzeug Platz nehmen durften, strahlten die Augen.

Außerdem wurde den Kindern von Frau Feige das Rauchhaus gezeigt, ein Modellhaus, das die Ausbreitung von Rauch im Brandfall veranschaulicht. Durch Rauch und geöffnete oder geschlossene Türen konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie schnell sich Rauch ausbreitet und warum es wichtig ist, Türen im Brandfall geschlossen zu halten. So lernten sie spielerisch wichtige Verhaltensregeln für den Ernstfall.

Auch Frau Heinze scheute keine Mühen: Sie zeigte nicht nur die Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers, sondern legte sie auch an, wovon die Zuschauenden mächtig beeindruckt waren. Nebenbei erklärte sie den Nutzen der einzelnen Bestandteile und wie sich ein Atemschutzgeräteträger im Brandfall verhält. Die Stille und das gebannte Zuhören der Kinder zeigte einmal mehr deutlich, wie gefesselt und interessiert sie bei der Sache waren. Danach durfte die Ausrüstung genauer unter die Lupe genommen werden. Die Zweit- und Drittklässler waren buchstäblich überwältigt davon, wie schwer eine solche Ausrüstung ist: „Die Ausrüstung wiegt ja mehr als ich!“, stellte ein Junge fest.

Doch nach diesen vielen Highlights war der Besuch noch nicht zu Ende: Im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl an Fragen überlegt, die sie den Feuerwehrleuten stellen wollten. Auch hier wurden sie nicht enttäuscht: Jede Frage wurde ausdauernd und verständlich erklärt und die Kinder erfuhren eine Menge spannende Informationen. Die Begeisterung der Feuerwehrleute war so ansteckend, dass die Mädchen und Buben dann auch unbedingt wissen wollten, wie man der Kinderfeuerwehr beitreten kann. Es war also ein voller Erfolg und ein toller und informativer Besuch, der den Kindern mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Am darauffolgenden Tag besuchte Herr Thomas Feige, die drei Klassen im Unterricht. Auf dem Stundenplan stand das richtige Verhalten im Brandfall und das Absetzen eines Notrufs. Kindgerecht erklärte Herr Feige den Mädchen und Buben, welche Informationen im Notfall an den Disponenten in der Leitstelle weitergegeben werden müssen. Vor allem aber nahm er den Kindern die Angst vor einem solchen Anruf, indem er herausstellte, dass die Person am anderen Ende der Leitung den Anrufenden unterstützt und durch das Gespräch führt. Um das am eigenen Leib zu erfahren und die Scheu zu verlieren, durften die Zweit- und Drittklässler selbst einen „Notruf“ absetzen. Dazu hatte der Feuerwehrmann das Notruftelefon der Freiwilligen Feuerwehr Etzenricht dabei, welches es den Kindern ermöglichte, die Notrufnummer 112 anrufen und den Ernstfall mit Herrn Feige als „Disponenten“ durchspielen zu können, was zu großer Begeisterung führte.
Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich Freude daran, einen inszenierten Notruf abzusetzen und verloren zunehmend die Scheu, sodass sie ihre Aufgabe mit Bravour meisterten. Dafür ernteten sie auch ein großes Lob von Herrn Feige.