Die Sumpfschwertlilie, Wilde Orchideen und das Knabenkraut sind heimische Gewächse und manche von ihnen sind geschützt und kommen gar nicht so oft vor. Katharina Gierlach hat sie auf ihren Bildern in der Ausstellung im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum festgehalten. „Man muss die Blumen und Pflanzen auf sich wirken lassen“, ist ihr Rat an die Ausstellungsbesucher. Wer das erstaunlich gut konnte, waren die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse von der Grundschule in Tännesberg. Sie besuchten zusammen mit ihrer Lehrerin Karolina Schießl im Rahmen eines Unterrichtsprojekts die Oberviechtacher Kunstausstellung „Heimische Gewächse – Farben und Formen aus der Natur“ und nahmen sich viel Zeit für eine vertiefte Betrachtung der teilweise großformatigen Gemälde.
Hierbei erschlossen sich die Kinder selbst markante Merkmale der Werke von Katharina Gierlach. „Wieso sind die Farben so dick? Malen Sie die Bilder draußen in der Natur? Da brauchen Sie aber viel Geduld!“, lauteten Fragen und Anmerkungen der jungen Ausstellungsgäste aus Tännesberg, so dass sich ein reges Gespräch mit der Kunstmalerin aus Winklarn entwickelte. Diese zeigte die Maltechnik mit ganz unterschiedlichen Pinseln und ging auf den Aufbau der Bilder ein. Sie hat auch schon direkt in der Natur gearbeitet, fertigt aber häufig Fotos von den Objekten und verlagert den eigentlichen Malprozess ins Atelier. Die Schüler erfuhren auch, dass es ganz berühmte Maler gibt, die sich ebenfalls mit diesen Motiven befasst haben, wie z.B. Monet mit seinen Seerosenbildern oder Egon Schiele im Schlosspark von Cesky Krumlov, wo auch Katharina Gierlach schon gearbeitet hat.