Vergangene Woche unternahm die Kolpingsfamilie eine beeindruckende Betriebsbesichtigung des Amazon Verteilerzentrums in Nittenau. Diese Gelegenheit bot den in zwei Gruppen aufgeteilten Teilnehmern einen Einblick in die sekundengenau getakteten Abläufe, die jeden Tag aufs Neue die Mitarbeiter dort herausfordern.
Die Teilnehmer wurden von Standortleiter Tobias Paroth begrüßt, mit Schutzkleidung ausgestattet und auf die Sicherheitsvorschriften hingewiesen. Sicherheit wird hier im amazon Verteilerzentrum großgeschrieben, nicht ganz ohne Stolz präsentierte Paroth die hohe dreistellige Zahl der Tage, die seit dem letzten meldepflichtigen Vorgang vergangen sind.
Der Rundgang startete beim Wareneingang der Pakete, jede Nacht ab 01:30 Uhr docken hier die LKWs an, die die Waren aus den vier großen Lagern in Pilsen, Graben, Leipzig und Hof anliefern. An normalen Tagen sind es rund 30000 Pakete, zu den Prime Days oder vor Weihnachten steigt die Zahl schon mal auf über 50000. Im Akkord werden diese Pakete in einem ausgeklügelten Fließband- und Ordnungssystem letztlich auf verschiedenfarbige Taschen verteilt, die dann auf die Ausliefer-LKWs verladen werden. Der genaue Verteilungsplan wird jede Nacht in Barcelona berechnet, die genauen Auslieferrouten kommen aus einem Rechenzentrum in Madrid. Hierbei fließen das aktuelle Wetter sowie Erfahrungswerte mit ein, so dass auch der Auslieferplan sekundengenau durchgetaktet ist. In der ländlichen Gegend dauert die Auslieferung eines Paketes nur wenige Sekunden, da es meist abgelegt werden kann. In Hochhäusern in Regensburg muss dafür mehr Zeit einkalkuliert werden, informierte Paroth.
Die Betriebsbesichtigung des Amazon Verteilerzentrums in Nittenau war für die Kolpingsfamilie eine außergewöhnliche Erfahrung. Der Blick hinter die Kulissen eines der größten Logistikunternehmen weltweit ermöglichte den Mitgliedern, die Komplexität und Effizienz der modernen Versandprozesse zu verstehen.