Die Leitung bleibt in erfahrener Hand, der Mitgliederstamm hat sich verjüngt: Bei der Hauptversammlung des Heimatpflegebunds Pressath und Umgebung im Gasthof Heining bestätigten die Mitglieder das Vorstandsteam um die Vorsitzenden Eckhard Bodner und Andreas Reindl einstimmig.
Gegen den vielbeklagten Trend eines behaupteten sinkenden Interesses an Geschichte und Kultur verlief die Mitgliederentwicklung: 235 Mitstreiter zählt der Pressather Geschichtsverein – zehn mehr als im Vorjahr. „Unter den 16 Neumitgliedern sind etliche Jugendliche“, berichtete der Vorsitzende erfreut. Mit Herbert Stock, Hermine Meier und Josef Schaller habe man allerdings drei verdiente Mitglieder in die Ewigkeit verabschieden müssen. An rege besuchten Aktivitäten erwähnte Bodner unter anderem Hans Loserts „Slavenvortrag“, Jürgen Schullers Referat über „faszinierende Bäume“ und zwei stadtgeschichtliche Führungen, davon eine im Rahmen des städtischen Jugend-Ferienprogramms.
Das Haus der Heimat, das zwei Ausstellungen über neu erworbene Exponate und Kunstwerke aus dem Nachlass Manfred Oberndorfers gezeigt habe, sei wegen Bauarbeiten im Umfeld ab Juli geschlossen worden, die Museumsgruppe habe aber hinter den Kulissen ihre Arbeit fortgesetzt. Am 13. April werde die Sonderausstellung über das Pressather Krügelmacherhandwerk im 19. Jahrhundert eröffnet. Aus organisatorischen Gründen müsse aber der traditionelle Museumsfrühschoppen ausfallen. Ein Schmankerl für Mundartfreunde sei der Vortrag von Professor Anthony Rowley aus Bayreuth am 19. Mai im Pfarrsaal.
Der Stadt dankte Bodner für den Erwerb neuer Museumsvitrinen und die Entscheidung zugunsten einer Außensanierung des Museumsgebäudes, das heuer 125 Jahre alt werde. Bürgermeister Bernhard Stangl betonte die Wertschätzung der Stadt für den Verein und generell für Geschichte und Kultur. Für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden Hermann Dietl und Günter Urban, für besondere Verdienste Maria Bergler, Elisabeth Murr und Richard Wolf ausgezeichnet.