Der Sportkegelklub Schwarz-Gelb Etzelwang organisierte das 40. Gemeindekegelturnier auf der Kegelbahn im Gasthaus Peterhof. Vier Jahrzehnte erhielten demnach die Etzelwanger Gemeindebürger in der Woche nach Weihnachten bis Heilig Drei König die Gelegenheit, durch sportliche Betätigung zusätzliche Weihnachtspfunde wieder abzuspecken und den Muskelkater tapfer zu ertragen.
Den Feiertag am 6. Januar behalten sich die Organisatoren des Gemeindekegelturniers alljährlich für die Siegerehrung im Gasthaus Peterhof vor. Der 2. Vorsitzende des Etzelwanger Sportkegelklubs, Roland Sperber, erinnerte daran, dass die Beteiligung von den Gemeindebürgern nur für Hobby-Kegler erlaubt sei, die nicht als Mitglieder in Kegelvereinen bei Verbandsspielen eingesetzt werden. Diese Voraussetzung erfüllten heuer 128 Personen in 32 Mannschaften zu je vier Sportler bzw. Sportlerinnen aus zwölf verschiedenen Vereinen. Vor Corona, so der Vorsitzende, habe eine zahlenmäßig größere Beteiligung die jährlichen Turniere ausgetragen. Er bedauerte, dass sich für diesen Wettkampf zu wenig Jugendliche gemeldet hatten, so dass heuer auf eine Jugendklasse verzichtet werden musste.
Der Vorsitzende erläuterte das neue Reglement. Heuer wurden erstmals sowohl bei den Herren als auch bei den Damen einheitlich 60 Schub gefordert, 30 auf die Vollen und 30 auf Abräumen. Außerdem stand bei jedem Teilnehmer und bei jeder Teilnehmerin nach 15 Schub auf die Vollen und 15 Schub auf Abräumen ein Wechsel der Kegelbahn an, um allen die gleichen Chancen zu gewähren.
Nach 7 680 Schub, die von 22 Herren- und 10 Damenmannschaften abgegeben wurden, standen die Pokalsieger fest. Bei den Herren setzte sich die Freiwillige Feuerwehr Lehendorf mit 877 Holz an die Spitze vor dem Sportverein 1945 Etzelwang mit 875 Holz und den Peterhofkeglern mit 841 Holz. Ihnen überreichte Josef Lutter die Pokalspende vom Lehentaler Heimatverein.
Die beste Damenmannschaft stellten die Peterhofkeglerinnen mit 634 Holz. Ein Holz weniger, 633 Holz versetzte die Damen der Freiwilligen Feuerwehr Etzelwang auf Platz zwei. Den dritten Platz erkämpfte sich die Belegschaft des Gasthauses Peterhof, die ebenfalls 633 Holz zu Fall brachte, aber weniger Neuner schob. Die Pokalspende kam von der Firma Megatec, die Pokale überreichte deren Juniorchef Christoph Pirner.
Bei der Einzelwertung übertraf Stefan Pesel von der Freiwilligen Feuerwehr Etzelwang alle männlichen Bewerber mit 241 Holz. Bei den Damen dominierte Isabell Ott, ebenfalls Freiwillige Feuerwehr Etzelwang, mit 191 Holz. Die Pokale steuerte die Raiffeisenbank Auerbach-Freihung bei.
Christoph Pirner erzielte mit 38 Holz die beste Serie. Er bekam den Geldpreis des Veranstalters.
Bürgermeister Roman Berr würdigte dieses seit 40 Jahren gepflegte sportliche Ereignis in der Gemeinde Etzelwang und dankte den Organisatoren und dem dahinterstehenden Team für die Durchführung des Kegelturniers.