Von links nach rechts: Leiterin der Mitterteicher Tafel Anni Riedl, Clubmaster und Kopf des OrgaTeams Franz Göhl, 1. Vorsitzende des Tafel Mitterteich e.V. Nicole Fürst, Clubpräsidentin Silvia Wenzl, Clubsekretär Hans Jokiel, Vizepräsident Sebastian Jokiel. Lionsfreund und Mitorganisator des Weihnachtsmarkts Dominik Neitz-Marzinotto, steht bei diesem Foto hinter der Kamera. (Bild: Dominik Neitz-Marzinotto)

Lions Club unterstützt regional

Die Absicht, erlöste Spenden des Kunsthandwerklichen Weihnachtsmarktes in der Region zu verteilen, setzte das Hilfswerk des Lions Clubs Tirschenreuth letzten Freitag um. Als erste Maßnahme machte sich Lions Präsidentin Silvia Wenzl am vergangenen Freitag zusammen mit Vizepräsident Sebastian Jokiel, Sekretär Hans Jokiel, Clubmaster Franz Göhl und Lionsfreund Dominik Neitz-Marzinotto auf den Weg nach Mitterteich. Ihr Ziel war die dortige Tafel. Im Gepäck hatten sie 48 tiefgefrorene Enten, die sie vor Ort an die 1. Vorsitzende des Vereins Mitterteich Tafel e.V. Nicole Fürst und an die Leiterin der Mitterteicher Tafel Anni Riedl übergaben. Die Enten werden bedürftigen Menschen in der Region einen leckeren Weihnachtsbraten bescheren, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Die Übergabe der Lebensmittel war der erste Teil der Übergabe von Spendengeldern, die beim Kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt des Hilfswerks des Lions Clubs Tirschenreuth e.V. erlöst wurden. Sowohl Wenzl als auch der Kopf des Organisationsteams Göhl ziehen eine erste positive Bilanz. Ohne nennenswerte negative Zwischenfälle ging der Kunsthandwerkliche Weihnachtsmarkt des Hilfswerks des Lions Clubs Tirschenreuth e.V. am zweiten Adventssonntag zu Ende. Der Wettergott meinte es zumindest am ersten Wochenende sehr gut mit Tirschenreuth. Trockenes, kaltes Wetter schaffte die beste Voraussetzung für einen gelungenen Start. Am zweiten Wochenende kam trotz des Nieselregens und verhaltenem Start, letztendlich eine erkleckliche Anzahl von Besuchern aus nah und fern. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde suchte, wurde bei einem der vielen Ausstellern fündig. Ob duftende Kerzen für den Adventskranz oder kunstvoll gearbeitete Anhänger für den Weihnachtsbaum – es war für jeden etwas dabei. Auch kulinarisch kamen die Besucher auf ihre Kosten. Von der klassischen Bratwurst- und Steaksemmel, Krustenbraten, Pizza, Döner Eintöpfe, Grillspezialitäten, frische Kartoffelchips über äthiopisches Soulfood bis hin zu Crêpes, Baumkuchen und anderen süßen Köstlichkeiten, die auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen dürfen – jeder Geschmack wurde bedient. Zusätzlich zu der allseits beliebten Kindereisenbahn und den Alpakas konnte der Kunsthandwerkliche Weihnachtsmarkt in diesem Jahr noch mit einem abwechslungsreichen Kinderprogramm im Event-Stadl aufwarten. Ob Kasperletheater mit dem Modernen Theater Tirschenreuth, Kinderunterhaltung durch Abenteuer Kultur e.V., Kinderchor mit der Musikschule Tirschenreuth, Instrumente basteln mit der Blasmusik Großkonreuth oder der Zauberer vom Hexenberg – der Event-Stadl war meistens bis auf den letzten Platz ausgefüllt. Auch der Heilige Nikolaus samt Krampus, der auf dem Weihnachtsmarkt Geschenke verteilte, war ein gern gesehener Gast. Die Organisatoren beschlossen im Vorfeld in diesem Jahr etwas mehr für die kleinen und kleinsten Besucher anzubieten. Lionsfreund Ludwig Reber stellte deshalb zusammen mit seiner Frau Michaela und seiner Tochter Ramona ein ansprechendes und kurzweiliges Programm zusammen, das auch von den Eltern dankend angenommen wurde. Nicht fehlen durften auch in diesem Jahr die Alphorn- und die Jagdhornbläser, die mit ihren Auftritten wieder für besondere Momente im Innenhof des Amtsgerichts sorgten. Das reibungslose Zusammenspiel der Sicherheitskräfte vor Ort, wie z.B. der Polizei, dem eingesetzten Sicherheitsdienst, der Sicherheitswacht, der Feuerwehr und dem BRK Poppenreuth bescherte den Besuchern ein unvergessliches, friedliches Erlebnis bei diesem rundum gelungenen Weihnachtsmarkt. Weitere Übergaben erlöster Gelder an Einrichtungen in der Region folgen in Kürze.
Gabrielle Neumüller-Wölfl (sitzend), die Schatzmeisterin der Mitterteicher Tafel, mit am Projekt beteiligten Schülern. (Bild: Hartmut Seidler)

