Die Innungsgemeinschaft Metall, Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik der Landkreise Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Cham sprach im Foyer des Schwandorfer Berufsschulzentrums Oskar-von-Miller 17 Feinwerkmechaniker, 15 Anlagemechaniker und fünf Metallbauer von den Pflichten der Ausbildung frei. Der Obermeister der Innung Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik, Michael Zinnbauer, sieht seine Branche vor großen Herausforderungen, denn: „Die Bewältigung des Klimawandels sichert uns über Jahrzehnte hinaus eine hohe Auslastung“. Die Umsetzung des neuen Gebäudeenergiegesetzes setze die Montage von Wärmepumpen, Klima- und Fernwärmenetzen sowie Biomasse-, Solar und Photovoltaikanlagen voraus. „Dazu brauchen wir tüchtige und motivierte Fachkräfte mit handwerklichem Geschick und Sachverstand“, machte Zinnbauer deutlich.
Der Obermeister der Metall-Innung, Eduard Feuerer, hob die Bedeutung des Handwerks hervor, das für Arbeitsplatzsicherheit, Qualität und gute Bezahlung stehe. Die Branche leide aber unter Fachkräftemangel und einem Defizit an Führungskräften. „Der Wandel im Handwerk spiegle sich gerade in der Sanitär- und Heizungsbranche wider“, sagte Oberstudiendirektor Martin Abt. Kreishandwerksmeister Florian Danzl gab den jungen Gesellen mit auf den Weg: „Erhaltet euch die Leidenschaft für das Handwerk“.
Während bei den Feinwerkmechanikern und Metallbauern alle Teilnehmer die Prüfung bestanden haben, fielen bei den Anlagemechanikern zehn der 25 Absolventen durch. Bei den Feinwerkmechanikern im Maschinenbau erzielte Kevin Jobst (Mühlbauer Maschinenbau, Runding) 95 von 100 möglichen Punkten. Bester Metallbauer war Andreas Englmeier (Schindler Fenster- und Fassadenbau, Roding) mit 86 Punkten. Das beste Ergebnis bei den Anlagenmechanikern in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erzielte Titus Royer (Neumann Heizungsbau und Sanitärtechnik, Teublitz) mit 90 Punkten.