Anfang März fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Maschinenring (MR) Tirschenreuth statt. Der Vorsitzende, Matthias Wittmann, eröffnete die Sitzung und begrüßte eine Vielzahl hochrangiger Ehrengäste, darunter zahlreiche Vertreter der Politik im Landkreis, Kreisbäuerin Irmgard Zintl, der stellvertretende BBV-Landespräsident Ely Eibisch, sowie Vertreter der land- und forstwirtschaftlichen Institutionen und der Banken.
In seiner Eröffnungsrede zog Matthias Wittmann eine Bilanz der vergangenen Monate und bedankte sich bei allen Mitarbeitern und Mitgliedern für deren unermüdliche Arbeit.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Problematik der sozialen Betriebshilfe, ein Bereich, der für die künftige Arbeit von besonderer Bedeutung ist. Wittmann betonte, dass es immer schwieriger werde, ausreichend qualifizierte Helfer zu finden, und appellierte an alle, sich aktiv in die Unterstützung zu engagieren. Außerdem wurde auf den Rückgang in bestimmten Bereichen, wie der wirtschaftlichen Betriebshilfe, hingewiesen und gleichzeitig das kontinuierliche Wachstum in anderen Dienstleistungsbereichen des MR hervorgehoben.
Würdigung langjähriger Mitarbeiter
Im Anschluss wurden langjährige Mitarbeiter und Führungskräfte verabschiedet. Besonders bewegend war der Abschied von Marion Höcht, die nach über 31 Jahren beim MR eine neue Herausforderung annehmen wird. Wittmann und weitere Vertreter des MR würdigten ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Fähigkeit zum Multitasking und ihren entscheidenden Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens. In einer bewegenden Laudatio wurde ihre beeindruckende Karriere von den Kollegen Oliver Rous und Franz Roider gewürdigt. Auch Norbert Höfler, der nach 43 Jahren als Mitarbeiter des MR in den Ruhestand geht, erhielt herzliche Worte der Anerkennung.
Jahresabschluss und Haushaltsvoranschlag 2025
Im Rahmen des Geschäfts- und Tätigkeitsberichts des Maschinenrings Tirschenreuth berichtete Geschäftsführerin Marion Höcht über die positiven Entwicklungen des vergangenen Jahres und die Herausforderungen, die es zu bewältigen galt.
Besonders erfreulich ist die Steigerung des Verrechnungswertes des Maschinenrings, der um beeindruckende 9,2 % auf insgesamt 10,1 Millionen Euro gestiegen ist. Diese Steigerung belegt die erfolgreiche Arbeit des Vereins und die hohe Nachfrage nach den angebotenen Dienstleistungen, die auch in schwierigen Zeiten konstant hohe Qualität bieten.
Ein Bereich, der besonders hervorzuheben ist, betrifft die soziale Betriebshilfe. Hier konnte zwar ein leichter Rückgang bei den geleisteten Stunden verzeichnet werden, mit insgesamt 15.045 Stunden und einem Verrechnungswert von 452.297 Euro. Dieser Rückgang ist bedauerlich, jedoch stellt der Maschinenring auch weiterhin eine verlässliche Unterstützung für Familien und landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis dar.
In der wirtschaftlichen Betriebshilfe hingegen zeigte sich eine positive Entwicklung. Hier konnte der Maschinenring einen leichten Anstieg auf 21.212 geleistete Stunden und einen Verrechnungswert von 565.208 Euro verzeichnen. Dies verdeutlicht die kontinuierlich hohe Nachfrage nach den Dienstleistungen des Maschinenrings im Bereich der landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Unterstützung.
Die Zahlen zeigen, dass der Maschinenring trotz herausfordernder Zeiten ein solides Fundament aus Engagement und hoher Leistungsbereitschaft hat. Geschäftsführerin Marion Höcht betonte in ihrem Bericht die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Mitglieder und Helfer, um auch in Zukunft den Anforderungen gerecht zu werden und den Betrieb auf einem erfolgreichen Kurs zu halten.
Der Maschinenring Tirschenreuth bleibt auch in den kommenden Jahren ein stabiler Partner für Landwirte und Unternehmer in der Region, der durch Qualität, Zuverlässigkeit und innovative Lösungen überzeugt.
Im Rahmen der Versammlung wurden auch der Jahresabschluss 2023 und 2024 sowie der Haushaltsvoranschlag für das Jahr 2025 präsentiert. Trotz der zahlreichen Herausforderungen und Veränderungen konnte der MR Tirschenreuth ein positives Ergebnis vorweisen. Der Jahresüberschuss 2023 betrug 30.469,14 Euro, und auch für das Jahr 2024 wurde ein Überschuss von 23.663,80 Euro erzielt. Die Versammlung stimmte einstimmig dem Haushaltsvoranschlag 2025 sowie einer notwendigen Beitragserhöhung zu, um die finanzielle Basis für die künftige Arbeit zu sichern.
