Veröffentlicht am 03.02.2025 14:48

Von Sydney nach Immenreuth

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Theater geht auch mit Füßen: Rumpelstilzchen in der Version von Anne Klinge (Bild: Holger Hassel)
Theater geht auch mit Füßen: Rumpelstilzchen in der Version von Anne Klinge (Bild: Holger Hassel)
Theater geht auch mit Füßen: Rumpelstilzchen in der Version von Anne Klinge (Bild: Holger Hassel)

Die weltweit einzigartige Fußtheaterspielerin Anne Klinge gastierte mit ihrem neuen Stück „Das Rumpelstilzchen” im Rahmen der Kulturreihe „Akzente” im SOS-Kinderdorf Oberpfalz in Immenreuth.

Was die Kinder zu sehen bekamen, hatte Weltniveau. Tatsächlich spielte Anne Klinge bereits im Opernhaus Sydney, in Japan, Indien und Shanghai. Aus ihrem umfangreichen Repertoire zeigte sie ihre neueste Produktion. Diese besondere Märchenfassung des „Rumpelstilzchens” besticht durch das äußerst lebendige Spiel ihrer Fußpuppen. Man vergaß in kürzester Zeit, dass die Puppen nur mit Perücken und Nasen verkleidete Arme und Beine waren. Darüber hinaus war es Anne Klinges unglaublich bezaubernde Stimme, die die Figuren lebendig werden ließ.

In der Geschichte sollte Hannah, die Tochter des Müllers Benedikt, dem König das Schloss samt Inhalt vergolden. Denn zuvor hatte Hannas Vater so von den wunderschönen Augen seiner Tochter geschwärmt, die alles zu Gold werden ließen, was sie nur ansehen würden. In dieser schwierigen Lage konnte nur der Zwerg aus dem Märchenbuch helfen, das ihr ihre verstorbene Mutter immer vorgelesen hatte. Der Zwerg half Hanna bereitwillig, jedoch hatte das seinen Preis: Hannah sollte nicht mit Geld, sondern mit Erinnerungen bezahlen. Doch Hanna hatte nur drei besondere Erinnerungen und die Erinnerung an ihre Mama wollte sie auf keinen Fall hergeben. Zum Glück gab es einen Ausweg. Das Märchenbuch ihrer Mutter verriet ihr den Namen des Zwerges und auch die Kinder in der Vorstellung halfen mit. Den es wussten alle, dass der Zwerg „Rumpelstilzchen” hieß. Daher konnte Hanna schließlich ihre Erinnerungen doch behalten. Zum Dank lud sie das Rumpelstilzchen von nun an jeden Abend in die Mühle ein, um ihm aus dem Märchenbuch vorzulesen.

Die Kinder und Erwachsene waren gleichermaßen von dem wunderschönen Märchen und der außergewöhnlichen Darstellung begeistert. Am Ende bestand Einigkeit: Alle, die diese Vorstellung nicht gesehen haben, haben etwas verpasst.

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