Eines der Aushängeschilder der Kreisstadt leidet unter Nachwuchs. Bei der Jahreshauptversammlung betonte Vorsitzender Helmut Fukerider, dass man nun eine Werbeaktion starten wird. „Wir brauchen sowohl Aktive als auch ideelle Mitglieder.“ Mit Info-Flyern, welche bereits auf den Tischen auflagen, persönlichen Ansprachen von Interessierten und der Vereinsmesse, welche im Herbst stattfinden soll, will man versuchen neue Mitglieder für die Bürgerwehr und die Marketenderinnen zu begeistern.
Durch Kommandant Josef Moldaschl gab es zunächst einen Überblick über die Auftritte der Bürgerwehr. So konnte man sowohl beim 80. Geburtstag des Stadtehrenhauptmanns Major in Tradition Ludwig Fritsch als auch beim 75. Geburtstag des immer noch aktiven Gründungsmitglieds Feldwebel Hermann Schmid gratulieren.
Die Teilnahme am Kommandantentreffen des Landesverbandes Bayerischer Bürger- und Landwehren in Mömmlingen bei Aschaffenburg waren ebenso eine Selbstverständlichkeit wie ein Salutschuss beim Maibaumaufstellen oder die Teilnahme am Nordgautag in Grafenwöhr. Was wären die Historischen Stadtführungen der Kulturfreunde ohne die Bürgerwehr? Bei zehn Terminen waren die Bürgerwehrmänner zur Stelle.
Natürlich treten oftmals auch Terminüberschneidungen auf. So fuhr eine Abordnung zum Patenkind der Bürgergarde Neustadt in Hessen der andere Teil verabschiedete am Kirchplatz den langjährigen Stadtpfarrer Josef Häring mit einem Salut.
Leider mussten auch zwei ehemalige Aktive bei ihrem letzten Gang begleitet werden: Max Pöllmann und Uli Konz.
Die Neustädter nahmen selbstverständlich in der Nachbargemeinde Störnstein am 35jährigen Jubiläum der Hochfürstlichen Grenadiergarde teil.
Abschließend dankte Moidaschl allen Aktiven und den Marketenderinnen für ihre stete Unterstützung.
Vorsitzender Helmut Fukerider stellte die drei grundsätzlichen Ziele der neu gewählten Vorstandschaft vor: Weiterführung der Vereinsarbeit; neue und zukunftsweisende Investitionen in das Equipment des Vereins und finanzielle Investitionen in die aktiven Mitglieder von Bürgerwehr und Marketenderinnen.
Derzeit zählt der Verein 14 aktive Bürgerwehrler, acht aktive Marketenderinnen, 22 passive Mitglieder und elf Förder- und Ehrenmitglieder.
„Für das kommende Vereinsjahr haben wir uns deshalb vorgenommen für neue aktive Mitglieder zu werben.“
Beim Rückblick auf das letzte Vereinsjahr stellte Fukerider fest, dass 86 verschiedene Termine mit jeweils mindestens zwei Mitglieder besucht wurden.
Lange habe man nach einer langfristigen, hoffentlich endgültigen, Bleibe für die Vereinsfahne gesucht. Auch durch die Vermittlung durch Bürgermeister Sebastian Giering fand man nun im Rathaus eine Lösung.
Inzwischen steht der neue Fahnenschrank im Neustädter Rathaus und etwa Mitte April wird auch unsere Vereinsfahne nach einer notwendigen Auffrischung darin ihre neue „Heimat“ finden.
Fukerider bedankte sich bei den beteiligten Firmen sowie den Mitgliedern Josef Moldaschl, Erwin Zapf, Josef Marzi und Patrick Zeitler, die über 130 Arbeitsstunden für die anfallenden Holzarbeiten geleistet haben. „Herausheben möchte ich als Vorsitzender unseren Kommandanten Josef Moldaschl, der sich für die komplette Planung und Durchführung des neuen Fahnenschrankes verantwortlich zeigte.“
Hierfür entstanden Unkosten in Höhe von ca. 2150 Euro und die Restaurierung und Reinigung der Fahne, welche zur Zeit durchgeführt wird, wird nochmals mit ca. 1500 Euro die Vereinskasse belasten.
Nachdem die Altenstädter Feuerwehr der Bürgerwehr beim 40jährigen Jubiläum unterstützt hatte revanchierten sich die Neustadt beim 150jährigen Jubiläum der Altenstädter Wehr und übernahmen am Festsonntag nach dem großen Festzug den Ausschank.
Wie in jedem Jahr wurde zur Christmette in St. Quirin das Christkindl angeschossen.
Der Vorsitzende dankte allen Aktiven die enorm viel Freizeit opfern und der Neustädter Bürgerwehr „Gewehr bei Fuß“ stehen. Der Danke galt weiterhin allen passiven und fördernden Mitglieder, den Marketenderinnen, dem Backofenteam sowie der Stadt Neustadt mit Bürgermeister Sebastian Giering.