Der Heimatpflegebund Pressath startet am Sonntag in die Museumssaison 2024. Ab 14 Uhr wird die Sonderausstellung „Neuzugänge im Haus der Heimat“ gezeigt. Zahlreich Neuerwerbungen und Geschenke warten schon seit dem vergangenen Jahr darauf, präsentiert zu werden. Erstmals gezeigt werden die Telefone der Streckengeher der Deutschen Bahn, eine Lockenwicklermaschine aus den 70er Jahren, das Modell eines „Schwanzhammers“ der mit Hilfe von Wasserkraft gleichzeitig Metall bearbeitet und Flachglas poliert.
Prunkstück ist sicherlich die Vereinsfahne des TSV Pressath, die jetzt einen Ehrenplatz im Heimatmuseum gefunden hat. Die Fahne des 1927 gegründeten Traditionsvereins war 1954 angeschafft worden. Nachdem die Fahne über sechs Jahrzehnte ihren Dienst bei zahllosen Anlässen getan hatte und die aufwendigen Stickereien der Fahne begannen sich zu zersetzen, entschloss man sich, zum 90-jährigen Bestehen des TSV im Jahre 2017 eine neue Fahne anzuschaffen. Die Restaurierung wäre zu umfangreich und kostspielig geworden. In einer Vorstandssitzung wurde der einstimmige Beschluss gefasst, die „alte“, aufwändig gestaltete Fahne zur Erhaltung dem Heimatmuseum zur Verfügung zu stellen. Wunibald Heinl als Vorsitzender des Bauausschusses brachte die Fahne mit seiner Frau Kornelia nach eingehender Reinigung mit allen dazugehörigen Utensilien ins Heimatmuseum.
Die Besucher erwarten am Sonntag viele Überraschungen in der von Bärbl Zankl zusammengestellten Sonderausstellung.