Traditionell zogen die Fahnenabordnungen örtlicher Vereine, die Vertreter des Marktes Tännesberg und eine Abordnung der ersten Kompanie der Patenkompanie des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach mit einem Ensemble der Blaskapelle Gleiritsch vom Rathaus Tännesber zur Pfarrkirche „St. Michael”. Im feierlichen Gottesdienst, erstmals zelebriert von Dekan Alexander Hösl, mahnte er eindringlich die Gefahren für Demokratie und Freiheit an. „Nie wieder Krieg”, so Dekan Hösl, „war das Schlagwort der letzten siebzig Jahre. Doch die Hoffnung zerbrach mit dem Krieg in der Ukraine”. Ein Anliegen war ihm auch das Wiederaufflammen des Antisemitismus, was so nicht vorstellbar war. Mit der „Vater unser Messe” und dem Lied „Dana pacem, Domino” umrahmte der Kirchenchor musikalisch den Gottesdienst und Zeremonie am Ehrenmal.
Erster Bürgermeister Ludwig Gürtler bekräftigte die Worte von Dekan Alexander Hösl und rief dazu auf, daß dieser Volkstrauertag ein Aufruf an uns alle sein möge, die Lehren der Vergangenheit nicht zu vergessen und uns kraftvoll für Frieden, Freiheit und gegenseitigen Respekt einzusetzen. „In der Vergangenheit haben unzählige Menschen dafür gekämpft und ihr Leben gegeben. Heute tragen wir die Verantwortung, dieses Erbe zu bewahren. Frieden ist nur dann sicher, wenn wir bereit sind ihn zu schützen”, ermutigte er die Anwesenden. Bedenklich äußerte er sich über den Zulauf rechtsextremer Strömungen mit ihrem rassistischen, menschenverachtgenden und freiheitsfeindlichen Gedankengut.
Hauptmann Thomas Lenz für die Bundeswehr, von der auch die Ehrenwache gestellt wurde, und die Bürgermeister Ludwig Gürtler und Werner Schärtl für den Markt Tännesberg legten am Ehrenmal Kränze nieder. Mit der Bayernhymne und der Deutschlandhymne wurde die Gedenkfeier abgeschlossen.