Die Neurochirurgie in Weiden befasst sich mit der Behandlung von Schädel-, Hirn- und Rückenmarksverletzungen, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen sowie von Hirntumoren und Hirnblutungen.
Mit bis zu 700 stationären Patienten und knapp 600 Operationen im vergangenen Jahr leistet die Neurochirurgie am Klinikum Weiden Präzisionsarbeit mit Unterstützung modernster bildgebender Verfahren, unter Einsatz der Neuronavigation und intraoperativer Überwachung der Hirn- und Nervenfunktionen. Hierdurch ist eine qualitativ hochwertige Versorgung der neurochirurgischen Patienten in der Region sichergestellt.
Das verdeutlichte PD Dr. Thomas Reithmeier als Chefarzt für Neurochirurgie am Klinikum Weiden auf Einladung von Hans Forster bei der CSU-Weiden Ost in der „Almhütte“ und gab einen Einblick in die zukünftigen Entwicklungen der Neurochirurgie.
Zukünftig wird durch den Einsatz von AR-Brillen dem Neurochirurgen eine echter „Röntgenblick“ durch den Patienten zur Verfügung stehen und durch den Einsatz von Robotern werden chirurgische Instrumente millimetergenau gesteuert. Hierdurch wird die Präzision bei Operationen an Wirbelsäule und Gehirn weiter erhöht und sorgt durch Echtzeit-Feedback an den Operateur für mehr Patientensicherheit.
„Durch den Einsatz von robotischen Systemen werden aber auch Operationszeiten und Strahlenbelastung im Op weiter verringert und das Verletzungsrisiko für benachbartes lebensnotwendiges Gewebe im Körper reduziert“, erläuterte der Chefarzt.
Immer wichtiger wird auch der Einsatz der künstlichen Intelligenz (KI), die gewaltige Datenmengen auswertet und hierbei Muster erkennen kann, die für die medizinische Entscheidungsfindung äußert hilfreich sein können. KI-Modelle sind beispielsweise in der Lage Infektions- und Wundheilungsstörungen nach einem operativen Eingriff mit 87% Genauigkeit vorauszusagen. Bei Hirntumoroperationen kann die KI das Risiko für Lähmungen oder Sprachstörungen anhand von MRT-Bildern prognostizieren.
Durch die moderne Technik werden dem Neurochirurgen Hilfsmittel an die Hand gegeben, mit denen auf den Patienten zugeschnittene Therapiekonzepte erstellt und dann mit bislang nicht gekannter Präzision und Sicherheit durchgeführt werden können. Zu bedenken bleibt aber, dass trotz allem technischen Fortschritt in der Entscheidungsfindung und Durchführung der Therapie die ethische und medizinische Gesamtverantwortung weiterhin dem Arzt obliegt.
CSU-Ortsvorsitzender Hans Forster freute sich über die neurochirurgische Hightech-Medizin, die der Bevölkerung am Klinikum Weiden eine moderne Gesundheitsversorgung ermögliche und dankte für das aufschlussreiche Referat.