Der Fleiß ihrer Bienen war auch für die Aktiven des Bienenzuchtvereins Weiherhammer und Umgebung ansteckend. Was im abgelaufenen Jahr von Bedeutung war, listete der seit 2006 amtierende Vorsitzende Reiner Kunkel in der Hauptversammlung im Hotel Witt am See auf. Wahlleiter Manfred Zeis hatte es leicht, denn neben Kunkel stellten sich alle Amtsinhaber für weitere drei Jahre zur Verfügung. Einstimmig bestätigt wurden auch 2. Vorsitzender Christian Witt, Schriftführerin Christine Lunscher, Kassier Josef Bertelshofer sowie die Revisoren Christian Biller und Heinz Hagler.
Aktuell zählt der Verein 38 Mitglieder, davon sind 34 aktiv. Sie betreuen 274 Bienenvölker, ein Minus von 23, berichtete Kunkel. Im Bereich Nachwuchsförderung gab es fünf Teilnehmer bei „Imkern auf Probe“. Von jeweils rund 40 Teilnehmern sehr gut besucht waren Grundlagen- und Honigkurs mit Renate Feuchtmeyer von der LWG Veitshöchheim. Im Rahmen der Aktion „Verein macht Schule“ vermittelte Christian Witt wissbegierigen Schulkindern viele Details über die nützlichen Insekten. Zudem besuchte Witt auch das Kinderhaus St.Barbara. Über ein erneutes Plus in der Kasse informierte Bertelshofer.
„Die Überwinterung fiel wieder sehr unterschiedlich aus. Einige Mitglieder hatten größere Verluste zu beklagen. Bei den meisten aber hielt sich der Ausfall in Grenzen“ resümierte der Imkerchef. Bereits Mitte Februar konnte der erste Polleneintrag beobachtet werden. Leider kam Mitte April nochmal ein extremer Wetterumschwung. Regen, Schnee und Frost sorgten während der Obstbaumblüte für eine massive Beeinträchtigung der Völkerentwicklung und somit für einen geringeren Ertrag bei der ersten Honigernte. Rund drei Wochen danach konnte ein zweites Mal geschleudert werden. Dann der große Schock: Melizitose-Honig in rauen Mengen! Erst Mitte Juli war der Spuk vorüber. In dieser Zeit haben starke Völker den Honigraum dreimal gefüllt, ein Albtraum für jeden Imker. Kunkel versprach die Fortsetzung der Monatstreffen abwechselnd in Kohlberg und Weiherhammer.