Bei einer kleinen Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses Vilseck mit anschließendem Essen ehrte Bürgermeister Hans-Martin Schertl die Blutspender aus dem Bereich der Stadt Vilseck für ihre Bereitschaft, ihren „Lebenssaft“ zur Rettung von Menschenleben abzugeben. Bürgermeister Schertl freute sich, ganz besondere und außergewöhnliche Ehrungen vornehmen zu können, was er in seiner gesamten Bürgermeisterlaufbahn von über 20 Jahren noch nicht erlebte. Es gab einen Spender mit 150 Mal, vier Spender mit 125 Mal und drei Spender mit 100 Mal. Das sei eine herausragende Leistung und ein großartiger Verdienst, den es zu würdigen gilt.
Der Bürgermeister begrüßte besonders die Leiterin des Blutspendedienstes Vilseck, Brigitte Ringelstetter sowie Sebastian Schaller, den BRK Kreisgeschäftsführer aus Amberg.
Bürgermeister Schertl betonte, dass man das Engagement der Blutspender nicht hoch genug bewerten könne. Die Nachfrage nach Blutspenden übersteige immer mehr das Angebot. Deshalb könne die immerwährende Spendenbereitschaft der Geehrten nicht genug gelobt werden, retten sie doch damit wildfremden Menschen das Leben. Schertl hob besonders hervor, dass die Geehrten nicht nur einmal zum Blutspenden gegangen sind, sondern dies viele Jahre, ja Jahrzehnte durchgezogen haben.
Der Bürgermeister freute sich auch, dass die Spendenbereitschaft in Vilseck doch vergleichsweise hoch sei. Zu Beginn der Aufzeichnungen der BRK-Ortsgruppe Vilseck im Jahr 1997 waren es circa 125 Spender pro Termin. Die Spenderzahl stieg kontinuierlich an. Ein Rekordjahr hatte man 2021 in Vilseck mit 989 Spendewilligen, darunter 60 Erstspender bei vier Blutspendeterminen.
Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller dankte den Geehrten für ihre Leistung. Außerdem hob er hervor, dass die Spendenbereitschaft in Vilseck außerordentlich hoch sei. Er ging in seinen Worten weit in die Geschichte zurück und erzählte von den ersten Versuchen des „Blutspendens“ im Mittelalter bis zur medizinischen Entdeckung des Rhesusfaktors, der die modernen Bluttransfusionen ermöglicht.
Die Leiterin des Blutspendedienstes Vilseck, Frau Brigitte Ringelstetter, bedankte sich besonders herzlich bei „ihren“ Blutspendern. Wie sie betonte, seien sie nach so vielen Jahren schon eine große Familie geworden. Seit die Blutspendeaktion in der Vilsecker Mehrzweckhalle durchgeführt werde, seien auch die räumlichen Voraussetzungen ideal. Sie bedankte sich für dieses Entgegenkommen besonders bei Bürgermeister Schertl. Auch viele auswärtige Spender fühlen sich in Vilseck immer sehr wohl, was für die gute Organisation spreche. Dafür bedankte sich Brigitte Ringelstetter besonders bei ihren ehrenamtlichen Helfern, ob in der Küche, beim Registrieren, bei der Teeausgabe oder bei der Geschenkeverteilung.
Dieses Mal konnte ein Spender für 150-maliges Blutspenden ausgezeichnet werden. Dies war Georg Ringer aus Altmannsberg. Diese Anzahl ist wirklich was Besonderes und gibt es nicht oft. Herr Ringer hat in den letzten 40 Jahren nur wenige Blutspenden verpasst. Vier Spender konnten auch für 125-maliges Spenden ausgezeichnet werden. Auch diese Anzahl wird sehr selten erreicht. Josef Götz, Andreas Wolf, Roland Winter und Wolfgang Prechtl konnte der Bürgermeister für die besondere Leistung ehren. Für 100-maliges Spenden wurden Silvia Schmid, Alexander Mayerhofer und Andreas Schönl ausgezeichnet. Für 50-maliges Spenden ging die Ehrung an Andreas Kredler, Katrin Specht, Matthias Weiß und Petra Schaaf. 25 Mal spendeten Cornelia Kopp, Maximilian Rauch und Dominik Ertl.
Alle geehrten Spender zusammen brachten es auf die stolze Zahl von 1.450 Blutspenden.