Ein familiäres Miteinander und Beständigkeit zeichnet die Freiwillige Feuerwehr Lehendorf aus. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Peterhof kam beides zur Geltung. Vorsitzender Gerd Ertel listete die Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr auf, von denen die Maiwanderung, das Sommerfest, die Beteiligung an der Feierstunde zum Volkstrauertag, die Mitwirkung am Weihnachtsmarkt, ein Helferessen und der sportliche Einsatz beim Gemeindekegelturnier in Erinnerung gerufen wurden. Für das Jahr 2025 kündigte er eine Fahrt ins Blaue, ein Sommerfest an der Lugerhütte, eine Maiwanderung und den Besuch des Jubiläums der befreundeten Hirschbacher Wehr an. Die Organisation des Jahresprogramms erfolgte bei acht Vorstandssitzungen.
Dem Protokoll, das Markus Wagner zu Gehör brachte, hatte die Versammlung nichts entgegenzusetzen ebenso wie dem Kassenbericht von Theresa Vogel. Gerhard Pirner und Günther Wagner hatten die Kasse geprüft und für in Ordnung befunden.
Kommandant Daniel Lobewein sprach von vier Einsätzen, unter anderem bei einem Wohnungsbrand und bei einem Alarm durch eine Brandschutzanlage. Die Wehr trainierte bei sieben Übungen, die Anwendung von Funk, die Praxis bei Gemeinschaftsübungen zusammen mit den Nachbarwehren und bei einer Großübung zur Brandschutzwoche. Eine erfolgreich abgelegte Ausbildung zum Gerätewart und der Wissenstest für die Jugend ergänzten das Ausbildungsprogramm. Seine aktive Truppe besteht aus 27 Erwachsenen, davon acht Damen. Im laufenden Jahr sei eine Ausbildung zum Jugendwart und zu zwei neuen Atemschutzträgern vorgesehen. Daniel Lobewein informierte die Versammlung darüber, dass er nach 12 Jahren für das Amt des 1. Kommandanten nicht mehr zur Verfügung stehe. Er dankte seinen Wehrkameraden für die gute Zusammenarbeit in dieser Zeit. Bürgermeister Roman Berr dankte ihm im Namen der Gemeinde Etzelwang und überreichte ihm ein Geschenk.
Von zehn Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Etzelwang – vier Jungs und sechs Mädchen - berichtete Theresa Vogel. Zur Festigung der Kameradschaft unter dem Nachwuchs bot die Wehr eine Fahrt ins Blaue. Die Vorbereitungen auf einen künftigen Dienst in der Feuerwehr gelangen bei 18 Übungen und einem Wissenstest. 2025 sei eine 24-Stunden-Übung neben 18 weiteren aktiven Einsatzübungen vorgesehen.
Bürgermeister Roman Berr würdigte die Arbeit der Lehendorfer Wehr für die Gemeinde. Die Pflege einer guten Kameradschaft sah er dort gegeben. Er schlug vor, auch in der Kläranlage wegen der Besonderheiten dieser Einrichtung bei einer Übung die Gefahren und erforderlichen speziellen Hilfen dort kennenzulernen. Auch im Freibad Etzelwang wäre eine Übung lehrreich für die Feuerwehrangehörigen.
Das Ausscheiden von Daniel Lobewein als 1. Kommandant machte die Wahl von zwei neuen Kommandanten notwendig. Jeweils einstimmig wählten die aktiven Wehrangehörigen Adrian Lutter zum 1. Kommandanten und Florian Hollederer zu dessen Stellvertreter.
Kreisbrandinspektor Christof Strobl dankte Daniel Lobewein für die 12 Jahre als 1. Kommandant. Strobl sprach die Schwierigkeiten in anderen Wehren an, für leitende Funktionen Nachfolger zu finden. Vorgesehen sei, die Dienstzeit in der aktiven Wehr bis zum Alter von 67 Jahren zu verlängern. Da die Bereitschaft, in der Feuerwehr mitzuarbeiten, in der Bevölkerung rückläufig sei, bezeichnete der Kreisbrandinspektor die Jugendarbeit als besonders wichtige Aufgabe. Für den Feuerwehrdienst lassen die Wetterkapriolen der letzten Zeit Einsätze mit unterschiedlichen Anforderungen erwarten. Deshalb sei eine umfassende Ausbildung in der Wehr wichtig.