Schüler des BSZ Wiesau führen Software „BEXAT“ an der Mitterteicher Tafel ein

Projekt erfolgreich abgeschlossen – Ehrenamtliche Arbeit der Mitterteicher Tafel effizienter gestalten. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Mitterteicher Tafel können nun auf eine neue, moderne Software zurückgreifen, die ihre Arbeit erheblich erleichtern wird. Die Einführung und Integration der Software „BEXAT” ermöglicht es, die verschiedenen administrativen Aufgaben rund um die Tafel effizienter zu gestalten. Im Rahmen eines Projekts haben sieben Schüler der 12. Klasse des Informatik-Campus am Beruflichen Schulzentrum Wiesau unter der Leitung von Studienrat Michael Planner diese Software für die Tafel implementiert und in die Abläufe des Tafellebens integriert. Die Software „BEXAT” bietet zahlreiche Funktionen, die die Organisation der Mitterteicher Tafel optimieren. So können die ehrenamtlichen Mitarbeitenden jetzt die Abholer (Kunden) verwalten, Berechtigungsausweise erstellen und Nachweise der Abholberechtigung wie Bürgergeldbescheide, Asylbescheide oder Rentenbescheide digital erfassen. Darüber hinaus können die Mitarbeiter der Tafel sowie die Dienstpläne der Ehrenamtlichen zentral verwaltet werden. Ein weiteres Highlight der Software ist die Möglichkeit, die Tourenplanung der ehrenamtlichen Fahrer zwischen den verschiedenen Ausgabestellen in Mitterteich, Kemnath und Erbendorf effizient zu gestalten. „Dieses Projekt war eine wertvolle Erfahrung für uns”, sagte Lukas Hofmann, ein Schüler aus Mitterteich, der an der Entwicklung beteiligt war. „Die Möglichkeit, unser Wissen und unsere Fähigkeiten aus dem Unterricht am BSZ Wiesau in einem echten Projekt anzuwenden und zu testen, war unglaublich lehrreich. Es war spannend, mit einer realen Institution zusammenzuarbeiten und einen direkten Mehrwert zu schaffen.” Der Schirmherr des Projekts, Wolfgang Gropengiesser, Gründer der Falkenberger Firma IGZ, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Projekt. „Die Zusammenarbeit zwischen dem BSZ Wiesau, den Schülern und der Mitterteicher Tafel zeigt, wie wichtig es ist, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Ich bin stolz darauf, dieses Projekt unterstützen zu dürfen.” Auch die Verantwortlichen der Mitterteicher Tafel zeigten sich begeistert von den Ergebnissen. „Die Einführung der Software 'BEXAT' ist ein großer Schritt in die Zukunft für uns”, erklärte die Tafel-Vorständin Nicole Fürst. „Wir können nun viel effizienter arbeiten und haben mehr Zeit für das, was wirklich zählt – den direkten Kontakt mit den Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.” Gabrielle Neumüller-Wölfl, die Schatzmeisterin der Mitterteicher Tafel, fügte hinzu: „Durch die Digitalisierung der Abläufe können wir nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Verwaltung transparenter und nachvollziehbarer gestalten.” IT-Lehrer Michael Planner zeigte sich ebenfalls stolz auf das Projekt und die Leistungen seiner Schüler. „Es ist großartig zu sehen, wie die Schüler ihre Fähigkeiten aus der Theorie in der Praxis umsetzen konnten. Sie haben gezeigt, dass sie in der Lage sind, komplexe IT-Projekte zu realisieren und dabei einen echten Nutzen für die Gemeinschaft zu schaffen.” Allerdings neigt sich das Projekt für die sieben Schüler, die maßgeblich an der Entwicklung beteiligt waren, dem Ende zu. Sie stehen nun vor ihrem mehrwöchigen Abschlusspraktikum und müssen sich bald den IHK-Prüfungen stellen. Aus diesem Grund werden sie das Projekt leider nicht weiter betreuen können. Die Fortführung des Projekts wird jedoch nach den Weihnachtsferien in die Hände der Schülerinnen und Schüler der aktuellen 11. Klasse (Systemintegratoren) gelegt. Diese werden die Software weiter ausrollen und dabei insbesondere die Ausgabestellen in Kemnath und Erbendorf in das System integrieren. „Dieses Projekt verdeutlicht einmal mehr, wie junge Menschen mit ihrem Wissen und Engagement einen wertvollen Beitrag für ihre Gesellschaft leisten können”, betonte Michael Planner. „Dabei wird die hohe Qualität der Ausbildung am BSZ Wiesau besonders deutlich. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur technisches Wissen erlernt, sondern konnten es direkt in der betrieblichen Praxis anwenden. Die enge Verbindung zwischen Theorie und realen Anforderungen der Wirtschaft macht die Ausbildung hier so wertvoll. Es ist großartig zu sehen, wie unsere Auszubildenden durch solche Projekte praxisnahe Erfahrungen sammeln, die sie optimal auf die Herausforderungen im Berufsleben vorbereiten.” Die Einführung von „BEXAT” stellt somit einen wichtigen Schritt in der Digitalisierung der Mitterteicher Tafel dar und verdeutlicht einmal mehr, wie praxisorientierte Ausbildung und ehrenamtliches Engagement Hand in Hand gehen können, um einen echten Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen.
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