Erna Lotter (4. von links) trat vor 50 Jahren als erste Frau der Kolpingsfamilie Pfreimd bei. Dazu gratulierten Bezirkspräses P. Alban, Pfarrer P. Georg, Bürgermeister Richard Tischler und die Vorsitzenden Maria Richthammer und Georg Hirmer. (Bild: Anton Richthammer)

Kolpingsfamilie Pfreimd als aktive Keimzelle in Stadt und Pfarrei

Einen hohen Stellenwert in punkto Familie räumte Bürgermeister Richard Tischler der engagierten Arbeit der Kolpingsfamilie ein. Bei der Generalversammlung am Freitag im Pfarrsaal lobte er das vielfältige Angebot der zahlreichen Gruppen, mit dem die Kolpingsfamilie ihrem sozialen Auftrag nachkomme. Sie trage wesentlich zum familienfreundlichen Charakter in Pfreimd bei. Die solide Entwicklung der Kolpingsfamilie Pfreimd wurde in den Tätigkeitsberichten deutlich. Derzeit zählt die Kolpingsfamilie 385 Mitglieder. Im Diözesanverband Regensburg ist sie damit eine der mitgliederstärksten Kolpingsfamilien. Die umfangreichen Tätigkeitsberichte zeigten auf, dass Kolping in Pfreimd vor allem mit den Angeboten der Eltern-Kind-Gruppen und der sechs Familienkreise in der Pfarrei und Stadt stets präsent ist. Vorsitzender Georg Hirmer erinnerte in seiner Rückschau an die Teilnahme an zahlreichen Terminen der Pfarrei sowie des Bezirks- und Diözesanverbandes. Auch zahlreiche eigene Veranstaltungen führte er an. Einblick in die Arbeit der derzeit bestehenden Gruppen gaben dann Andrea Lorenz für die Eltern-Kind-Gruppen, Brigitte Hammer für den Kolpingkreis, Rudi Plonner für die Gruppe „Team Familie”, Maria Richthammer für die „Kolpingrunde”, Sabrina Hösl für die Gruppe „Familienbande”, Heinrich Lippert für die Gruppe „Familienzeit” und Angi Hirmer für die Gruppe „Familientreff”. Eine besondere Ehrung erhielt dann Erna Lotter durch den Bezirksvorsitzenden Hans Pronath. Seit 50 Jahren hält sie der Kolpingsfamilie die Treue. Kaum vorstellbar ist, dass Erna Lotter als erste Frau in die Kolpingsfamilie Pfreimd aufgenommen wurde, waren bis 1975 noch keine weiblichen Mitglieder erlaubt. Pfarrer P. Georg stellte in seinen Worten das Gedächtnis an den verstorbenen Präses Josef Most in den Mittelpunkt. Für 25 Jahre wurden zudem Sabine Schön, Dieter und Matthias Rauch geehrt. Seit 40 Jahren sind Veronika Pamler, Josef Paulus, Mirko Hägler und Franz Brunner der Kolpingsfamilie verbunden.
Bei perfekten Bedingungen und in herrlicher Umgebung im Pfarrgarten zeigte die Kolpingsfamilie Pfreimd in ihrem Open-Air-Kino den aktuellen Eberhofer-Film „Rehragout-Rendezvous”.  (Bild: Georg Hirmer)

Filmgenuss unter freien Himmel

Nur etwas über 50 Besucher haben am Samstagabend die entspannte Atmosphäre beim Open-Air-Kino der Kolpingsfamilie Pfreimd im lauschigen Jugendheimgarten genossen. Die Stimmung bei den Zuschauern, die gekommen waren, um den Film „Rehragout-Rendezvous” zu sehen, war schon vor Filmbeginn richtig gut. Vorsitzender Georg Hirmer bedankte sich zu Beginn bei allen Gästen, Helfern und vor allem der Kolpingsfamilie Pfeffenhausen, die wieder die professionelle Kinotechnik lieferte und tatkräftig aufbaute. Schon knapp zwei Stunden vor Filmstart hatten die Tore geöffnet und die Gäste konnten bei kühlen Getränken und herzhaften Speisen den lauen Abend im besonderen Ambiente vor der historischen Kulisse des Klostergebäudes genießen. Natürlich gab es stilecht auch frisches Popcorn. Zu Filmbeginn nahmen alle Cineasten auf ihren mitgebrachten Klappstühlen, Decken und Kissen Platz. Da die Zuschauerzahlen hinter den Erwartungen zurückblieben, hatten alle viel Platz und beste Sicht auf auf den Film. Die Leinwand war sehr groß und der Filmsound überall gut hörbar – man musste sich also auf keinem der Plätze Sorgen machen, dass man vom Film nichts mitbekommt. „Was gibt‘s zum Essen?” „Nix.” Paukenschlag am Eberhofer-Hof: Die Oma streikt! Papa Eberhofer, Franz, Leopold, und Susi sollen doch endlich mal lernen, sich selbst zu versorgen. Ausgerechnet jetzt übernimmt Susi auch noch vorübergehend Niederkaltenkirchens Rathaus als stellvertretende Bürgermeisterin und reduziert mit ihrer neu gewonnenen Macht Franz‘ Posten kurzum auf halbtags. Diese Aktion touchiert die Eberhofersche Männlichkeit empfindlich. Zum Glück dauert es aber nicht lange, bis eine Krähe ein menschliches Ohr aufgabelt und sich ein eigentlich festgefahrener Vermisstenfall überraschend zu einem verzwickten Mordfall entwickelt. Die pfiffige bayerische Krimikomödie gefällt immer noch mit guten Ideen, soliden Gags und durchgehend witziger Unterhaltung: Lacher beim Publikum waren häufig zu hören.
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