Obwohl das Wetter gewiss nicht vergnügungssteuerpflichtig war, kamen viele Menschen, um den besonderen Zauber der alten Kapelle und Gottes Wort mit freiem Blick zum Himmel zu spüren und zu erleben. Der Posaunenchor Pommelsbrunn unter Leitung von Michael Ruder spielte zunächst am Dorfplatz einige Weihnachtslieder. Anschließend zogen die Besucher mit Fackeln hinaus in die Nacht zur Ruine. Pfarrerin Renate Schauer erzählte in ihrer Predigt vom Propheten Jesaja, der schon im 7. Jahrhundert v. Chr. die Geburt des Heilandes und die damit verbundene große Hoffnung voraussagte. Auch die Situation des Friedenslichtes, das wegen der besonderen Umstände dieses Jahr nicht aus der Geburtskirche in Bethlehem geholt werden konnte, aber dennoch den Weg um die Welt ging, sprach sie an. Mit Blick auf die Krisen und Kriege meinte die Pfarrerin: „Ein großes Licht leuchtete damals in Bethlehem, das Kind in der Krippe ist für uns alle die Hoffnung.“ Im Gebet gedachte sie auch der Opfer und des Leids in Magdeburg. Posaunen und der Evangelische Kirchenchor (Ltg. Deborah Reichel) umrahmten den Gottesdienst eindrucksvoll musikalisch. Renate Schauer dankte herzlich den Besuchern für ihr Kommen, allen Helferinnen und Helfer und der Familie Kaiser für ihre Unterstützung zum Erhalt der Kapelle. Mit dem „Vater Unser“ und dem gemeinsam gesungenen Lied „Stille Nacht“ endete ein eindrucksvoller und segensreicher Gottesdienst. Aufwärm-Glühwein, Plätzchen und Bratwurst im örtlichen Gasthaus wurden anschließend gerne genossen.