Es ist immer wieder sehr interessant, was man bei einem Weltgebetstag über die jeweilig beteiligten Länder erfährt. So auch heuer, bei dem die Teilnehmerinnen unter dem Motto: „Wir sind wunderbar geschaffen” Informationen über die Cookinseln erhielten. Auf den ersten Blick sind die 15 Inseln ein Tropenparadies, ringsum blauer Himmel, blaues Meer und Kokospalmen. Die Natur ist reich an exotischen Blumen und Früchten. Doch dieses Paradies mit seinen nur 15.000 Einwohner hat auch seine Schattenseiten. Als brennendstes gesellschaftliches Problem ist die häusliche Gewalt. Sie wird zumeist tabuisiert und wird in der Gottesdienstordnung nur vorsichtig angedeutet. Insgesamt hat das Christentum auf den Cookinseln eine hohe Akzeptanz, obwohl Missionare die Kultur der einheimischen Maori unterdrückten. Heute jedoch ist der Stolz auf die eigene Kultur überall erkennbar. Maori-Worte und Lieder durchzogen die Liturgie und erzählen vom Selbstbewusstsein der Einwohner. Die Vorstandschaft trug die Texte in einfühlsamer Weise vor und lud danach zum Probieren verschiedener landestypischen Kostproben von den Cookinseln ein.