In der Katholischen und auch in der Evangelischen Kirche wird am 2. Februar Mariä Lichtmess gefeiert. Es wird häufig auch als Fest der „Darstellung des Herrn und Tag des geweihten Lebens” bezeichnet und als Abschluss der Weihnachtszeit begangen. Leider endet die Weihnachtszeit seit der Liturgiereform für viele schon am Sonntag nach dem Dreikönigstag, dem Fest der Taufe des Herrn. Lichtmess ist eines der ältesten Feste der christlichen Kirchen. Seit Anfang des 5. Jahrhunderts wurde es am 40. Tag nach der Geburt Jesu gefeiert. In Rom wurde der Feiertag um das Jahr 650 eingeführt. Seit dem 11. Jahrhundert kam der Brauch der Kerzensegnung und der Lichterprozessionen auf. An Lichtmess werden während des Gottesdienstes die Kerzen für den jährlichen Kirchenbedarf und die der Familien geweiht. Für den Kerzenbedarf in der Kirche wird auch von den Gottesdienstbesuchern am Lichtmeßtag gespendet. Diese verschiedenen Kerzengrößen und Motive wurden in der katholischen Kirche St. Erhard so eindrucksvoll als Kerzenaltar aufgebaut.