Viele Mitglieder des Kleinen Dienstes konnten die beiden Pfarrer Martin Besold (hinten Zweiter von links) und Manuel Sauer (hinten Dritter von links) bei der Frühjahrsversammlung begrüßen. Kassenwartin Rita Kunz (vor Pfarrer Besold) organisierte den Abend. (Bild: Heidi Banzer)

Zwei neue Mitglieder und eine Ehrung beim Kleinen Dienst in Erbendorf

Die diesjährige Frühjahrsversammlung des ökumenischen Nachbarschaftshilfevereins „Der Kleine Dienst” fand im Lorettoheim in Erbendorf statt. Pfarrer Marin Besold begrüßte die Vereinsmitglieder, darunter zwei neue – Thea Rau und Ludwig Herrmann. Als geistlichen Impuls las Besold eine Stelle aus dem Lukasevangelium vor, wo es um die Heilung eines Blinden geht. Jesus fragte: „Was willst du, das ich dir tun soll?” In dieser Frage spiegle sich auch die Arbeit des Kleinen Dienstes wieder. Nach dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder berichtete Pfarrer Manuel Sauer über die geleisteten Einsätze im Jahr 2024. Rund 570 Stunden waren die Helfer und Helferinnen im Erbendorfer Gemeindegebiet im Einsatz: Besuche einsamer Menschen, Singnachmittage in den Seniorenheimen, Fahrt/Begleitung zum Haus-/Zahnarzt, Einkaufen, Fahrt zum Gottesdienst, usw. Mit den geleisteten Stunden zeigten die Ehrenamtlichen ihre Nächstenliebe auf ganz besondere Weise und bereiteten den Hilfesuchenden wertvolle Unterstützung und große Freude. Das traditionelle Sommerfest fand wie gewohnt im Garten von Matthias Stock in Grötschenreuth statt. Kassenwartin Rita Kunz berichtete anschließend über die Finanzen. Pfarrer Martin Besold überreichte ihr ein kleines Dankeschön, ebenso den drei Damen am Vermittlungstelefon Heidi Banzer, Melanie Häupl und Monika Schultes. Für 10 Jahre Mitarbeit wurde Monika Schultes geehrt und erhielt eine Urkunde sowie eine Rose. Nach dem offiziellen Teil schloss sich ein gemütliches Beisammensein bei Tee, Gebäck und guten Gesprächen an. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte und gerne anderen Menschen hilft, darf sich unter 0151/26 14 93 16 melden. Neue Helfer und Helferinnen werden immer gesucht und sind jederzeit herzlich willkommen. Kurze Info am Rande: Jeder bringt sich nach seinen persönlichen Möglichkeiten ein, es gibt kein Mindestmaß an zu leistenden Stunden. Alles läuft ganz individuell: Die einen können nur an bestimmten Wochentagen einen Dienst übernehmen, die anderen nur vormittags oder nachmittags, oder nur einmal im Monat usw. Jede auch noch so kleine Unterstützung zählt und ist sehr wertvoll. Die große Dankbarkeit der Hilfesuchenden spiegelt das immer wieder.
Von links: Präses Pfarrer Martin Besold, Kolpingvorsitzender Wenz Brenner, Jubilare: Josef Schleicher, Karl Lorenz, Johann Schinner (Bild: Heidi Banzer)

Kolpingsfamilie Erbendorf ehrt langjährige Mitglieder

Die Erbendorfer Kolpingbrüder und –schwestern feierten zum Kolpinggedenktag gemeinsam die Vorabendmesse mit Präses Pfarrer Martin Besold. „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“ „Dieses bekannte Zitat des seligen Adolph Kolping (geb. 8. Dez. 1813, verst. 4. Dez. 1865), ist aktueller denn je“, so Besold in seiner Ansprache. Zum Schluss stimmte Christoph Pöllmann an der Orgel das Lied „Wir sind Kolping“ an, alle waren zum Mitsingen eingeladen. Anschließend traf sich die Kolpingsfamilie im Grötschenreuther Feuerwehrhaus zum gemeinsamen Abendessen und anschließender Feier. „Steht auf und gebt der Welt ein Lebenszeichen, in jedem von euch brennt dasselbe Licht. Noch ist es dunkel, doch die Nacht wird weichen. Schenkt der Welt ein menschliches Gesicht“, mit diesen Worten aus dem Kolping-Musical begann der erste Vorsitzende der Kolpingsfamilie Wenz Brenner die Gedenkfeier. Besinnliche Texte sowie Adventslieder mit Zithermusik von Heidi Banzer leiteten zur Ehrung langjähriger Mitglieder über. Wenz Brenner und Präses Pfarrer Martin Besold ehrten: Norbert Herrmann, Johann Schinner für 40 Jahre Vereinstreue, Karl Lorenz für 50 Jahre Mitgliedschaft und Josef Schleicher für 65 Jahre. Die Jubilare erhielten je eine Urkunde und ein kleines Präsent bzw. eine Anstecknadel mit dem Kolping-Zeichen. Allen nicht anwesenden Jubilaren werden Urkunde und Geschenke nachgereicht. Brenner verdeutlichte die Leitmotive des Gesellenvaters Adolph Kolping, die auf den Urkunden zu lesen sind und in den Kolpingsfamilien gelebt werden. Eine schöne Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Norbert Herrmann, sowie Plätzchen und Glühwein bereicherten den gemeinsamen Abend. Kassenleiterin Judith Barth informierte über das „Eine-Welt-Dinner“, eine Aktion von Kolping International - mit Kochvergnügen und Solidarität. Mit geistlichen Gedanken unterstrich Besold die Feierstunde. Der Vorsitzende wies zuletzt auf wichtige Termine im kommenden Jahr hin und dankte allen Kolpingschwestern und -brüdern für all ihr Mitwirken das ganze Jahr über. Gute Gespräche ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Martina Zanner referierte in Erbendorf zum Thema „Das Erbe der Zisterzienser im Stiftland – ausgezeichnet mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel“. (Bild: Roswitha Heining/exb)

Erbendorfer lauschen Vortrag über Zisterzienser

Zu einem Vortrag zum Thema „Das Erbe der Zisterzienser im Stiftland – ausgezeichnet mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel“ hatte die Pfarrei Erbendorf in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Tirschenreuth und der IKom Stiftland, dem interkommunalen Zusammenschluss der Gemeinden im Stiftland, eingeladen. Martina Zanner, Projektmanagerin bei der IKom Stiftland, zeigte die Spuren der Zisterziensermönche im Landkreis auf. Nicht nur durch die Teichwirtschaft, sondern zum Beispiel auch durch den weniger bekannten Waldnaab-Durchbruch bei Tirschenreuth, eine architektonischen Meisterleistung des Mittelalters, hätten die Zisterzienser die Gestalt des Landkreises geprägt. Barocke Vierseithöfe in einigen Kommunen des Landkreises sowie der Nachbarlandkreise stammen aus den Händen der Zisterziensermönche, heißt es in einer Mitteilung der Pfarrei. Martina Zanner ging auch auf die zisterziensische Geschichte in unserer Heimat ein. Vor fast 900 Jahren, im Jahr 1133, gelangten Mönche aus Volkenroda (im heutigen Thüringen) nach Waldsassen. Seitdem gibt es fast ununterbrochen zisterziensisches Leben und Arbeiten in unserem Landkreis. Nach der Säkularisation gab es eine gut 60-jährige Pause, bis 1864 Zisterzienserinnen aus der Abtei Seligenthal in Landshut das Kloster Waldsassen wieder belebten und es unter der Führung von Äbtissin Laetitia Fech bis heute tun.
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