Neue Geschäftsführerin übernimmt Verantwortung
Ein weiterer wichtiger Punkt der Versammlung war die Vorstellung von Carolin Schrembs als neue Geschäftsführerin des MR Tirschenreuth. Sie wird die Nachfolge von Marion Höcht antreten. Mit einem herzlichen „Guten Abend“ begann die neue Geschäftsführerin des Maschinenrings Tirschenreuth ihre erste Ansprache an die Mitglieder. „Es freut mich sehr, die Verantwortung für die Geschäftsführung übernehmen zu dürfen, und ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte sie zu Beginn. In ihrer kurzen, aber prägnanten Rede hob sie die Veränderungen hervor, die im vergangenen Jahr in der Geschäftsstelle stattgefunden haben.
„Leider sind im vergangenen Jahr einige Urgesteine der Geschäftsstelle weggebrochen, und damit ist auch wertvolles Wissen verloren gegangen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese Lücke schließen können“, betonte die Geschäftsführerin. Mit einem jungen, top ausgebildeten Team im Büro des Maschinenrings blickt sie zuversichtlich in die Zukunft. „Natürlich wird es eine gewisse Zeit dauern, bis sich das neue Team eingearbeitet hat und wir wieder ein gut eingespieltes Team sind. Ich bitte daher um Verständnis, wenn anfangs noch kleinere Fehler passieren oder neue Mitarbeiter mit den gewohnten Abläufen noch nicht vertraut sind“, erklärte sie weiter.
Dennoch sei die aktuelle Situation auch eine Chance, Prozesse zu verbessern und Abläufe zu verändern. „Beim Maschinenring geht es nicht nur um die Technik – es geht um das Miteinander. Es geht darum, die Mitglieder kennenzulernen, ihre Wünsche zu verstehen und an deren Umsetzung zu arbeiten. Dabei sind wir jederzeit offen für Kritik – ob positiv oder negativ. Nur so können wir uns weiterentwickeln und verbessern“, fügte die Geschäftsführerin hinzu.
Die Sicherung und der Ausbau der sozialen Betriebshilfe bleibe weiterhin das Hauptziel des Maschinenrings. Ebenso werde der Gründungsgedanke von Dr. Erich Geiersberger nicht aus den Augen verloren: „Wir möchten unseren Mitgliedern weiterhin den Zugang zu modernster Technik ermöglichen und die Digitalisierung in der Landwirtschaft vorantreiben“, sagte die Geschäftsführerin.
Ein weiteres Ziel sei es, die Mitglieder bei der Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben zu unterstützen. So werde der Maschinenring seine Mitglieder aktiv bei der Einführung der E-Rechnungspflicht, der Dokumentation von Düngegaben und der Erstellung von Düngebedarfsermittlungen begleiten. „Zögern Sie nicht, uns bei Fragen oder Problemen zu kontaktieren“, lud sie die Mitglieder ein.
„Ich freue mich sehr auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihnen allen und auf den Teamgeist unseres neuen MR-Teams“, schloss sie ihre Ansprache.
Der Maschinenring Tirschenreuth setzt weiterhin auf ein starkes Miteinander und auf die Unterstützung seiner Mitglieder, um die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region mit modernen, zukunftsorientierten Lösungen zu unterstützen.
Agri-PV - Zukunftsthema der Landwirtschaft
Das Hauptreferat des Abends wurde von Gawan Heintze vom TFZ Straubing gehalten. Er informierte die Versammlung über die Chancen und Herausforderungen von Agri-PV (Agrar-Photovoltaik), einem zukunftsweisenden Thema, das im Hinblick auf die Energiegewinnung und die landwirtschaftliche Nutzung von Bedeutung ist.
Zukunftsaussichten und Ausblick
Mit einem positiven Ausblick auf die künftigen Aufgaben und Herausforderungen schloss die Versammlung. Matthias Wittmann dankte der Stadt Erbendorf für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und wünschte allen Anwesenden eine weiterhin gute Zusammenarbeit. In seiner Schlussrede betonte er, dass trotz der personellen Veränderungen und der Herausforderungen, die hinter dem MR liegen, der Maschinenring Tirschenreuth stets als zuverlässiger Partner für die Mitglieder an ihrer Seite stehen werde.