„Ein voller Erfolg“, „eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, „die Nachmittage machen Spaß“, „eine schöne Abwechslung“ – so beschreiben die Beteiligten das Projekt Generationenbrücke, das vom Sachgebiet Soziales der Stadt Marktredwitz gemeinsam mit dem Hort des Kinder- und Familien-Zentrums Herz-Jesu und den Verantwortlichen der K&S-Seniorenresidenz ins Leben gerufen wurde.
Nach dem ersten Jahr ziehen die Beteiligten eine überaus positive Bilanz.
Ziel des Projektes ist es, älteren Menschen in Seniorenheimen nicht nur zu festlichen Anlässen, wie Ostern oder zur Weihnachtszeit, eine soziale Teilhabe zu ermöglichen, sondern diese auch das ganze Jahr über durch regelmäßige Besuche von Kindergarten- oder Hortkindern zu ermöglichen.
Nach Abfrage bei den Seniorenheimen, die alle Interesse zeigten, und bei den Kindergärten und Horten kristallisierte sich Anfang 2024 eine Kooperation zwischen der K&S-Seniorenresidenz und der Hortgruppe des KiFaz Herz-Jesu heraus.
Das erste Treffen der Kinder mit den Bewohnern der Seniorenresidenz fand am 12.03.2024 in entspannter und lockerer Atmosphäre statt. Bis zum Herbst 2024 besuchten die Kinder, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind, die Heimbewohner in der Kraußoldstraße in Marktredwitz einmal im Monat.
Neben den beliebten Bastelstunden kamen die Generationen auch ins Gespräch: Die Kinder waren hoch erstaunt, als sie erfuhren, dass die Schülerinnen und Schüler früher teils eine halbe oder Dreiviertelstunde in die Schule gelaufen sind und dass „in die Ecke stellen“ einst eine gängige Strafe war. Im Gegenzug zeigten die Kinder ihre aktuellen Freundesbücher und erzählten, wie ihr Schulalltag heute aussieht. Besonders spannend war es für die Kinder, als die Bewohner ihnen den Umgang mit dem Rollstuhl erklärten und sie selbst das Schieben und Fahren ausprobieren durften.
Viel zu schnell verging oft die eine Stunde im Monat. Dank des Engagements von Martin Geyer, Erzieher im KiFaZ Herz-Jesu, und der Bereitschaft der Seniorenbetreuung der Seniorenresidenz finden die Treffen mittlerweile im zweiwöchigen Rhythmus statt. Und die Ideen für weitere Zusammenkünfte gehen Martin Geyer und den Betreuerinnen nicht aus.